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Naturschutz

Naturpark Haßberge

Naturschutzgebiete (NSG) im Landkreis Haßberge

Landschaftsschutzgebiete (LSG) im Landkreis Haßberge

gesch√ľtzte Landschaftsbestandteile im Landkreis Ha√überge

Naturdenkmäler im Landkreis Haßberge

Naturwaldreservate im Landkreis Haßberge

Naturpark Haßberge

BUND Naturschutz Ebern

Ausstellung
√ľber den Naturpark Ha√überge

Auszug aus dem Bayerischen Naturschutzgesetz:
Art. 11 Naturparke
(1) Großräumige, der naturräumlichen Gliederung entsprechende Gebiete von in der Regel mindestens 20 000 ha Fläche, die
  1.√ľberwiegend als Landschaftsschutzgebiete festgesetzt sind,
  2.sich wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen f√ľr umweltvertr√§gliche
     Erholungsformen besonders    eignen und
  3.durch einen Tr√§ger entsprechend ihrem Naturschutz- und Erholungszweck entwickelt
     und gepflegt werden, k√∂nnen von der obersten Naturschutzbeh√∂rde zu Naturparken erkl√§rt werden.

(2)     Naturparkverordnungen der obersten Naturschutzbeh√∂rde gelten hinsichtlich der Festsetzung von Schutzzonen mit Verboten im Sinn des Art. 10 Abs. 2 S√§tze 3 und 4 als Rechtsverordnungen √ľber Landschaftsschutzgebiete weiter.

FT 25.11.2005 Landkarte soll sich √§ndern 
Kreis will Naturpark-Grenzen neu ziehen – Umweltausschuss tagte
KREIS HASSBERGE. Geht es nach dem Willen vieler Gemeinden und St√§dte und des Landkreises, dann sollen die Grenzen der Naturparke Ha√überge und Steigerwald neu gezogen werden. Das w√ľrde den Kommunen Luft f√ľr Planungen verschaffen. von Klaus Schmitt
Der Umweltausschuss des Kreistages machte sich am gestrigen Donnerstagnachmittag mit der Situation vertraut. Die stellt sich neu dar, erfuhren die Kreisräte bei ihrer Sitzung im Landratsamt in Haßfurt.
Konkret: Die Zust√§ndigkeit bei √Ąnderungen wurde modifiziert. Hatte fr√ľher der Bezirk Unterfranken das Sagen, wenn Gemeinden oder der Landkreis Eingriffe planten, kann das laut neuer Gesetzeslage das Landratsamt nun selbst entscheiden. Sofern Fl√§chen in anderen Kreisen nicht betroffen sind.
Worum geht es? 1987 und 1988 wurden die Verordnungen f√ľr die Naturparke Ha√überge und Steigerwald erlassen. Sie haben den Status von Landschaftsschutzgebieten.
Die Grenzen der beiden Naturparke, die einen gro√üen Teil der Fl√§che des Landkreises bedecken, reichen h√§ufig bis an die Grenzen der Orte heran. Mit der Folge, dass neue Baugebiete nicht mehr ausgewiesen werden d√ľrfen
.
Beispiel Eltmann: Dort liegt das neue Baugebiet ‚ÄěAm Hahn“ vollst√§ndig im Naturpark Steigerwald. Erm√∂glicht wurde die Bebauung durch eine Befreiung von den Vorschriften des Naturparkgesetzes.
Um nicht immer wieder Befreiungen aussprechen zu m√ľssen, hat der Gesetzgeber empfohlen, die Grenzen neu zu ziehen. Befreiungen seien ‚Äěnicht der richtige Weg“, erl√§uterte Dr. Gerhard Weinmann, Experte am Landratsamt Ha√überge in Ha√üfurt, gestern dem Umweltausschuss des Kreistages.
Antr√§ge auf eine ge√§nderte Grenzziehung haben fast alle Gemeinden im Landkreis gestellt, die in oder an den Naturparken liegen. Nur kommunale √Ąnderungsw√ľnsche k√∂nnen ber√ľcksichtigt werden, nicht private, betonte Weinmann.
Der Landkreis will die Neufestsetzung vorantreiben. Dazu will sich das Landratsamt zun√§chst mit den Kommunen aus dem Steigerwald abstimmen (mit den St√§dten und Gemeinden aus dem Ha√überge-Gebiet ist das schon geschehen). Dann wird das Kartenmaterial erarbeitet. Das wird laut Dr. Weinmann eine ‚Äěaufwendige“ Arbeit, schlie√ülich m√ľssen 120 bis 130 √Ąnderungsw√ľnsche ber√ľcksichtigt werden.
Anschlie√üend sollen die Naturschutzverb√§nde sowie der -beirat geh√∂rt und die Stellungnahmen der Kommunen eingeholt werden. Dr. Weinmann geht davon aus, dass nach dem ‚Äěeng gestrickten“ Zeitplan der Kreistag in knapp einem Jahr den Beschluss √ľber die Grenz√§nderungen fassen kann.
Zuvor hatte Dr. Weinmann den Umweltausschuss des Kreistages mit dem neu gefassten Bayerischen Naturschutzgesetz vertraut gemacht. Es ist seit dem August 2005 in Kraft. Der Hintergrund der Novellierung: Die bayerischen Regelungen wurden an das Bundesrecht angepasst.
Detailliert ging Dr. Gerhard Weinmann auf einzelne Bestimmungen ein. Eine davon lautet, dass alle Kommunen zuk√ľnftig eigene Landschaftspl√§ne aufstellen m√ľssen.
 

Richtlinien zur Förderung der Naturparke
1. Zweck der Förderung
Die staatliche F√∂rderung soll die Tr√§ger der Naturparke bei Ma√ünahmen der Landschaftspflege und zur Verbesserung der Erholungsm√∂glichkeiten unterst√ľtzen.
2. Fördervoraussetzungen
-
Der Naturpark muss nach den Bestimmungen des Bayer. Naturschutzgesetzes ausgewiesen sein. Solange er nicht ausgewiesen ist, muss zumindest ein Konzept f√ľr die Einteilung des Naturparks in Schutz- und Erschlie√üungszonen vom regionalen Planungsverband grunds√§tzlich gebilligt oder der √ľberwiegende Teil des Gebietes als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sein.
- F√ľr den Naturpark muss ein gebilligter Pflege- und Entwicklungsplan vorliegen. Die Regierung kann hiervon Ausnahmen zulassen, soweit der Plan in Auftrag gegeben ist und der Entwurf die wesentlichen Ziele und Ma√ünahmen zur Entwicklung und Pflege des Naturparks darlegt.
- Zur Durchf√ľhrung der Ma√ünahmen d√ľrfen weder der Antragsteller selbst noch Dritte allein rechtlich verpflichtet sein und herangezogen werden k√∂nnen.
- Bei allen Vorhaben., die auf fremdem Grund und Boden durchgef√ľhrt werden sollen, ist die vorherige Zustimmung des Eigent√ľmers einzuholen. Soweit eine Duldungspflicht besteht, gen√ľgt die vorherige Benachrichtigung des Besitzers
3. Art und Höhe der Förderung
Zuwendungen k√∂nnen als Zusch√ľsse bis zu 80% H√∂chstsatz betragen. Der Grunderwerb wird mit max. 60% der Gesamtkosten bezuschusst.
4. Zuwendungsempfänger
Träger der Naturparke
5. Bewilligungsstelle
Zuständig ist die Regierung, in deren Regierungsbezirk der Naturpark liegt.

NP 30.09.2003
GEBIET ‚ÄěBAYERISCHE RH√ĖN"     
Schutzgebiet kleiner
Der Bezirkstag von Unterfranken stimmte in der letzten Sitzung seiner zw√∂lften Legislaturperiode einer neuen Verordnung √ľber das Landschaftsschutzgebiet, ‚ÄěBayerische Rh√∂n“' einstimmig zu.
W√úRZBURG - Erarbeitet wurde die Vorlage √ľber Fl√§chen-√Ąnderungen durch die Regierung von Unterfranken. In der Endfassung verliert das Schutzgebiet etwa 7500 Hektar und hat, verteilt √ľber die Landkreise Bad Kissingen und Rh√∂n-Grabfeld, eine Ausdehnung von rund 96000 Hektar.
Die alte Verordnung war 21 Jahre alt. In der Zwischenzeit seien etliche Ausnahmegenehmigungen erteilt worden, erkl√§rte Dr. Dieter Aufderhaar, Abteilungsdirektor f√ľr Landesentwicklung und Umweltfragen bei der Regierung von Unterfranken. Zudem haben Antr√§ge von Gemeinden,  Privatpersonen, aus der Industrie, von der Bundeswehr und dem Bauernverband vorgelegen. Insgesamt habe man in einem Abw√§gungsprozess etwa 400 Anpassungen der Grenzen des Landschaftsschutzgebietes vorgenommen. Dabei sei es auch an einigen Stellen zu Zuw√§chsen an Fl√§che gekommen.
Im Landkreis Bad Kissingen steht das Saaletal bei Bad Bocklet vor Ver√§nderungen. Eine entstehende Freizeit-Einrichtung sowie ein geplantes Wohngebiet wurden aus der Schutzzone herausgel√∂st. Weitab von Bebauungsw√ľnschen der Gemeinden seien daf√ľr konfliktfreie Bereiche in den Schutz genommen worden. Auf der frei gewordenen Fl√§che bei Bad Bocklet soll ein See aufgestaut werden, der gleichzeitig als Ma√ünahme f√ľr den Hochwasserschutz der Stadt Bad Kissingen angesehen wird.
Im Landkreis Rh√∂n-Grabfeld hat man bei Bischofsheim dem Wegenetz, welches sich durch die Flurbereinigung ergeben hat, Rechnung getragen und eine neue, klare Grenze gezogen. Zus√§tzliche Fl√§chen k√∂nnten in Untereisbach dazu gewonnen werden. Hier ist ein reizvoll gelegenes Gebiet, bereits mit Wanderwegen erschlossen,  dem Landschaftsschutzgebiet zugewachsen.
Wie Aufderhaar ausf√ľhrte, habe man sich mit allen Antragstellern bestens abgestimmt. Lediglich der Bauernverband zeige sich mit der neuen Verordnung unzufrieden.
Naturpark Haßberge
Als nächstes Projekt wird der Naturpark Haßberge auf mögliche neue Grenzziehungen hin unter die Lupe genommen.
Hintergrund der Zusammenarbeit von Regierung und Bezirk ist ein Gesetz von 1998, nach dem die Zust√§ndigkeit f√ľr √Ąnderungen der Schutzzonen auf die Bezirke verlagert wurde. Da jedoch beim Bezirk Unterfranken kein eigenes Fachpersonal vorhanden ist, √ľbernahm die Regierung von Unterfranken als h√∂here Naturschutzbeh√∂rde aufgrund einer Vereinbarung mit dem Bezirk die fachliche Aufbereitung der √Ąnderungsverordnung im Verwaltungsverbund. Das Ergebnis der Arbeit bedarf jedoch der ausdr√ľcklichen Zustimmung durch den Bezirkstag, die in der Sitzung erfolgte.
pkw

 

 

 

 

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