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BUND
Naturschutz Ebern

Daten und Infos zum BUND Naturschutz Ebern (BN Ebern)

Der BUND Naturschutz Ebern gehört zur Kreisgruppe Haßberge
des BUND Naturschutz in Bayern e.V.

      Der Vorstand der Ortsgruppe:
      1. Vorsitzender           Amon Harald
      2. Vorsitzende            Hippeli Alexander
      Schriftführer               Langer Kurt
      Kassier                      Först Johannes
      Kassenprüfer              Röder Jörg

      sowie dem erweiterten Vorstand mit 8 Beisitzern

Jahresrückblicke als PDF-Dateien:

2010     Größe 8,7 MB

2009     Größe 5,3 MB

2008     Größe 5,0 MB

Bund Naturschutz Ebern - Anwalt und Sprachrohr für die Belange der Natur, für die Lebensgrundlage von Menschen, Tieren und Pflanzen
....... ein zeitgeschichtlicher Rückblick in der Neuen Presse vom 06.08.2011

Mitgliederversammlung am 18.11.2016
mit Neu-Wahl des Vorstandes
in den Frankenstuben

Bericht im Fränkischen Tag vom 21.11.2016 von Helmut Will

BUND Naturschutz, Ortsgruppe Ebern wählt neu
Von unserem Mitarbeiter Helmut Will

Ebern – Der Bund Naturschutz, Ortsgruppe Ebern hat neu gewählt. Vorsitzender in den kommenden vier Jahren ist Harald Amon, dessen Engagement vom Kreisgruppenvorsitzenden des BN, Dr. Klaus Mandery, gewürdigt wurde. „Mit ihm haben wir einen verdienten Mann an der Spitze, ohne den die Ortsgruppe Ebern aber auch die Kreisgruppe Haßberge um vieles ärmer wäre“, sagte Mandery.

Nach einem Totengedenken stellte Vorsitzender Harald Amon die Ortsgruppe Ebern als einen regen Verein dar, er auf einem guten Mitgliederstand zählen könne. „Wir haben derzeit 468 Mitglieder, davon kommen 240 aus Ebern“, sagte der Vorsitzende. In seinem Rechenschaftsbericht streifte er die vielfältigen Aktivitäten der BN-Ortsgruppe Ebern. Er nannte Vogelstimmen- und Kräuterwanderungen, Schmetterlingsexkursionen und ging auf die Schutzmaßnahmen für Amphibien ein. Hier stellte er fest, dass sich diese ausgewirkt und gegenüber dem Vorjahr eine positive Entwicklung festgestellt werden konnte. Gut angekommen sei auch die Beteiligung des BN am Ferienprogramm, wobei die Siebenschläfer für die Kinder spannend waren. Bei Waldgängen mit Förstern konnten die Teilnehmer viel Wissenswertes über Waldbewirtschaftung und Naturschutz erfahren. Das 23igste Apfelfest mit etwa 40 Helferinnen und Helfern sei ein Anziehungsmagnet für Besucher und habe den Oktobermarkt in Ebern aufgewertet. „Landschaftspflegemaßnahmen sind arbeitsintensiv und hier setzen wir einen kleinen Bestand an Schafen, `Coburger Füchse`, ein“, sagte Amon. Weitere Veranstaltungen waren die Fahrradbörse und die Eberner Pilztage.

Auf die Umweltbildung eingehend berichtet der Vorsitzende vom Waldkindergarten. „Dafür bekommen wir einen Bauwagen und sind am Überlegen, wo wir diesen aufstellen.“ Gut angekommen wäre das „Projekt Amphibien“ mit vielen Modellen derselben als Unterrichtsmaterialien. Begehrt wären auch die Fahrplankärtchen die vom BN in einer Stückzahl von 1000 Stück erstellt würden. Vorträge von externen Referenten zur Energiewende rundeten das Jahresprogramm der BN-Ortsgruppe Ebern ab. „Wandel für die Zukunft“, unter diesem Slogan stellte Amon die Bemühungen um jungen Nachwuchs zu gewinnen. Schließlich ging er noch kurz auf die Haltung des BN zu Windkraftanlagen ein. Gerne hätte man eine Streuobstwiese an der Hetschingsmühle erworben, jedoch habe der Eigentümer einem Verkauf nicht zugestimmt.

Für Kassier Johannes Först, der nicht anwesend sein konnte, stellte Amon fest, dass der Kassenstand der Ortsgruppe zufriedenstellend wäre. „Hier zeigt sich das Apfelfest als beste Einnahmequelle“, sagte der Vorsitzende. An dieser Stelle galt sein Dank allen Helferinnen und Helfern bei allen Aktionen der BN-Ortsgruppe Ebern. Nachdem Kassenprüfer Kurt Langer festgestellt hatte, dass die Kasse ordentlich geführt wurde, konnte der Vorstand entlastet werden.

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Die Neuwahl, geleitet von Dr. Klaus Mandery, brachte folgendes Ergebnis: Erster Vorsitzender Harald Amon, 2. Vorsitzender Alexander Hippeli, Kassierer Johannes Först, Schriftführer Kurt Langer, Kassenprüfer Jörg Röder. In die erweiterte Vorstandschaft wurden Barbara Ullmann, Daniela Berninger, Anne Schneider, Andreas Einwag, Oliver Kröner, Eberhard Ponader, Jörg Röder und Dr. Werner Ullmann gewählt.

Foto: Helmut Will

 

Bericht vom Monatstreffen Mai 2012

Die Nutzung erneuerbarer Energien in Ebern standen wieder einmal im Mittelpunkt des monatlichen Treffens des Bund Naturschutz Ebern.
1. Vorsitzender Harald Amon hatte in Bezug auf die bei der Kläranlage geplante Biogasanlage Informationen eingeholt. Zusammen mit Andreas Einwag fand ein informelles Gespräch mit Bürgermeister Herrmann statt und der Tag der offenen Tür der in Betrieb befindlichen Biogasanlage bei Haßfurt brachte weitere wichtige Erkenntnisse. Biogasanlagen sind durch kontinuierliche Stromerzeugung grundlastfähig, können alternativ aber auch Regelenergie bereitstellen und sind somit eine gute Ergänzung zu Strom aus Windkraft- und Solarstromanlagen.

Aus Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten ist eine vollständige Nutzung der Wärme bei der Erzeugung des nach dem EEG (Erneuerbaren Energiegesetz) vergüteten Stroms wichtig. Wie Harald Amon am Beispiel der Biogasanlage in Haßfurt erläuterte, könnte das erzeugte Gas auch mittels Mikro-Gasleitungen zu den Wärmeverbrauchern transportiert werden und dort mit einem sogenannten Satelliten-BHKW (Blockheizkraftwerk) zu Wärme und Strom umgewandelt werden. Da das Gas, im Gegensatz zur Heizwärme, verlustfrei transportiert werden kann, müsste die Anlage nicht unbedingt nahe bei den Wärmeverbrauchern gebaut werden. Das Gas könnte sogar - nach einer Bearbeitung - normal ins Erdgasnetz eingespeist werden.
Alexander Hippeli wies auf die Gefahren einer Monokultur in der Landschaft durch übermäßigen Maisanbau hin. Es sollten daher vermehrt ohnehin anfallende Reststoffe, zum Beispiel aus der Landschaftspflege eingesetzt werden. Außerdem wäre eine Anpassung der Vorschriften für die Fruchtartenvielfalt auf den Äckern und die Entwicklung einer verbesserten Verwertungstechnik für Biogaserzeugung aus Landschaftspflegegut sinnvoll.

Die Bestände an Schwalben gehen in Bayern kontinuierlich zurück. Die Gründe für ihren anhaltenden Bestandsrückgang sind vielfältig: Veränderungen des Siedlungsbildes, zu starke Ausdehnung der Ortschaften, Rückgang der Landwirtschaft, die die Schwalben bislang mit einem reichhaltigen Angebot an Insekten versorgt hat. Wie Harald Amon ausführte, gilt diese Feststellung auch für Ebern und Umgebung.
Der BN Ebern hat, zusammen mit dem Landratsamt Haßberge, die Zentrale der Firma EDEKA in Würzburg rechtzeitig vor Beginn der Neu-Baumaßnahme darauf aufmerksam gemacht, dass sich 17 besetzte Schwalbennester am alten Bahnhofsgebäude befinden. Trotz getroffener Zusage hat die Firma keine Ersatzmaßnahmen - wie vereinbart - vorgenommen. Möglich wäre z.B. der Bau eines Schwalbenhauses. Der BN wird daher die Firma noch einmal an ihre getroffene Zusage erinnern.
Die von ihrem jahrelang genutzten Bahnhof-Standort vertriebenen Schwalben haben sich daher ein Ausweichquartier gesucht und nutzen nun teilweise die Nistmöglichkeiten am Gasthof Post. Um die dort neu entstandenen Beeinträchtigungen zu vermindern, hat der BN begonnen, über dem Eingangsbereich des Gasthofs Kotbretter anzubringen.

Dr. Klaus Mandery, der 1. Vorsitzende der Kreisgruppe Haßberge zeigte sich erfreut über die Mitgliederentwicklung des Bund Naturschutz. Im Rahmen der Informationswochen wurden viele neue Mitglieder - vor allem im Bereich Haßfurt und Ebern - für den Naturschutz gewonnen. Bei den Gesprächen mit den Bürgern wurde vielfach der Wunsch nach Informationen über den Naturschutz für Kinder geäußert. Der BN beabsichtigt daher, in Ebern und Haßfurt wieder je eine Kindergruppe anzubieten, welche sich alle zwei Wochen trifft.

Ehrung Harald Amon durch Klaus Mandery

Zum Schluss des Treffens wurde Harald Amon das Vereinsabzeichen in Gold des Bund Naturschutz Bayern verliehen. Dies ist die höchste Auszeichnung, die der Bund Naturschutz Bayern verleiht. Klaus Mandery überreichte ihm dazu die Urkunde des Landesvorsitzenden Prof. Dr. Hubert Weiger.
Harald Amon  war Mitbegründer der Ortsgruppe Ebern vor 30 Jahren und ist Jahrzehnte lang deren 1. Vorsitzender. Sein Wissen über die heimische Natur in Ebern und die umgebende Landschaft ist derart reich, dass es unersetzbar ist.


 

Der 1. Vorsitzende des Bund Naturschutz Ebern Harald Amon konnte zur Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Vorstandes am 9. März 2012 zahlreiche Mitglieder in den Frankenstuben begrüßen.

In seinem Rechenschaftsbericht über die vergangenen vier Jahre stellte er einige Schwerpunkte heraus.
Das Thema naturverträgliche Nachnutzung des ehemaligen Eberner Standortübungsplatzes der Bundeswehr war nicht einfach zu bewältigen und hat auch zu vielen internen Diskussionen geführt. Mit dem im vergangenen Jahr gefundenen Kompromiss zwischen dem Bund Naturschutz (BN) und der Stadt Ebern kann die Ortsgruppe leben. Dieser beinhaltet zwar eine Teilnutzung des Geländes durch eine große Photovoltaikanlage, aber die Stadt hat auf die Verwirklichung der geplanten Fahrsicherheitsmodule verzichtet, welche auch eine ganzjährige Motorsportnutzung beinhaltet hatten. Amon bedankte sich insbesondere beim BN-Kreisvorsitzenden Dr. Klaus Mandery, welcher diesen Kompromiss erreicht hat.
Das jährliche Apfelfest beim Oktobermarkt wird in diesem Jahr bereits zum 19. Mal vom BN Ebern ausgerichtet. Stellvertretend für die vielen Helfer wurde Christa Meißner ein besonderer Dank ausgesprochen. Das zusammen mit dem Kreisverband für Obst- und Gartenbau ausgerichtete Obstbestimmungsseminar bereicherte das Apfelfest zusätzlich.
Seit 12 Jahren organisiert der BN die Fahrradbörse, bei der in dieser Zeit weit über 600 Fahrräder und Zubehör einen neuen Besitzer gefunden haben. Nach der Abschaffung des Junimarktes hat sich der gemeinsame Termin mit dem Tag der offenen Tür beim Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ) sehr gut bewährt.
Der Bevölkerung wurden jährlich mehrfach Exkursionen angeboten. Herauszuheben sind dabei die Vogelstimmenwanderungen durch Dr. Werner Ullmann, die Kräuterführungen mit Apotheker Herbert Stang, Schmetterlings- und Waldführungen mit Eberhard Ponader sowie die Orchideen- und Rosenwanderungen mit Dr. Klaus Mandery.
Interessante und lehrreiche Vorträge zur Natur und Kultur Rumäniens, Transkarpatiens sowie dem Nationalpark Bayerischer Wald, zur Wildkatze und zur Energiewende ergänzten das Angebot des BN für die Bevölkerung.
Auch der Eberner Kirchweihmarkt im September 2011 wurde durch die 1.Eberner Pilztage mit dem Pilzexperten Dr. Lothar Krieglsteiner bereichert. Die Planungen für eine Fortsetzung 2012 sind bereits im Gange.
Die älteste durchgeführte Aktivität des BN Ebern ist die Betreuung des Amphibienschutzzaunes bei Jesserndorf/Gemünd seit 1983. In diesen 30 Jahren wurden über 30.000 Tiere sicher über die Straße gebracht und der Bestand an Amphibien konnte dadurch erhalten werden. Die Amphibien sind die vom Aussterben am stärksten bedrohte Art.

Seit 7 Jahren besteht die Waldkindergruppe, welche von Daniela Berninger initiiert und zwischenzeitlich von Sylvia Kopplinger geleitet wird und sich jeden Freitag bei Wind und Wetter im Wald in der Nähe des Freibades trifft. Für die ganz Kleinen bietet Katrin Ruppert die Teilnahme an einer Krabbelgruppe an.
Das bekannte kleine Fahrplankärtchen für die Zug- und Busverbindungen nach Bamberg ist trotz der vom VGN zur Verfügung gestellten Fahrplankärtchen weiterhin sehr gefragt.
Praktischer Arbeitseinsatz durch Helfer ist bei der Landschaftspflege der Grundstücke bei der Hetschingsmühle gefragt. Weitere Pflegeeinsätze waren bei Albersdorf und auf dem ehemaligen Standortübungsplatz. Die "Mäharbeiten" durch vierbeinige Helfer (Schafe) haben zwar das Mähen und die Abfuhr des Mahdgutes erspart, aber andererseits erforderte die tägliche Betreuung der Schafe mindestens genau so viel Arbeitsaufwand. Dankenswerterweise haben Hans Eichler und Roland Steinrichter bis vor zwei Jahren die Betreuung der Schafe mit großen Einsatz durchgeführt. Leider stehen sie durch Wegzug bzw. durch Krankheit nicht mehr zur Verfügung.
Wochenendfahrten in den Bayerischen Wald und zum Naturschutzzentrum Wartaweil am Ammersee sowie die Fahrt zum Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald vertieften das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitglieder.
Der BN Ebern hat beim Eberner Ferienprogramm jährlich mehrere Veranstaltungen für die Kinder und Jugendliche angeboten.
Da sich der BN Ebern über Jahre hinweg mit vielen Veranstaltungen in das Stadtgeschehen einbringt, ist er auch seit 2011 Mitglied in der Eberner Tourismus- und Werbegemeinschaft (TWG).
Die Ortsgruppe freut sich über die neue Geschäftsstelle der BN Kreisgruppe Haßberge am Marktplatz in Ebern, welche von Alexander Hippeli geleitet wird . Sie unterstützt diese finanziell, personell und durch die Gestaltung der Schaufenster.

Unter Leitung von Dr. Klaus Mandery fand nach dem Rechenschaftsbericht und der Entlastung des Vorstandes die Neuwahl statt.

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Die bisherigen Vorstandsmitglieder
   1. Vorsitzender Harald Amon,
   2. Vorsitzender Alexander Hippeli und
   Schriftführer Kurt Langer wurden erneut wieder gewählt.
Für den ausscheidenden Kassenwart Peter Hartmann stellte sich Ralph Utz zur Verfügung.
Kassenprüfer wurde erneut Johannes Först.
 

Als Beisitzer wurden gewählt: Daniela Berninger, Andreas Einwag, Johannes Först, Peter Hartmann, Oliver Kröner, Thomas Meisner, Eberhard Ponader, Jörg Röder, Anne Schneider und Dr. Werner Ullmann.

Der Ortsgruppe Ebern gehören aktuell 444 Mitglieder aus Ebern und den umliegenden Gemeinden an. Sie besteht seit 30 Jahren. Aus diesem Anlass findet am 20. April 2012 im Rathaus Ebern eine Jubiläumsfeier statt.

In seinem Grußwort bedankte sich der Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz Haßberge Dr. Klaus Mandery bei Harald Amon, dem gesamten Vorstand und den vielen aktiven Mitgliedern der Ortsgruppe für die vielen Aktivitäten. Er bezeichnete den BN Ebern als eine der aktivsten Ortsgruppe in ganz Unterfranken und sogar ganz Bayerns

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Vor der Mitgliederversammlung entführte der

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Diplom-Biologe Martin Bücker aus Bamberg

mit seinem Lichtbildervortrag und interessanten Ausführungen in die faszinierende Falterwelt Frankens.

 


Bericht vom Monatstreffen Januar 2010

Die Ausarbeitung der Stellungnahmen des Bund Naturschutz zu den vier geplanten Solarstrom-Freiflächenanlagen im Bereich der Stadt Ebern waren das herausragende Thema des monatlichen Treffens der Ortsgruppe Ebern.
Harald Amon und Alexander Hippeli erläuterten die wesentlichen Umwelt-Gesichtspunkte der Anlagen bei Heubach/Sandhof, Eichelberg, Jesserndorf und Unterpreppach. Die von der Planungsgruppe Strunz erstellten Pläne berücksichtigen die neuesten Vorgaben des Bayerischen Innenministeriums und auch einen Großteil der Forderungen des neuen BN -Bayern-Positionspapieres vom November 2009.
Die geplanten Anlagen bei Eichelberg, Jesserndorf und Heubach sind grundsätzlich aus heutiger Naturschutzsichtweise unproblematisch. Die Anlage westlich Unterpreppach mit über 9 ha liegt jedoch teilweise in der Schutzzone des Naturparks Haßberge. Außerdem wird die Grünfläche (Aue) des Talgrundes der Preppach als Ausgleichsmaßnahme herangezogen. Dem Bau dieser Anlage wird daher in der jetzt vorliegenden Planung vom BN Ebern nicht zugestimmt.
Thomas Meisner hat für die nächste Sitzung des AK Natur und Landschaft der Lokalen Agenda 21 Ebern von der Stadt einen Plan des Anlagenringes mit Einzeichnung von Baumstandorten erhalten. Dieser Plan soll nun mit genauen Informationen über die einzelnen Bäume versehen werden. Klaus Mandery verwies darauf, dass schon viele Baumkartierungen in Ebern erfolgt sind. Diese könnten bei der nun vorgesehenen Erfassung berücksichtigt werden.
Anfang der Neunziger Jahre wurden vom BN Ebern in Ebern und in einigen umliegenden Ortschaften Erfassungen über die Anzahl der belegten Nester und Anzahl der Schwalben, getrennt nach Mehl- und Rauchschwalben durchgeführt. Für das Jahr 2010 ist geplant, diese Erfassung wieder auf einen aktuellen Stand zu bringen, um die Entwicklung der Bestände aufzeigen zu können. Joseph Linz schlug vor, die das Ortsleben prägenden Vereine der einzelnen Ortschaften einzubinden bzw. anzufragen.
Dr. Klaus Mandery informierte über den Stand der Planungen für eine Biodiv-Erlebniswelt Ebern sowie über eine geplante Begehung der Örtlichkeiten in der Kaserne mit der 2. Bürgermeisterin Gabriele Rögner zusammen mit Fachleuten aus Coburg, Bayreuth und München. Ziel ist die Erarbeitung eines Vorkonzeptes.
Neben den regelmäßigen monatlichen Treffen stehen in den nächsten Wochen die Winter-Landschaftspflege-Aktion entweder bei der Hetschingsmühle oder auf dem Bundeswehrgelände, eine Eulenwanderung, die Vogelstimmenwanderungen mit Dr. Werner Ullmann sowie ein Vortrag über die „Natur und Kultur Rumäniens“ auf dem Terminkalender des BN Ebern.
Alexander Hippeli gab außerdem Einzelheiten über die am 26./27. Juni 2010 geplante 2-Tagesfahrt in den Nationalpark Bayerischer Wald bekannt.


Bericht vom Monatstreffen Dezember 2009

Maßnahmen zum Vogelschutz und Informationen zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) standen neben vielen weiteren Themen im Mittelpunkt des monatlichen Treffens des Bund Naturschutz Ebern

Vorsitzender Harald Amon begrüßte dazu wieder zahlreich erschienene Mitglieder im Vereinslokal Frankenstuben. Zu Beginn stellte Dr. Werner Ullmann die vom Februar bis zum Mai kommenden Jahres geplanten traditionellen Vogelstimmenwanderungen vor.

Markus Brunnhöfer vom LBV informierte über verschiedene Maßnahmen zum Vogelschutz im Bereich Ebern. So müssen 15 Nistkästen für die Schleiereulen erneuert werden. Mitglieder des BN Ebern werden die von Hermann Jäger neu angefertigten Nistkästen gegen die vorhandenen defekten austauschen. Alle Maßnahmen, einschließlich der im Juni/Juli jeden Jahres erforderlichen Kontrollen erfolgen jeweils in Absprache mit den jeweiligen Grundstückseigentümern. Am Schutz der Schleiereule interessierte Bürger können sich gerne zur Mithilfe an Harald Amon Tel 09531 1737 wenden.

Weitere Aktionen zum Vogelschutz sind die Kontrollen der Wasseramsel im April sowie eine Eulen- und Uhu-Wanderung zu Beginn des neuen Jahres.

Harald Amon und Alexander Hippeli informierten über die Begehung der Baumaßnahme am Grauturm zusammen mit Herrn Hofmann vom Bauamt Ebern.

Aufgrund der Gespräche vor Ort wurde an die Stadt Ebern ein Schreiben mit Vorschlägen für die durchzuführenden Maßnahmen zum Schutz des Mauerseglers und des Turmfalken gerichtet. Erfreulicherweise sind diese Maßnahmen im Zuge der Sanierung durch die Stadt bereits durchgeführt worden. Wie in dem Schreiben aufgeführt, sind nach Anbringung der Nisthilfen keine Reinigungsarbeiten notwendig.

Kurt Langer berichtete über die Änderungen im ÖPNV von und nach Ebern. Die Anbindung der Bahnstrecke nach Ebern ab 1.1.2010 an den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) bringt für die Bürger von Ebern und für nach Ebern aus Richtung Bamberg/Breitengüßbach fahrende Personen wesentlich günstigere Fahrpreise mit sich. Nähere Informationen dazu können beim VGN-Info-Bus am Samstag 19.12. von 12.00 bis 15 .00 Uhr auf dem Marktplatz vor der Sparkasse eingeholt werden.

Ab Mitte 2011 wird das „Dieselnetz Oberfranken“ nicht mehr von der DB Regio betrieben, sondern von einer privaten Gesellschaft, der „BeNEX“. Diese betreibt dann im Auftrag der BEG (Bayerischen Eisenbahngesellschaft) auch die Strecke nach Ebern. Ab diesem Zeitpunkt wird sich der bisher geltende Fahrplan wesentlich verändern. Nach Ebern soll z.B. ein Stundentakt eingeführt werden. Die bisherigen Fahrtzeiten zwischen Ebern und Breitengüßbach betragen 27 Minuten und nach Bamberg 35 Minuten. Für einen Stundentakt sind 24 Minuten erforderlich. Der BN Ebern wird weitere Informationen zu diesem Thema einholen und sich aktiv an der Einrichtung eines attraktiven Nahverkehrs einbringen.

Weitere Themen waren die anstehenden Kontrollen der Fledermaus-Winterquartiere und der Rückblick auf den BN-Stand am Weihnachtsmarkt. Thomas Meisner wurde zur Wahl als Sprecher des Arbeitskreises Natur und Landschaft der Lokalen Agenda 21 Ebern gratuliert.

Der BN Ebern beabsichtigt, der Stadt anzubieten, die diesjährige Winter-Landschaftspflege auf einem Teil des ehemaligen Standortübungsplatzes durchzuführen. Der prioritäre Kalkmagerrasen benötigt dringend eine Entfernung der aufkommenden Schösslinge, damit die dort vorhandenen geschützten Pflanzen eine Chance zum Weiterleben haben. Bei der Regierung von Unterfranken wird derzeit ein Pflegekonzept für den ehemaligen Standortübungsplatz erarbeitet. Die Pflege könnte daher nur im Rahmen des naturschutzfachlich abgestimmten Konzeptes durchgeführt werden.


 

Bericht vom Monatstreffen September 2009

Der 2. Vorsitzende des BN Ebern Alexander Hippeli begrüßte beim Treffen in den Frankenstuben wieder zahlreich erschienene Mitglieder.

Ein Schwerpunkt des BN Ebern ist schon seit vielen Jahren die Förderung der für den Naturschutz wichtigen heimischen Streuobstflächen. Die diesjährige Streuobstbörse ist bereits angelaufen, allerdings gibt es bisher wegen des geringen diesjährigen Obstertrags kaum Angebote zum Ernten. Deshalb bitten die Naturschützer gerade volle Obstbäume, die vom Besitzer nicht geerntet werden, als Angebote zu melden. Wegen der guten Zwetschgenernte können hier Bäume zum Ernten benannt werden. Nachfragen bei Kurt Langer Tel. 09531/1737. Am Oktobermarkt, Sonntag, den 11. Oktober, wird das nunmehr schon 16. Apfelfest im Rathaus durchgeführt.

Der BN Ebern stellt jedes Jahr im Herbst Vereinen, Kindergärten und anderen Einrichtungen sein komplettes Inventar mit Muser und Presse zur Gewinnung des Saftes zur Verfügung. Damit soll besonders pädagogisch das Thema Streuobst den Kindern nahe gebracht werden.  

In Heubach befindet sich im „Haus der Bäuerin“ eine Anlage zum Mosten von Obst. Durch die nach kurzer Zeit einsetzende Vergärung des Saftes ist die Aufbewahrung über einen längeren Zeitraum,  ohne entsprechende Erhitzung, problematisch. Der BN Ebern hat daher bei der Stadt Ebern angeregt, die Anschaffung einer Erhitzungs- und Abfüllanlage zu prüfen. Damit könnte der Saft unter anderem in sogenannte „BAG-IN-BOX“-Behältnisse abgefüllt werden. In diese Verpackungen, aus einer luftdicht verschließbaren Plastiktüte und einer wiederverwendbaren Papphülle bestehend,  ist der gewonnene Saft über einen längeren Zeitraum haltbar und platzsparend zu lagern. Damit, so Alexander Hippeli, wäre die Verwertung eines regionalen Produktes, gerade für junge Familien in einen vom Zeit- und Materialaufwand vertretbaren Rahmen, möglich. Eine Besichtigung einer in Betrieb befindlichen entsprechenden Anlage in Schottenstein ist vorgesehen.

Erneut standen auch Stellungnahmen zum Bau von Anlagen zur Gewinnung von Erneuerbaren Energien zur Debatte. Neben der Freiflächen-Solarstromanlage bei Hebendorf ging es vor allem um die geplante Einschränkung von Windkraftanlagen durch eine Änderung des Regionalplanes Main-Rhön. Der rigorose Ausschluss von Windkraftanlagen in bestimmten Gebieten behindert einen möglichen weiteren Ausbau der Windkraft in der Region Main-Rhön erheblich. Die Teilnehmer des Treffens befürworten vielmehr eine jeweilige Einzelfallprüfung. Oliver  Kröner und Klaus Mandery stellten klar, dass man nicht auf der einen Seite für regenerative Energien werben kann und dann einen absoluten Riegel vorschiebt.

Kurt Langer begrüßte die Aktivitäten der Biodiv-Initiative am Oktobermarkt-Wochenende zusätzlich zum Apfelfest die 1. Eberner Kräutertage abzuhalten. Der BN Ebern sieht die Belebung des Marktes in Richtung eines ökologischen Regionalmarktes als eine weitere Bereicherung für die Stadt Ebern.

Zum Abschluss des Treffens wies Alexander Hippeli auf die für Freitag, den 25.September, geplante Landschaftspflegemaßnahme nahe der Hetschingsmühle hin, zu der sich die Helfer ab 14.30 Uhr treffen. Am Sonntag, den 27.09. findet dann die Pilzwanderung mit Herbert Stang statt, die zusammen mit dem OGV Ebern angeboten wird.  Dazu trifft man sich um 9.00 Uhr am Rondell des Eberner Freibades.

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Bericht über das Monatstreffen vom 8. Juli 2009

Der 2. Vorsitzende des BN Ebern Alexander Hippeli begrüßte zum Monatstreffen in den Frankenstuben auch die beiden Betreuerinnen der Waldkindergruppe Sylvia Kopplinger und Carmen Schneider-Glomb. Zur Zeit besuchen 15 Kinder an den Freitagen die Waldkindergruppe. Durch den Wechsel einiger Kinder in die Schule können ab Herbst wieder neue Kinder aufgenommen werden. Nachfragen sind unter 09535/1310 bzw. 09531/6439 möglich.

Markus Brunnhöfer informierte über die seit vielen Jahren laufenden Projekte des LBV zum Artenschutz und zur Artenerfassung von Schleiereulen, Wasseramseln und des Uhu im ganzen Landkreis. Im Jahre 2008 konnte noch ein großer Bruterfolg verzeichnet werden. Der harte Winter 2008/2009 verursachte jedoch einen starken Rückgang der erfolgreichen Bruten.

Der BN Ebern wird versuchen, die Bereiche Ebern, Itzgrund und bis Maroldsweisach durch Kontrollen und Reinigungsaktionen der Schleiereulenkästen mit zu unterstützen. Vorgesehen sind aktuell Sommer-Kontrollen und, soweit erforderlich, die Reinigung der Kästen im Winter. In Ebern selbst gibt es vier Schleiereulenkästen. Problem ist, dass die Turmfalken sehr aggressiv sind und die Schleiereulen aus den Kästen verdrängen. Interessenten können unter 09531/1737 nachfragen.

Vorgesehen ist auch eine Uhu-Wanderung im Januar oder Februar.

Die seit 2007 durchgeführte Landschaftspflege auf den Pachtflächen des BN mittels dem BN Ebern gehörenden Schafen entwickelt sich grundsätzlich positiv. Die BN-Grundstücke sind jedoch auf Grund ihrer Hanglage schwierig zu bewirtschaften. Dadurch ist auch die Betreuung der Schafe nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Die Arbeiten wurden bisher von Harald Amon, Alexander Hippeli und vor allem von Roland Steinrichter erledigt.

Beim von der Biodiv-Initiative kürzlich durchgeführten „Fest für die Natu r“ wurde für die Besucher eine Vielzahl von attraktiven Aktionen geboten. Das Fest hat die naturschutzfachliche hohe Bedeutung der ehemaligen Bundeswehrgrundstücke vielen Eberner Bürgern deutlich vor Auge geführt. Der BN Ebern wird daher die Biodiv-Initiative nicht nur ideell, sondern auch finanziell unterstützen.

Kurt Langer verwies auf immer mehr Materialien der Ortsgruppe, welche sich durch die vielfältigen Aktionen des BN, wie Amphibienschutz, Schafbeweidung, Infostände, Apfelfest usw. angesammelt haben. Der zur Verfügung stehende kleine Lagerraum ist nicht mehr ausreichend, so dass ein größerer Lagerraum, wie z.B. eine Garage gesucht wird.

Erneut stand eine Stellungnahme über die geplante PV-Freiflächen-Anlage bei Hebendorf in der Gemeinde Rentweinsdorf zur Diskussion. Eine Teilfläche der Anlage liegt in der Schutzzone des Naturparkes Haßberge. Eine Herausnahme dieser Teilfläche aus der Schutzzone sieht der BN Ebern als sehr problematisch an. Sie ist nur zu rechtfertigen durch eine Aufwertung der Fläche von intensiver landwirtschaftlicher Nutzung zu einem strukturreichen extensiven Wiesenbestand, außerdem muss eine Rückbaugarantie gewährleistet sein. Alexander Hippeli verwies zusätzlich auf die durch die Anlage mögliche Minderung der Treibhausgase, insbesondere von CO2-Emissionen.


Bericht über das Monatstreffen vom 13. Mai 2009

Klares Votum für die Errichtung von Photovoltaikanlagen und das Nahwärmenetz Ebern Solarstrom wird voll unterstützt

Ebern - Die Nutzung erneuerbarer Energien in Ebern standen im Mittelpunkt des monatlichen Treffens des Bund Naturschutz Ebern im Gasthof "Frankenstuben". Vorsitzender Harald Amon konnte dazu auch mehrere Mitglieder des erweiterten Vorstands begrüßen.

Der Bund Naturschutz begrüßt die Bestrebungen, in Ebern und Umgebung große Photovoltaikanlagen zur Gewinnung von Solarstrom zu errichten. Sowohl Anlagen auf großen Dächern als auch auf bisher intensiv genutzten Ackerflächen leisten einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung ohne Atomkraftwerke. Die aktuell veröffentlichen Zahlen des Bundesumweltministeriums zeigen auf, dass im Jahre 2008 schon fast 15 Prozent des gesamten Bruttostromverbrauches aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde.

Der Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz Haßberge, Dr. Klaus Mandery, sagte bei den anstehenden Verfahren grundsätzlich positive Stellungnahmen des Bund Naturschutz zu.

Kurt Langer berichtete von einem Bericht der Fachzeitschrift PHOTON, welche den Ertrag von Biomasse gegenüber Photovoltaik untersuchte. Die auf einem Hektar in einem Jahr erzeugte Biomasse reicht aus, um einen Pkw mit Biodiesel 21 500 Kilometer fahren zu lassen. Mit der auf der gleich großen Fläche erzeugten Menge an Solarstrom von über 500 000 Kilowattstunden kann der Pkw dagegen 3,25 Millionen Kilometer, also 147 Mal weiter als mit Biodiesel fahren. Der Landschaftsverbrauch durch Biomasse auf den Feldern ist also wesentlich höher als bei Photovoltaik.

Nachdem in Ebern auch viele große Dachflächen für Photovoltaik zur Verfügung stehen, wird Jörg Röder die Errichtung von Bürgersolaranlagen initiieren. Solche Anlagen gibt es in der näheren Umgebung von Ebern schon mehrere, u. a. in Hallstadt.

Für Standort Kaserne

Harald Amon informierte über den Stand des Aufbaus eines Nahwärmenetzes in Ebern. Der Bund Naturschutz ist enttäuscht, dass der Stadtrat in der März-Sitzung keine Entscheidung für eine in die Zukunft gerichtete Wärmeerzeugung mit einem hohen Solarwärmeanteil getroffen hat.

Der hohe Solaranteil der Variante 5 mit der Nutzung der vorhandenen Heizzentrale in der Kaserne gewährleistet über Jahre hinweg einen relativ stabilen Wärmepreis für die Abnehmer. Außerdem ist der Standort in der Kaserne nicht so nah an großen Siedlungsgebieten wie der am ehemaligen Bahnhof. Sowohl die Anfuhr des Brennmaterials als auch die Emissionen sind in der Kaserne mit weniger Problemen behaftet.

Der Eberner Stadtrat hat vor zehn Jahren schon einmal nach langen Diskussionen sich nicht für eine entsprechende Anlage entschieden. Begründung war damals der höhere Preis auf Grund des Wegfalls von zehn Prozent Förderung. Die damals genannte höhere Investitionssumme von 200 000 Euro hätte sich auf Grund der Energiepreissteigerungen der letzten Jahre schon nach kurzer Zeit amortisiert.

Durch die falsche Entscheidung des Stadtrates im Jahre 1999 mussten sowohl öffentliche Verwaltungen, Firmen als auch Bürger in den letzten Jahren unnötig höhere Energiepreise bezahlen.

"Fest für die Natur"

Ein weiteres wichtiges Thema waren die Vorbereitungen des "Festes für die Natur in Ebern" am Wochenende vom 19. bis 21. Juni durch die Biodiversitätsinitiative Ebern (Biodiv-Ebern). Der BN wird diese Veranstaltung voll unterstützen, da diese eine sinnvolle Möglichkeit der Teil-Nutzung der ehemaligen Kaserne aufzeigt. Neben den naturschutzfachlichen Aktivitäten des GEO-Tages der Artenvielfalt mit Experten werden im Rahmenprogramm auch für Besucher interessante Ausstellungen, Führungen und Informationen angeboten. Die derzeit geplanten Veranstaltungen sind auch im Internet unter www.Biodiv-Ebern.de nachzulesen.


Bericht über das Monatstreffen vom 12.11.2008

Landschaftspflegemaßnahmen, der Eberner Anlagenring und das in Planung befindliche Nahwärmenetz Ebern waren die wichtigsten Themen der monatlichen Sitzung des Bund Naturschutz Ebern.

Vorsitzender Harald Amon eröffnete die Sitzung mit einem Rückblick auf die Aktionen der vergangenen Wochen, wie das Apfelfest, die Streuobstbörse und den vom BN veranstalteten Fotowettbewerb.

Alexander Hippelie erläuterte den Stand der Landschaftspflegemaßnahmen auf den vom BN gepflegten Flächen. Der BN ist im Bereich Ebern seit vielen Jahren für 10 ökologisch wertvolle Flächen zuständig. Ziel dabei ist, die Flächen als Lebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Der BN erhält zwar bei einigen Flächen Zuschüsse nach dem Vertragsnaturschutzprogramm (VNP). Diese Zuschüsse decken aber die Kosten für die Pflege nur zu einem kleinen Teil. Auf zwei Grundstücken wurden Streuobstanlagen neu angelegt.

BN-Kreisvorsitzender Dr. Klaus Mandery berichtete von einer aktuell laufenden Aktion alle im näheren Bereich von Ebern befindlichen Streuobstanlagen detailliert zu erfassen. Dabei wurden schon über 400 Bäume per GPS kartiert und die Proben der Früchte werden u.a. mit Hilfe von anerkannten Pomologen (Obstbaumkundler) bestimmt. Durch die Vielfalt der, zum Teil der sehr alten und teilweise seltenen, vorgefundenen Obstarten, würde es sich anbieten, auch im Eberner Umland eine Obst-Sortenanlage anzulegen.

Der Wettbewerb zur Neugestaltung des Eberner Anlagenringes war das nächste Thema des Treffens. Harald Amon und weitere Teilnehmer berichteten über die seit Jahren geführten Gespräche im Arbeitskreis „Natur und Landschaft“ der Eberner Lokalen Agenda 21. Als Ziel wurde dabei immer genannt, ein Konzept für den gesamten Anlagenring zu erstellen und die Eberner Bürger dabei umfassend zu beteiligen und mit einzubinden. Nur dann identifizieren sich die Bürger mit dem Anlagenring und nutzen ihn auch.

Der Bund Naturschutz ist auch aktives Mitglied im LEADER-Projekt des Landkreises Haßberge. Das EU-Förderprogramm hat das Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“. Der BN unterstützt in diesem Zusammenhang alle Bemühungen der Stadt Ebern das Modellprojekt „Nahwärmenetz Ebern“ zu verwirklichen, in dem die Möglichkeit einer autarken Energieversorgung auf der Basis eines hohen Anteils erneuerbarer Energien erprobt werden könnte. Die geplante Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplung, verbunden mit dem Einsatz neuartiger Speichertechnik ist ein zukunftsweisender, innovativer Ansatz. Der BN hofft, dass das mit einer Machbarkeitsstudie beauftragte Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) die Studie möglichst bald der Stadt zur Verfügung stellen kann.

Der BN würde sich auch gerne weiter aktiv in das LEADER-Projekt „Haus der Artenvielfalt“ bzw. „Haus der Haßberge “ einbringen. Dabei handelt es sich um ein Informationszentrum, in dem die biologische Vielfalt, vor allem am Beispiel der heimischen Insekten, aber auch anderer Artengruppen dokumentiert werden. Bei einer Verwirklichung in Ebern könnte dieses Haus auch von auswärtigen Schulklassen und anderen interessierten Besuchern besichtigt werden. Die dabei notwendigen Arbeitsplätze würden der Stadt Ebern sicher gut tun.

Harald Amon gab zum Abschluss des Treffens verschiedene Termine bekannt. So findet am 01. Dezember um 19.00 Uhr in den Frankenstuben vom Diplom-Biologen Jürgen Thein ein Vortrag über die Wildkatze statt. In den nächsten Monaten sind Exkursionen zu Fledermausquartieren sowie die Pflege einer verbuschten Fläche bei Albersdorf geplant.

 

Treffen der Aktiven am 26.01.2008
in den Frankenstuben

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Bei einem Treffen der Aktiven des Bund Naturschutz Ebern, zeigte 1. Vorsitzender Harald Amon, anhand von Bildern, die vielfältigen Aktionen des BN Ebern im vergangenen Jahr auf. So begann das Jahr 2007 mit der Winter-Heckenpflegeaktion auf dem damals mit Schnee bedeckten Pachtgrundstück bei der Hetschingsmühle und endete mit der Jahreshauptversammlung mit Neuwahl der Vorstandschaft.

Dazwischen lagen verschiedene naturkundliche Wanderungen, wie Vogelstimmenwanderungen mit Dr. Werner Ullmann, Schmetterlingswanderung mit Bernhard Reiser, Waldführung mit Eberhard Ponader sowie Kräuter- und Pilzführung mit Herbert Stang. Die von Harald Amon durchgeführten zwei Veranstaltungen im Rahmen des Kinderferienprogramms der Stadt Ebern wurden von den Kindern in großer Zahl und mit Begeisterung aufgenommen.

Das nun schon zum dritten Mal in der Bramberger Mühle durchgeführte BN-Fest war wieder ein großer Erfolg. Harald Amon bedankte sich bei Irmgard und Hans Eichler für die zur Verfügungstellung der Räumlichkeiten und der leckeren Brotzeit aus eigener Herstellung.

Das Apfelfest im Rathaus am Oktobermarkt erforderte wieder einen hohen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer. Hier bedankte sich Harald Amon besonders bei Christa Meißner, welche die Organisation, wie bereits in den vergangenen Jahren, hervorragend bewältigte. Besonders gefordert waren viele Helfer bei der Zubereitung und Austeilung der lukullischen Köstlichkeiten am Intermusica-Abend "Rund um den Apfel". Gezaubert wurde bei der Aufteilung der für ca. 40 Personen vorbereiteten einzelnen Menüs, da über 80 Anwesende zufriedengestellt werden mussten.

In seinem Ausblick auf das Jahr 2008 ging Harald Amon vor allem auf die Nachwuchssorgen bei der von Sylvia Kopplinger und Carmen Schneider-Glomb so fachlich hervorragend und mit viel Begeisterung geleiteten Waldkindergartengruppe ein. Für die teilnehmenden Kinder ist das einmal wöchentliche, mehrstündige Erlebnis im Wald am Losberg ein prägendes Erlebnis. Als Ergänzung zum Angebot ihres Stammkindergartens haben Kinder dort die Möglichkeit, die Natur als vielfältiges Lernfeld und kreativen Spielort zu nutzen. An diesem Angebot interessierte Eltern können zum Testen einen Gutschein für eine 4-malige Teilnahme eines Kindes beim BN erwerben.

Die BN-Kindergruppe soll im Jahre 2008, nach dem beruflich bedingten Weggang ihrer Leiterin Djamyla Graci, in den nächsten Monaten, unter der Leitung von Schülerinnen, wieder aktiviert werden.

In den nächsten Monaten werden die Amphibienschutzzäune an den Straßen wieder aufgebaut und täglich von den BN-Aktiven betreut. Die zusammen mit Jugendlichen vom Obendrin durchgeführten Abholaktionen von Gartenholz werden 2008 in geänderter Form angeboten.

Der Junimarkt wurde in den letzen Jahren leider fast nicht mehr beworben, so dass logischerweise, sowohl weniger Fieranten als auch Besucher den Markt besuchten. Daraufhin wurde der Junimarkt auf Initiative der TWG vom Stadtrat Ebern, ab dem Jahre 2008, gestrichen. Der Marktplatz und damit die Innenstadt verlieren damit wieder, wenn auch einen kleinen auswärtigen Besucherkreis. Dem BN sind Aussagen von Fieranten bekannt, welche gerne auch zu einem kleineren Junimarkt nach Ebern kommen würden. Aufgrund der Freigabe für den Durchgangsverkehr wird die BN-Fahrradbörse am 15. Juni 2008 auf dem Parkplatz beim Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ) an der Eiswiese stattfinden. Am gleichen Tag feiert das SPZ den Tag der offenen Tür. Um die Attraktivität der beiden Aktivitäten zu erhöhen, ist vom BN beabsichtigt, regionale Produkte auf Ständen anzubieten.

Der BN Ebern ist seit 2007 Besitzer von Schafen, welche natürliche Landschaftspflege auf den BN-Grundstücken betreiben. Betreut wurden die Schafe dankenswerterweise von Hans Eichler.
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So konnten die BN-Aktiven beim Helferfest erstmals Lammgerichte genießen, welche von Gastwirt Jürgen Stahl köstlich zubereitet waren. Besonderen Appetit hatten diejenigen Helfer, welche am Nachmittag die Jahresaktivitäten 2008 mit der Winter-Landschafts-Pflegeaktion bei der Hetschingsmühle mit Säge, Axt und Gabel gestartet hatten.

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FT 27.11.2007

Hauptversammlung des Bund Naturschutz Ebern
am 23.11.2007 in der Rathaushalle Ebern

Der Bund Naturschutz in Ebern blickte auf 25 Jahre zurück und verwies auf vielfältige Aktivitäten im Bereich des Umweltschutzes. Der bisherige Vorstand wurde wieder gewählt.

VON UNSERER MITARBEITERIN Beate Dahinten

Ebern - Mit dem Verweis auf ein Jubiläum begann Vorsitzender Harald Amon seinen Rückblick bei der Mitgliederversammlung des Bundes Naturschutz (BN) Ebern.

Vor 25 Jahren schon haben sich die Naturschützer in und um Ebern organisiert. Aus dem Arbeitskreis Ökologie, gegründet im Januar 1982, ist eine BN-Ortsgruppe mit derzeit 348 Mitgliedern und Förderern geworden. Aber nicht nur zahlenmäßig hat sich die Gruppe gemausert. „Durch unsere vielseitigen Aktivitäten im Bereich Energie, Müll, Verkehr, der Agenda, Umweltbildung und praktischen Naturschutz haben wir große Erfahrung gesammelt können und uns im hiesigen Raum etabliert“, sagte Amon.

Am stärksten ist der BN vertreten in Ebern selbst (210 Mitglieder und Förderer) sowie in den Marktgemeinden Rentweinsdorf (46) und Maroldsweisach (46). Betreut werden außerdem die Gemeinden Untermerzbach, Pfarrweisach, Ermershausen und Kirchlauter.

Im Bericht des Vorsitzenden durfte natürlich das heiße Eisen Konversion nicht fehlen. Amon legte noch einmal die Haltung des BN dar. Im Herbst 2005 habe der erweiterte Vorstand erklärt, keine Einwände gegen eine Konversion unter dem Motto „Natur und Technik“ zu haben.

„Nach Einsichtnahme in die Pläne im Februar 2006 mussten wir jedoch feststellen, dass die geplante 360 Tage intensive Nutzung empfindlicher Bereiche zu erheblichen Beeinträchtigungen der Natur führen würde“, sagte Amon. „Der BN als Naturschutzverband musste hier Position beziehen.“ Momentan setze sich der BN für eine möglichst breite, europaweite Ausschreibung ein, die nicht nur die Nutzung als Motorpark beinhaltet. „Damit setzen wir auch unsere konstruktive Haltung fort.“

Ein nicht minder aktuelles Thema ist gerade auch für die Naturschützer die Klimaerwärmung. Der BN Ebern begrüße die Initiativen zum geplanten Eberner Wärmenetz, „die wir sicher am Runden Tisch und der Agenda 21 mit angeschoben haben“, so Amon. Zu diesem Thema werde man in der nächsten Zeit verstärkt Gedanken und Informationen einbringen.

Landschaftspflege, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit gehörten zu den Schwerpunkten in der zurückliegenden Amtsperiode des Vorstands. So hat der BN Ebern nicht nur ein großes Grundstück, sondern mittlerweile auch vier Schafe erworben. „Die Tiere sollen uns bei der aufwändigen Pflege helfen“, sagte Amon.

Positiv überrascht sei man über die hohe Resonanz auf die Familienwanderung. Die seit zwei Jahren bestehende Waldkindergruppe des BN Haßberge hingegen würde sich über weitere Kinder freuen.

Mit verschiedenen Exkursionen, festen Veranstaltungen wie der Fahrradbörse, dem BN-Fest an der Bramberger Mühle und dem Apfelfest beim Oktober-Markt „sind wir vielfältig am Eberner Leben beteiligt“, so Vorsitzender Harald Amon.

Bericht über Vorstandssitzung vom 05.11.2007

Beim diesem Treffen der erweiterten Vorstandschaft der Ortsgruppe Ebern wurde unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Harald Amon u.a. über das Ansehen des Vereins in der Öffentlichkeit diskutiert. Nach der Satzung hat der BN das Ziel zu verfolgen, die natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen vor weiterer Zerstörung zu bewahren. Als gesetzlich anerkannter Naturschutzverband beteiligt er sich an Planungsverfahren und dringt auf den Vollzug der Gesetze. Die Negativdarstellung von Seiten der Stadt und anderen Personen fokussiert sich leider auf die vorgetragenen Bedenken gegenüber der Motorsportnutzung des ehemaligen Bundeswehr-Übungsplatzes.

Dabei wird immer wieder übersehen, dass der BN Ebern und seine Mitglieder eine außergewöhnliche Vielzahl von kostenlosen Dienstleistungen für die Bürger der Stadt Ebern erbringen.

Schriftführer Kurt Langer listete die vielfältigen Aktivitäten des BN in einer Übersicht auf. So locken z.B. das Apfelfest im Oktober und auch die Fahrradbörse am Junimarkt seit 15 Jahren viele auswärtige Besucher aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus nach Ebern.

Außerdem stellt der BN die Apfelpresse mit Zubehör den Schulen für Unterrichtszwecke zur Verfügung. Diese Maßnahmen dienen der Bewusstseinsbildung für den Wert des heimischen Streuobstes.

Bei Landschaftspflegemaßnahmen erbringen die Mitglieder praktischen Naturschutz. So werden das bn-eigene und die angepachteten Grundstücke bei der Hetschingsmühle teilweise seit fast 20 Jahren gepflegt und wertvolle alte Streuobstbestände freigelegt und erhalten. Dies ist ein Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Kulturlandschaft.

Das Angebot für Bürger, in Zusammenarbeit mit Jugendlichen vom Jugendzentrum Obendrin Gartenholz zur Grünschnittdeponie zu bringen, wurde in den vergangenen Jahren von vielen Gartenbesitzern genutzt.

Mitglieder des BN haben jeweils im Herbst auch an den Müll-Sammelaktionen im Rahmen der Agenda 21 an den Straßenrändern teilgenommen und damit zu einem besseren äußeren Erscheinungsbild der Stadt Ebern beigetragen.

Die kostenlose Bereitstellung von bei jedem Fahrplanwechsel selbst erstellten 3.000 Fahrplankärtchen für die Bahn- und Buslinien von Ebern nach Bamberg ist ein weiterer Service für die Eberner Bürger und wird von diesen immer wieder nachgefragt.

Herrichtung und Betreuung von Felsenkellern als Überwinterungsquartier für Fledermäuse durch die Mitglieder des landkreisweiten Arbeitskreises Fledermausschutz ist eine weitere praktische Naturschutzmaßnahme.

Einen großen persönlichen Einsatz erfordern auch der Auf- und Abbau, sowie die tägliche, sich im Frühjahr jeden Jahres über mehrere Wochen hinziehende Betreuung des Amphibienschutzzaunes bei Jesserndorf. In den vergangenen 25 Jahren wurden über 25.000 Tiere sicher über die Straße zu ihren Laichplätzen gebracht. Die Koordination dieser Aktion liegt in den Händen von Thomas Meisner. Neben dem Naturschutz dient diese Maßnahme zusätzlich auch der Verkehrssicherheit.

Zweiter Vorsitzender Alexander Hippeli erläuterte die Umweltbildungsmaßnahmen des BN. Mit ideeller und finanzieller Unterstützung des BN gab es in den vergangenen Jahren für Familien und Kinder mehrere Aktivitäten. Monatliche - fachlich geführte - Familienwanderungen in der Natur, wöchentliche Walderlebnistage für Kinder im Kindergartenalter, eine Krabbelgruppe und Treffen einer Kindergruppe rundeten das Angebot ab. Daneben bietet der BN im Rahmen des Kinderferienprogramms der Stadt Ebern von den Kindern stark nachgefragte Veranstaltungen an.

Informationsveranstaltungen u.a. zum Klimaschutz, zu Flugplatzplanungen im Itzgrund und zur Bio-Landwirtschaft werden von den Bürgern zahlreich angenommen.

Die Besichtigung einer Hackschnitzelheizanlage, einer privaten Pelletheizung und eines Blockheizkraftwerkes verbesserten das Wissen Eberner Bürger im Hinblick auf eine zukunftsfähige, vom Öl unabhängige Energieversorgung.

Im landkreisweiten LEADER-Projekt brachten sich Mitglieder des BN in Arbeitskreis-Sitzungen zum Thema Energie und sanften Tourismus mit Vorschlägen ein.

Mitglieder des BN sind seit Jahren im Arbeitskreis Natur und Landschaft der Kommunalen Agenda 21 der Stadt Ebern u.a. als Sprecher tätig.

Fachliche fundierte Vorschläge des BN zu Naturschutz- und Umweltschutzmaßnahmen in Bebauungsplänen in den vergangenen Jahren sind in der Zwischenzeit selbstverständliche Bestandteile derselben. So werden z.B. die vom BN vor Jahren vorgeschlagene Umstellung der Straßenbeleuchtung von Weiß- auf Gelblicht aus Kosten- und Energiespargründen nunmehr Zug um Zug umgesetzt.

Die angebotenen naturkundlichen Spaziergänge mit Weitergabe von Wissen über die Zusammenhänge in der Natur werden von den Bürgern gerne und zahlreich angenommen.

So organisiert der BN Vogelstimmenwanderungen unter der Führung von Dr. Werner Ullmann, Pilz- und Kräuterführungen unter der Leitung von Apotheker Herbert Stang, sowie Waldführungen mit Eberhard Ponader und Schmetterlingswanderungen mit Bernhard Reiser. Alle diese Veranstaltungen sind für die Bürger kostenlos!

Der BN Ebern ist auch erste Ansprechstelle für die Bürger bei Fragen des praktischen Naturschutzes. Sei es bei Fragen zu Igeln, Fledermäusen, Amphibien, Insekten, Vögel und andere Tiere.

Viele der oben beschriebenen Aktivitäten für die Bürger der Stadt Ebern führt der BN nun bereits seit nunmehr 25 Jahren gerne, uneigennützig, ehrenamtlich und selbstverständlich durch.

Die nachfolgend aufgeführte Stellungnahme aus dem Munde des ehemaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber am 25.11.2006 ermutigt sowohl die Vorstandschaft, als auch seine beim BN Ebern angemeldeten fast 400 Mitglieder sich weiterhin für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Pflanzen und Tieren einzusetzen:

„Der Bund Naturschutz ist Vorbild und Vorreiter für einen von vielen Bürgerinnen und Bürgern aktiv gelebten Natur- und Umweltschutz. Er ist ein wertvoller Kristallisationspunkt für vielfältiges ehrenamtliches Engagement.

Ihre Mitglieder – ob Jung oder Alt – investieren viel Lebensenergie und –zeit, um unsere bayerische Landschaft zu gestalten und die Fauna und Flora unserer Heimat zu bewahren.

Dieses Engagement ist ein Segen für unsere Umwelt und für unsere gesamte Gesellschaft. Unser Land braucht Menschen, die unsere Natur als Gestaltungsraum wahrnehmen.

Wir alle brauchen ökologische Seismographen wie Sie, die uns für den Wert unserer Schöpfung und für die Belange des Natur- und Umweltschutzes sensibilisieren.

Bürgerinnen und Bürger wie Sie, die Verantwortung übernehmen und anpacken, verkörpern unsere aktive Bürgergesellschaft“

 

Neue Presse 22.03.2007

EHRENAMTSEHRENZEICHEN FÜR HARALD AMON

Engagement des Eberner Naturschützers gewürdigt / Viele Aktionen auf den Weg gebracht: Von Krötenwanderung bis hin zum Apfelfest 

Dem Umweltschutz vielerlei Gesichter gegeben

Große Ehre für Harald Amon. Dem „Motor“ des Bund Naturschutz wurde am Mittwochvormittag im Landratsamt Haßberge die Ehrennadel des Bayerischen Ministerpräsidenten für im Ehrenamt tätige Frauen und Männer verliehen. Der stellvertretende Landrat Heinz Krönert würdigte dabei die Verdienste Amons für den Umweltschutz.

HASSFURT/EBERN - Die Kröten fänden es gut. Könnten sie reden, dann würden sie die Ehrung, die Harald Amon, am Mittwoch entgegennehmen konnte, sicher begrüßen. Sie würden den Naturschützer in den höchsten Tönen loben und besonders seine großen Verdienste um ihre Art hervorheben. Vielleicht würde sogar der Satz fallen: „Harald Amon ist unser großer Lebensretter.“
Der Vorsitzende des Bund Naturschutz in Ebern hat nämlich in Sachen Kröten den Artenschutz in die Hand genommen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Auf seine Initiative gehen die Schutzzäune zurück, die alljährlich auf der Staatsstraße zwischen Gemünd und Jesserndorf dafür sorgen, dass die Kröten nicht unter die Räder der vorbeifahrenden Pkw und Lkw kommen. Per Hand werden sie von Harald Amon und anderen Helfern sicher auf die andere Straßenseite gebracht.
„Tausenden von Tieren blieb dadurch der Tod erspart“, lobte Heinz Krönert, nicht nur stellvertretend für den urlaubenden Landrat, sondern quasi auch für die Kröten den engagierten Naturschützer. Dass er vom Bayerischen Ministerpräsidenten das Ehrenzeichen fürs Ehrenamt verliehen bekam, lag aber nicht nur am Einsatz für die glitschigen Tiere. Harald Amon ist ein echter Tausendsassa in Sachen Umweltschutz.
„Es braucht immer jemanden, der vorangeht und das sind sie“, lobte Krönert in einer Feierstunde den Geehrten. Naturschutz in und um Ebern ohne Harald Amon, das ist gar nicht vorstellbar. Der Geehrte gibt nicht nur dem Ehrenamt ein Gesicht, wie es der stellvertretende Landrat ausdrückte, sondern auch und vor allem dem Naturschutz viele. Zum Beispiel mit seinen Wanderungen, die er seit 2001 mit Kindern im Rahmen des Eberner Ferienprogramms unternimmt. „Durch ihre ruhige und lehrreiche Art gewinnen die Kinder spielend ein positives Verständnis für viele Zusammenhänge in der Natur“, sagte Krönert. Auch das alljährliche Apfelfest im Oktober trägt die Handschrift von Harald Amon. Eine Attraktion, die Ebern von anderen Städten abhebt und immer wieder viele Besucher zum Oktobermarkt lockt.
Darüberhinaus ist er der geistige und organisatorische Vater vieler Aktionen der Bund Naturschutz-Gruppe in Ebern. Sei es die Abholung von nicht mehr verwendbarem holzigen Schnittgut zweimal im Jahr, die Säuberungsaktion an Straßen und Gewässern im Herbst oder die Pflege zweier Grundstücke, die der Bund Naturschutz im Gebiet Hetschingsmühle-Hasenschrei südlich von Ebern erworben hat. Harald Amon hilft immer in vorderster Reihe mit.
Und das nicht erst seit ein paar Monaten oder Jahren. Schon 1991 hinterließ der engagierte Naturschützer seine ersten Spuren. Auf seine Anregung hin, initiierte der Bund Naturschutz in Ebern eine Aktion „Umweltschutz auf dem Friedhof“. In einer Broschüre und einer Ausstellung gab es Tipps zur Gestaltung von Grabesstätten. Ein Volltreffer, der bundesweit Nachahmer fand. „Der Landkreis ist, ausgehend durch ihre Initiative, beispielgebend für die Gestaltung der Gottesäcker geworden“, blickte der stellvertretende Landrat zurück.
Eine Vorreiterrolle nimmt der Landkreis auch in Sachen Fledermausschutz ein. Durch die Einrichtung von 14 Winterquartieren wurde der Bestand der Tiere gesichert. „Wir gehören heute zu den Gegenden in Deutschland, in denen es die meisten verschiedenen Arten von Fledermäusen gibt“, freute sich Krönert. Auch dies sei ein Verdienst von Harald Amon, der seit einigen Jahren den Arbeitskreis Fledermausschutz leitet und Sorge dafür getragen hat, dass die Bestände im Landkreis genauestens untersucht und registriert wurden.
„Ehrenamt bringt materiell nichts ein, kostet aber oft viel Kraft und auch viel Zeit“, machte Krönert klar, dass ein Engagement wie das von Amon nichts Selbstverständliches ist. „Ihr Arbeiten und Wirken für den Natur- und Umweltschutz haben zur Verbesserung der Situation der heimischen Natur ebenso beigetragen wie zum Umweltbewusstsein der Landkreisbevölkerung.“ Mit seinem Einsatz sei er ein Vorbild. Viel zu oft würden heutzutage dem Satz „Da helfe ich gerne mit“ keine Taten folgen. „Ihr Wirken kann Ansporn sein für andere auch tätig zu werden.“
Das hofft auch Harald Amon. „Die Auszeichnung ehrt mich, aber sie steht auch für die Helfer, ohne die es nicht funktionieren würde“, erklärte der Naturschützer. Genau an diesen Helfern mangelt es aber inzwischen manchmal. „Ich würde mir vor allem wünschen, dass sich Familien mit Kindern aufraffen und mal mitmachen.“ Zum Beispiel bei der Krötenwanderung. Die sei „ein tolles Naturerlebnis“.
Und wer weiß, vielleicht ist ja unter den neuen Helfern sogar einer, der irgendwann einmal in die Fußstapfen von Harald Amon tritt. Einer, der sich für den Naturschutz im Landkreis mehr als andere engagiert. Einer, über den dann irgendwann mal ein Landrat den Satz sagen kann, mit dem Heinz Krönert seine Laudatio am Mittwoch beschloss. „Sie haben sich diese Auszeichnung wirklich verdient.“ Das hätten die Kröten übrigens nicht schöner sagen können. heu
AmonHaraldEhrung01

Sein Name ist mit dem Bund Naturschutz in Ebern untrennbar verbunden. Für seinen großen Einsatz in Sachen Umweltschutz konnte Harald Amon (links) am Mittwoch das Ehrenamts -Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten aus der Hand des stellvertretenden Landrats Heinz Krönert entgegennehmen. FOTO: MARCO HEUMANN

 

 

 

 

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