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BUND
Naturschutz Ebern

Vollständiger Text des Aktionsprogramms
der Lokalen Agenda 21 Ebern

 

Neu-Gestaltung des Eberner Anlagenringes

FT 12.11.2008

Das Ringen um die besten Ideen Stadtpark   Der Agenda-Arbeitskreis „Natur“ spricht Empfehlungen für die Gestaltung des Eberner Anlagenrings aus. Die Landesgartenschau in Bamberg wird als große Chance gesehen.

VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED Ralf Kestel

Ebern - Die Gestaltungsvorschläge dreier Architekturbüros für den Anlagenring beschäftigten den Agenda-Arbeitskreis „Natur“ bei einer Zusammenkunft am Montagabend in den „Frankenstuben“. Trotz bisweilen heftiger Kritik an der bisherigen Vorgehensweise verständigte man sich auf eine Empfehlung, die den Stadtrats- mitgliedern als Entscheidungshilfe dienen könnte.

Eile ist geboten
Der Arbeitskreis wünschte sich, dass das Bamberger Büro Ammermann und Döhler zum Zug kommt, dass die Umsetzung in einem Drei-Jahres-Plan erfolgt, so dass der Anlagenring als Außenprojekt zur Landesgartenschau 2012 in Bamberg aufgenommen wird. Dazu sollten, hieß es, schnellstmöglich die notwendigen Schritte eingeleitet werden.

Was auch noch mehrfach gefordert wurde: Das Konzept sollte bei einer Bürgerversammlung vorgestellt werden, da es sich um ein „klassisches Thema“, so Thomas Meisner, handle. Einen „sensiblen Punkt, für alle Eberner – auch der nächsten Generationen“ sah auch Bund-Naturschutz-Kreisvorsitzender Dr. Klaus Mandery berührt.

Mandery kanzelte die bisherige Vorgehensweise als „kleinkariert“ ab und forderte „prinzipiell ein Gesamtkonzept“. Bei diesem müsse die Naturnähe nicht erste Priorität haben, weil „es sich ohnedies um eine künstliche Anlage handelt“. Vielmehr komme es auf die Gestaltungsvorschläge an.

Details wurden erläutert

Und weil es davon einige gibt in den drei Architekten-Vorschlägen, stellte Arbeitskreis-Vorsitzender Eberhard Ponader die Schwerpunkte und unterschiedlichen Nuancen heraus. Grundsätzlich fand es Ponader begrüßenswert, dass „Zeit bleibt, um die unterschiedlichen Vorschläge diskutieren zu können“. Die Entwürfe dienten zunächst nur dem Wettbewerb. Was dann letztlich umgesetzt werde, müsse der Eberner Stadtrat jeweils im Detail festlegen.

Als Kenner der Materie entpuppte sich Dieter Becker, ein in Albersdorf ansässiger Landschaftsarchitekt: Er bemängelte die ausgelobte Summe des Wettbewerbs, die auch schon von der Architektenkammer moniert worden war: „Mit 1000 Euro kann man sich ein Fahrrad kaufen, aber keinen Mercedes.“ Einen solchen Komfort hält Becker beim Anlagenring aber für angemessen. „So etwas kann kaum noch eine andere Stadt aufweisen.“ Becker hielt die unterschiedlichen Konzepte für „nicht vergleichbar“, die beteiligten Büros indes allesamt „für geeignet“. Sein Fazit: „Die Entscheidung fällt sicher aus dem Bauch heraus oder wer die bessere Lobby hat.“
 

„Das ist die Chance, sich an die Landesgartenschau 2012 in Bamberg anzuhängen.“

Dr. Klaus Mandery

Seiner Schätzung nach sind für den Anlagenring zwischen 600 000 Euro und einer Million nötig. „Deswegen ist auch eine Förderung notwendig.“ Bisher sind in der Finanzplanung der Stadt bis 2011 nur 110 000 Euro eingestellt.

Stadtrat Oliver Kröner plädierte auch dafür, „sich an die Landesgartenschau anzuhängen, aber nicht, wenn dabei eine Kostenerhöhung von 50 Prozent herauskommt“.

Sympathie-Punkte
Positiv Die Präsentation ihrer Pläne durch Elke Döhler im Stadtrat hat einige Mitglieder des Arbeitskreises überzeugt. Neben einigen pfiffigen Ideen gefiel Harald Amon die Betonung der Bürgerbeteiligung sowie der Ansatz, dass vom Anlagenring aus die Fortsetzung in Außenbereiche vorgesehen ist.

Unentschlossen Nicht auf die Landesgartenschau in Bamberg versteifen will sich Katharina Gerstenkorn, wenn es um die Umsetzung geht. Sie plädiert dafür, sich aus den drei Vorschlägen die besten Ideen „rauszupicken“.

Negativ „Sehr unglücklich“ findet Alexander Hippeli die CSU-Präsentation am heutigen Mittwochabend. „Dazu hätte auch die Stadt im Rahmen einer Bürgerversammlung einladen können.“

 

Aktion “Saubere Stadt Ebern”

Bilder von Aktion 2005

SauberesEbern01.10.2005 (3)a

Die vom Arbeitskreis „Natur und Landschaft“ der Lokalen Agenda 21 Ebern angeregte Säuberungsaktion hat die Stadt Ebern wieder „sauberer“ gemacht. Wie Ingo Hafenecker und Harald Amon nach Abschluss der Aktion feststellten, haben sich sowohl die Säuberungsaktionen der vergangenen Jahre, als auch das sogenannte Dosenpfand auf das Erscheinungsbild der Eberner Einfallstraßen positiv ausgewirkt.
Dies ist ein sinnvoller Beitrag von Bürgern für die Bürger der Stadt Ebern! An der diesjährigen Aktion haben die Feuerwehr Unterpreppach, der Anglerverein, das Jugendzentrum Obendrin, der Bund Naturschutz, die Pfadfinder und die Lebenshilfe mitgewirkt. Sehr erfreulich ist auch, dass sich alle Eberner Schulen beteiligten.
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Das Bild zeigt einen Teil der Helfer mit dem Ergebnis der Sammelaktion vom Samstag 02.10.2005. Erster von links Ingo Hafenecker, Zweiter von links Harald Amon

SauberesEbern01.10.2005 (9)a
Nach getaner Arbeit gab es wie jedes Jahr, die verdiente Brotzeit!

 

 

 

Bilder von der Aktion im Jahre 2004

 

FT 04.10.2004 Bei Verpackungen zugepackt 
Eberner Schulklassen und Vereine sammelten Unrat ein
EBERN. Die Schubkarren und Eimer waren schnell mit Müll gefüllt: Die dritte Landschafts-Säuberungsaktion des Arbeitskreises „Agenda 21 Natur und Landschaft“ fand an diesem Wochenende statt. Mit Handschuhen und Eimern ausgerüstet, begaben sich Schulklassen und Vereine auf Abfallsuche.
Die Schulen machten am Freitagvormittag den Anfang. Grund-, Förder-, Haupt-, und Realschule sowie die Lebenshilfe und der Jugendtreff beteiligten sich an der Aktion. Insgesamt mehr als 200 Kinder und Jugendliche waren unterwegs.
Die Lehrkräfte der Klasse 3b der Grundschule mussten aufpassen, dass die Kinder in ihrem Eifer nicht zu tief in den Wald liefen. Wie bei einer Schatzsuche drehten sie Baumstämme um und gruben in der Erde nach alten Fließen-Stücken.
„Wer selbst einmal mitgesammelt hat, schmeißt nicht achtlos Müll weg“, erklärte Abfallberater Wolfgang Aull.
Neben der eigentlichen Säuberungs-Funktion stehe bei der Aktion deshalb gerade die Erziehung im Vordergrund, so Harald Amon vom Bund Naturschutz
.
Am Samstagmorgen trafen sich die Vereinsvertreter am städtischen Bauhof, um von dort aus in alle Himmelsrichtungen auszuschwärmen. Die Wasserwacht säuberte die Strecke nach Eyrichshof, die Pfadfinder brachen in Richtung Rentweinsdorf auf.
Der Obst- und Gartenbauverein gelangte über die Neubrückentorstrasse, der Bund Naturschutz über den Rückgrabenweg nach Sandhof. Der Anglerverein reinigte die Baunach und den Mühlbach von allerlei Unrat wie Autoreifen und Felgen.
Vor allem Verpackungs-Abfall und (pfandfreie) Getränkeflaschen wurden gesammelt. Die Dosen könne man im Gegensatz zur ersten Aktion von vor zwei Jahren an einer Hand abzählen, so Ammon. Der gesammelte Müll wurde getrennt und im Wertstoffhof entsorgt. sebs

FT 23.09.2004 Reine Natur – saubere Aktion 
In Ebern wird wieder zu großer Säuberungs-Initiative aufgerufen
EBERN.
Die Natur braucht meist die Hilfe des Menschen, um sich von dessen Müll zu befreien. Deshalb startet am Samstag, 2. Oktober, um 9 Uhr , zum dritten Mal eine örtliche Landschafts-Säuberungsaktion.
Die jeweiligen Streckenabschnitte verteilte der Arbeitskreis „Agenda 21 Natur und Landschaft“ bei einem Treffen am Dienstag an die teilnehmenden Vereine und Schulen. Für einige Gebiete werden noch freiwillige Helfer gesucht.
Der Name „Agenda 21“ bezeichnet ein im Juni 1992 auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung von 179 Nationen unterzeichnetes Schlussdokument. Ziel dieses weltweiten Aktionsprogramms ist es, die ökonomischen, sozialen und ökologischen Lebensgrundlagen für jetzige und künftige Generationen durch eine nachhaltige Entwicklung der Menschheit zu sichern.
Nachhaltigkeit beginnt auf kleinster Ebene: In Ebern kann dies leider auch bedeuten, „Bulldog-Reifen aus der Baunach zu fischen“, wie Justus Vogt vom Angelverein weiß. Er und sechs weitere Vertreter verschiedener örtlicher Vereine und Schulen organisieren die anstehende Landschafts-Säuberungsaktion.
„Es war uns ein Anliegen, dass hier mal was gemacht wird. Wir wollten nicht nur darüber reden,“ erklärte Ingo Hafenecker vom Bürgerverein, warum die Aktion vor drei Jahren ins Leben gerufen wurde.
„Und man hat beim ersten Mal auch deutlich gesehen, dass das nötig war,“ erinnerte sich Irmgard Morgenroth von der Wasserwacht. Die Müllsäcke füllten sich schnell, auch weil es damals noch keine vom Landkreis organisierte Aktion gab.
Einige Bereiche seien jedes Jahr sehr verschmutzt gewesen: Am Rande des Fußgängerwegs nach Eyrichshof zum Beispiel, würden jedes Jahr haufenweise Schnapsfläschchen gefunden.
„Gegenüber den letzten Jahren wurde es aber insgesamt sauberer,“ so Morgenroth. Die Ursachen für die Besserung sahen die Organisatoren nicht nur in der „Konkurrenz-Stellung“ zur Landkreis-Aktion: Vor Allem die Erziehungsfunktion bei den Schulkindern wird groß geschrieben. So binde man die Schulen extra derart ein, dass sie ihren jeweiligen Bereich säubern, erläuterte Harald Amon vom Bund Naturschutz. Die Realschüler zum Beispiel, seien deshalb für das Gebiet um das Rondell, die Parkplätze und die Tennisplätze eingeteilt.
Neben der Realschule wird sich auch die Grund-, Haupt- und Förderschule sowie die Lebenshilfe an der Aktion beteiligen. Von der Wasserwacht, dem Bund Naturschutz, dem Obst- und Gartenbauverein und dem Bürgerverein hat man bereits Rückmeldungen erhalten.
Trotzdem seien noch nicht alle Gebiete vergeben. „Wir suchen noch Leute“, so Harald Amon. Hilfsbereite Vereine oder Personen sollen sich am Samstag, 2. Oktober, um 9 Uhr am städtischen Bauhof einfinden - mit Handschuhen und Eimern ausgerüstet.
Als Dankeschön wird den Helfern beim anschließenden Treffen im Rathaus eine kleine Brotzeit kredenzt. sebs

Über 30 Müllsammler waren am vergangenen Samstag 04.10.2003, trotz der regnerischen Witterung, mehrere Stunden im Stadtgebiet von Ebern unterwegs, um die Aktion "Saubere Stadt Ebern" im Rahmen der Lokalen Agenda 21 zu unterstützen.
Nachdem im vergangenen Jahr offenbar bereits ein Großteil der Altlasten aus den Vorjahren eingesammelt worden war, ist die Ausbeute in diesem Jahr etwas geringer gewesen. Dies zeigt aber auch, dass solche Aktionen für ein positives Erscheinungsbild der Stadt Ebern sehr wertvoll sind.
Die Grundschule einschließlich einer Förderklasse, die Hauptschule, die Realschule und der Jugendtreff "Obendrin" hatten bereits in den Vortagen einen Teil der Stadt vom weggeworfenen Müll befreit. Am Samstag waren unter der Leitung von Ingo Hafenecker, als Sprecher des Arbeitskreises "Natur und Landschaft" der Lokalen Agenda 21 Ebern , Mitglieder des Anglervereins, des Bund Naturschutzes, des Bürgervereins, der Pfadfinder und der Wasserwacht und weitere Bürger im Einsatz.
Der gesammelte Müll wurde, soweit es sich um verwertbare Stoffe wie Dosen, Glas, Holz und Kunststoffe handelte, im städtischen Bauhof sortiert und dann mit Unterstützung der Stadt zum Wertstoffhof gebracht. Dabei konnte festgestellt werden, dass deutlich weniger Plastikflaschen und Dosen als im Vorjahr eingesammelt wurden. Möglicherweise ist das bereits eine Auswirkung der seit Anfang des Jahres geltenden Pfandverordnung. Aufgefallen ist den Sammlern jedoch, dass vermehrt kleine Schnapsflaschen in der Landschaft lagen.
Ein besonders schwerer Umweltfrevel wurde in unmittelbarer Nähe zur Baunach an der Straße zur Hetschingsmühle vorgefunden. Dort war, in einem blauen Plastiksack versteckt, ein nicht einwandfrei schließendes Behältnis mit einer größeren Menge an Altöl geborgen worden.
Nach getaner Arbeit stärkten sich die Helfer im Rathaushof mit einer kleinen Brotzeit.  Dabei vermissten die Helfer jedoch ein kurzes Dankeschön eines offiziellen Vertreters der Stadt.
Die Vertreter des Arbeitskreises "Natur und Landschaft" werten die durchgeführte Aktion insgesamt als sehr positiv und werden sie im Herbst nächsten Jahres mit Sicherheit wieder organisieren.
Der Herbsttermin wurde im Gegensatz zum so genannten "Frühjahrsputz" anderer Vereine und Organisationen bewusst gewählt, da die verschiedenen Aktivitäten der Vögel und anderer Tiere im Herbst  wesentlich weniger als im Frühjahr gestört werden.
Die Organisatoren würden sich außerdem freuen, bei der nächsten Aktion weitere Bürger begrüßen zu können, welche ihre Stadt Ebern sauber halten wollen.

FT 11.02.2003

Mehr als Lippenbekenntnisse
Knetzgauer Bauausschuss beackerte das Feld der Kommunalen Agenda

KNETZGAU. Alles drin, was es braucht, um aus der Gemeinde Knetzgau einmal ein Naturparadies zu machen: Der Bauausschuss beriet am gestrigen Montag das Zweite Arbeitspapier der kommunalen Agenda 21, das Agenda-Beauftragter Gerhard Thein vorlegte.

von Brigitte Krause

Eines wurde ganz deutlich an diesem Nachmittag, den die Bauausschussmitglieder, sonst bei Ortseinsichten im Regen durchweicht, bei strahlendem Sonnenschein diesmal im Rathaus verbrachten: Das Arbeitspapier ist mit Herzblut niedergeschrieben. Und Gerhard Thein erwies sich bei der Diskussion um die Einzeplunkte als Kenner der Materie. Das Agenda-Papier schreibt verbindlich die Marschrichtung der Gemeinde fest, damit diese sich nachhaltig entwickelt. Es geht um das lebenswerte Umfeld, um das Energiesparen und um die Schonung natürlicher Ressourcen, was ein tiefgreifendes Umdenken erfordert.

Kein Verständnis für „Wildnis“ vor der Haustüre

Das wurde besonders deutlich, als es beispielsweise in der Diskussion um die naturnahe Pflege der vielen kleinen Grünflächen in der Gemeinde ging. Am Beispiel der Blumenwiese vor der Schule oder auch so mancher Böschung im Wohngebiet erläuterten Gerhard Thein und Bürgermeister Werner Schneider, dass viele Bürger kein Verständnis für „Wildnis“ aufbrächten. Gerade vor den Feiertagen breche der „Sauberkeitswahn“ aus. „Ziel und Traum“, so Thein, sei aber, 90 Prozent der gemeindlichen Grünflächen nur einmal im Jahr zu mähen.

Aufwändige Pflege kann nicht geleistet werden

Als Barbara Hein anregte, doch nicht nur Wiesenflächen anzulegen, sondern Farbakzente zu setzen, sprach Gerhard Thein den Kostenfaktor an. Bei besonderen Pflanzungen seien der Gemeinde in den nächsten Jahren wegen der gesamtwirtschaftlichen Lage die Hände gebunden. Schließlich geht es bei der Agenda auch darum, finanziell vertretbare Maßnahmen zu ergreifen. Intensive Pflege erfordert aber mehr Leute im Grüntrupp.

Im Hinblick auf die personelle Besetzung wies Thein darauf hin, dass es eigentlich in der Gemeinde einen eigenen Umweltbeauftragten brauche, der sich intensiv der Aufklärung der Bürger widme und auch vor Ort bei der Umsetzung berate. Etwa wenn es um die Ableitung von Dachwasser geht, das nicht in die gemeindliche Kläranlage fließen soll, sondern besser versickert. Entsiegelte Flächen statt Asphalt sind für beide Seiten, Bauherren und Gemeinde, auf Dauer billiger: „Wasser, das versickert, muss nicht teuer entsorgt werden“, so Thein. „Enormen Handlungsbedarf“ stellte der Agenda-Beauftragte auch für die gemeindlichen Stellflächen fest; es gebe fast keine, die wasserdurchlässig seien, doch: „Abwasser kostet Geld!“ Ähnlich teuer kommt die Gemeinde mit ihren gut 40 Gebäuden die noch mangelnde Überwachung des Energieverbrauchs: „Einsparpotenzial wäre da“, betonte Thein, der es am liebsten sähe, wenn ein Bediensteter der Gemeinde damit betraut würde, den Energieverbrauch konsequent zu überwachen – allerdings mit „Fingerspitzengefühl“, ohne die vielen ehrenamtlich tätigen Bürger in der Gemeinde vor den Kopf zu stoßen.

Die große Vielfalt von weiteren Punkten wurde im Bauausschuss außerdem ausführlich besprochen. Da ging es um die Verbreitung des geforderten Umdenkens in den Köpfen der Bürger mittels besserer Öffentlichkeitsarbeit (im Gemeindeblatt sollen einige Seiten für die „Werbung“ um nachhaltiges Handeln im Sinne der Agenda reserviert werden; die Gemeindebücherei soll Geld für Fachbücher bekommen).

Regenwasser lässt sich besser nutzen

Es ging neben der Siedlungsökologie (naturnahe Pflege der Grünflächen, entsiegelte Stellflächen) und dem Energie- und Klimaschutz auch um Trink- und Abwasser (sinnvolle Regenwassernutzung; Anschlussgrad an die Kanalisation am Beispiel Schwappach) sowie um das große Feld Abfall. Es sei nicht einzusehen, sprach Gerhard Thein ein großes Ärgernis an, dass die Plastikteile, die in den Friedhof (etwa für Kerzenlichter) mitgebracht würden, nicht auch wieder mit nach Hause genommen werden. Ihm und einigen Gremiumsmitgliedern lag eine Änderung der Friedhofssatzung schon am Herzen. Auch Bürgermeister Werner Schneider ärgerte sich über den Umstand, dass der Grünschnitt gedankenlos verunreinigt wird durch Glas und Plastik. Die Müllproblematik, unterstrich Schneider, sei ein Spektrum, bei dem „nicht genug aufgeklärt werden kann“.

Elisabeth Ambros bemerkte bei der Gelegenheit, dass sich der Müllvermeidungsgedanke eben immer wieder abnutzt und gute Anfänge, etwa das Bereitstellen von Kerzengläsern in der Kirche, wieder einschlafen: „Man muss dran bleiben.“

Robert Endres fügte an, dass die Kooperation verschiedener Kräfte und Gruppen in der Gemeinde in dieser Hinsicht angestrebt werden sollte, wobei nicht nur ihm und Bürgermeister Werner Schneider klar war: „Man braucht Leute, die sich engagieren.“

Doch es gibt auch Positivbeispiele im Agenda-Katalog, die in der Gemeinde schon recht gut laufen. Etwa die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes oder die Einbettung und Eingrünung der Kläranlage, dazu die umfangreichen Aufklärungsveranstaltungen für die Schüler und Interessierte.

Das soll auch angepeilt werden – wie Elisabeth Ambros anregte, vielleicht sogar in einer extra Bürgerversammlung – bei der noch laufenden Schwimmbadsanierung. Denn bei den Bürgern müsse durch Aufklärung noch mehr Verständnis geweckt werden für Sinn und Nutzen etwa einer Solaranlage oder eines Blockheizkraftwerks. Ein „Tag der offenen Türe“ ist nach dem Vorbild Kläranlage sowieso geplant, unterstrich Bürgermeister Schneider: „Die Bürger sollen sehen, dass solche Millioneninvestitionen auch wirklich etwas bringen.“ Nach der Vorberatung im Bauausschuss wird das zweite Arbeitspapier zur kommunalen Agenda 21 auch noch im Gemeinderat besprochen

Landschaftspflege durch “AK Natur und Landschaft “der Agenda 21 Ebern
Entbuschungsmaßnahme im Albersdorfer  Steinbruch

Entfernung von Buschwerk sowie von Kiefern, Lärchen und Birken
Gruppenbild der Helfer

Landschaftspflege durch AK der lokalen Agenda 21
Entbuschungsmaßnahme im Albersdorfer  Steinbruch

Am Samstag 16.11.2002 führt der Ak Natur und Landschaft  der lokalen Agenda 21 eine Landschaftspflegeaktion im Albersdorfer Steinbruch durch. Durch die Entbuschungsmaßnahme soll der ökologische Wert dieses Kleinods verbessert werden. Helfer sind zu dieser Aktion gerne willkommen.
In der kürzlich verabschiedeten Lokalen Agenda für die Stadt Ebern steht unter Landschaftsplanung das Ziel „Schutz und Neuschaffung von Lebensräumen für Tier und Landschaft“ mit der Umsetzung in Projekten zur „Sicherung von gefährdeten und schützenswerten Objekten“. Gemäß dieser Vorgaben beschäftigt sich der AK Natur und Landschaft seit zwei Jahren mit dem Projekt „Albersdorfer Steinbruch“.
Steinbrüche sind nämlich wichtige Sekundärlebensräume für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten  und gerade dort entstehen durch zeitlichen und räumlichen Wechsel von Abbautätigkeit und Auflassung  ein Strukturreichtum mit verschiedenen Biotoptypen.  Dies ist auch im Albersdorfer Steinbruch, wie eine „Tierökologische Untersuchung auserwählter Gebiete im Landkreis Hassberge im Jahre 2001“ durch den Bund Naturschutz Hassberge im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Hassberge belegt.
Allerdings wurde festgestellt, dass eine Erhaltung bzw. Verbesserung dieses Strukturreichtums eine Entbuschung bzw. Entfernung des Gehölzaufwuchses, besonders auf den umliegenden Blockhalten, notwendig macht. Damit würde eine stärkere Besonnung des offenen, sandigen Bereiches erreicht werden, die eine Vergrößerung besonders des faunistischen Artenspektrums erwarten lässt.
Deshalb wurde, zusammen mit der Stadt Ebern, die Besitzer des Steinbruches ist, ein Antrag auf Landschaftspflege gestellt, der nun am kommenden Samstag mit dieser Aktion umgesetzt werden soll. Mit dieser Entbuschungsmaßnahme, die auch mit dem Revierförster Herrn Gnannt abgesprochen wurde, sollen im zentralen Bereich des Steinbruches Kiefern, Lärchen und teilweise Birken entfernt werden, während die Weiden erhalten bleiben sollen.
Die Aktion geht  von 9.00 bis etwa 13.00 Uhr, zu der auch der Jagdpächter und der Albersdorfer Stadtrat Werner Riegel angesprochen wurden, und Helfer und Interessenten herzlich eingeladen sind. In Ebern ist um 8.45 auf dem Realschulparkplatz Treffpunkt. Benötigt wird eine wetterfeste Kleidung und Handschuhe. Beendet wird die Aktion mit einer Brotzeit. Anfragen können gerichtet werden an Claudia Kühnel 09531/942933 oder an Harald Amon 09531/1737.

FT 11.10.2002
Eberns Stadtrat akzeptiert das Aktions-Programm
Kommune im “Agenda 21”-Prozess in Unterfranken vorn dabei

EBERN. Fast sechs Jahre lang hatte man diskutiert, gefeilt und gestritten. am Mittwoch verabschiedete der Stadtrat offziiell das Aktionsprogramm für die “Lokale Agenda 21”.
CSU-Fraktionschef Franz Geuß und Zweiter Bürgermeister Jürgen Hennemann würdigten die Arbeit, die hinter diesem 24-seitigen Papier steckt.
Geuß merkte an, man solle weiterhin zwischen wünschenswerter Philosophie und machbarer Realität unterscheiden; und Hennemann machte darauf aufmerksam, dass dieser “Spiegel der Themen, die uns wichtig sind”, fortgeschrieben werden müssen. Manches sei bereits verwirklicht, vieles gelte es anzupacken.
Allgemein wird das Programm als “Selbstverpflichtung” von Stadtrat und Verwaltung angesehen, die Balance zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten im Auge zu behalten. Der Begriff “Nachhaltigkeit”, aus dem Wortschatz des Agenda-Koordinators Robert Herrmann ist nicht mehr wegzudenken, steht dafür.
Herrmann, wie auch Geuß sprachen sich dafür aus, die weitere Agenda-Arbeit künftig mehr in die Vereine, Gruppen und einzelner Bürger zu verlagern, weg von politsichen Entscheidungsgremien.
Jürgen Hennemann, der die geistige Urheberschaft der gesamten Agenda-Diskussion für seine Fraktion reklamierte, merkte demgegenüber an, dass die Zuarbeit der Stadträte unerlässlich gewesen sei. Der Informationsfluss von der Verwaltung zu den Arbeitskreisen habe nämlich nicht immer funktioniert. Die Bestellung eines “Umweltbeauftragten” in der Verwaltung werde dies verbessern.
Im Bezirk, so hatte Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer wenige Tage zuvor beim unterfränkischen Agenda-Tag erklärt, seien 100 der 305 kreisangehörigen Gemeinden bei der Umsetzung der “Agenda 21” aktiv. Die wenigsten jedoch hätten bereits ein fertiges kommunales Programm vorzuweisen.
Doch auch in Ebern ist man längst nicht am Ziel. Hehre Vorstellungen zu Papier bringen ist eines; (nachhaltig) Taten folgen zu lassen das andere.
eki

Aktion “Saubere Stadt” Herbst 2002

Ausbeute größer als erwartet - Viele Helfer - Schulen machen weiter

Beachtliche Resonanz fand die Säuberungsaktion am Samstag im Gebiet von Ebern und Unterpreppach. Harald Amon und Ingo Hafenecker freuten sich über 70 Helfer. Im Stadtgebiet sammelten Mitglieder des Anglervereins, der Pfadfinder, der Wasserwacht, des Blasorchesters und des Bürgervereins. Aber auch in Unterpreppach fand die Aktion rge Teilnahme. Die Mädchen und Buben der Kolpingsfamilie und die Ministranten waren einige Stunden unterwegs.
Zudem waren noch zahlreiche Nicht-Vereinsmitglieder engagiert. Die Eberner Schulen werden sich auch noch an dieser Aktion beteiligen. Grundschule, Hauptschule und Realschule sind in den nächsten Tagen unterwegs, um gedankenlos Weggeworfenes einzusammeln.
Dass die Aktion auch Sinn macht, sah man am Samstagnachmittag: Die Müllmenge war beachtlich und größer als erwartet.

Viel Müll fischten die Mitglieder des Anglervereins aus der Baunach

Bürgermeister Robert Herrmann, der die Aktion ebenso wie sein Stellvertreter Jürgen Hennemann tatkräftig unterstützte, bedankte sich bei allen Teilnehmern. “Es ist nicht selbstverständlich, dass Bürger eine solche Aktion durchführen. Daher ein großer Dank von der Stadt Ebern an alle Aktiven.”
Sichtbares Zeichen dieses Dankes war eine kleine Brotzeit für alle in der Rathaushalle.

 

 

FT 15.06.2002 Balance sensibler Bereiche
"Agenda 21"-Programm für Ebern steht - Nun ist Stadtrat gefordert

EBERN. "Nachhaltigkeit" ist eines der meiststrapazierten Schlagwörter der gesamten Diskussion, und langen Atem bewiesen diejenigen, die den "Agenda 21"-Prozess dato mitgetragen haben. Nach vier Jahren und ungezählten Sitzungen liegt nun ein beschlussreifes Aktionsprogramm vor.
von Eckehard Kiesewetter
Nicht viel mehr als eine Hand voll Vertreter der verschiedenen Arbeitskreise war es, die am Mittwoch gemeinsam mit "Moderator" Robert Herrmann die "Schlussredaktion" des 25 Seiten starken Programms übernahm.
Die Projektvorschläge, die sich auf verschiedenste Bereiche vom Stadtmarketing, Natur, Energie und Verkehr bis hin zu den Bereichen Abfall und "Eine Welt" erstrecken, wollen eine Balance zwischen Ökologie, Ökonomie und Sozialem schaffen.
Drei Arbeitsstunden bedurfte es, um die letzten Ergänzungen und Veränderungen, darunter auch Anregungen der Träger öffentlicher Belange, einzuarbeiten. Nun kann das Papier, eine Art Leitfaden für die Entwicklungen und Entscheidungen im
neuen Jahrtausend, dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden.
Der Bürgermeister sprach von einer "breitangelegten Betrachtung der Situation in der Stadt Ebern". Zur Zustandsbeschreibung komme die Formulierung von Zielvorstellungen und konkreten Projekten. Natürlich könne man ein derartiges Programm nicht von oben verordnen, vielmehr gelte es in einem breit angelegten öffentlichen Prozess nachhaltige Entwicklungen einzuleiten.
Wenn es sich hier auch um eine Schlussbesprechung handle, so bedeute dies nicht, dass die Agenda-Arbeitskreise damit ihre Arbeit einstellen. Vielmehr sollten die einzelnen Themen weiter behandelt und aktualisiert werden. Der Agenda-Beirat werde als zentrales Gremium weiterhin den Austausch pflegen und eine Fortschreibung von Projekten und Zielen im Auge behalten.
Der Bürgermeister rief die lange Genese in Erinnerung, die der Stadtrat im Januar 1997 mit seinem Beschluss eingeleitet hatte, ein "Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert" aufzustellen. Im Mai 1999 sei es gelungen, verschiedene Foren, darunter den "Runden Tisch Umwelt" und die Arbeitskreise Tourismus und Stadtmarketing zu einer großen "Initiative Ebern 2000" zusammen zu führen.
Vielseitiges Projekt
Das Aktionsprogramm berücksichtige die Organisation in der Verwaltung ebenso wie die Siedlungsstruktur, die Abfallwirtschaft, den Fremdenverkehr, den Schutz von Kultur, Natur und Landschaft sowie die Bereiche Familie und Soziales, um nur einige zu nennen.
Vorsitzender Harald Amon und Thomas Meisner von der Bund Naturschutz-Ortsgruppe, übergaben den Entwurf einer Landschaftsarchitektin für den Angerbachbereich um die Realschule. Weil der Bach infolge des Schulanbaus an dieser Stelle nicht mehr freigelegt werden könne, wäre es wünschenswert den Bach in seinem früheren Verlauf an der Angerstraße wieder freizulegen. Lob erntete die Initiative der Naturschützer, den alten Steinbruch am Albersdorfer Steinert entbuschen zu lassen.
Weiterhin lag eine Stellungnahme der Umweltbehörde am Landratsamt vor, die den Agenda-Entwurf im Rahmen der Anhörung von Trägern öffentlicher Belange bewertet hatte. Darin ging es um die "Wunschvorstellung" einen Agenda-Manager als ABM-Kraft womöglich in Vollzeit anzustellen.
Auch wenn die Agenda 21 eine Daueraufgabe sei, müsse dies an den mangelnden finanziellen Mitteln der Stadt scheitern, konstatierte Robert Herrmann. Es bleibe nichts anderes übrig, als die Arbeit mit den Mitteln der Verwaltung und mit Hilfe der Arbeitsgruppen in Angriff zu nehmen.
Ein weiteres Thema, das der Arbeitskreis Verkehr zur Sprache gebracht hatte, war die nochmalige Überprüfung der Salzstreuung im Stadtgebiet. Zweiter Bürgermeister Jürgen Hennemann stellte klar, dass eine reduzierte Salzstreuung alle drei Kriterien der Agenda erfülle: wirtschaftlich durch das Einsparen von Kosten, ökologisch durch die Schonung der Umwelt und sozial, weil die Räumdienste nachts nicht so viele Stunden auf der Straße verbringen müssten.
Christina Seebach-Künzel sprach die Gefahr an, der Fußgänger auf dem Marktplatz ausgesetzt sind. Vor allen der Kinder wegen forderte sie eine Querungshilfe. Auch Jürgen Hennemann unterstützte diese Forderung, während Robert Herrmann meinte, man könne weder Zebrastreifen noch Ampel anbringen.

 

Neue Presse 05.06.2001 (Auszug)

Verkehrsberuhigung in der Sölln

Agenda-Arbeitskreise halten am Ziel fest
Verärgert über den Bauausschuss

Ebern (ky)Das Interesse in der breiten Öffentlichkeit fehlt zwar noch. Trotzdem wird ständig daran gearbeitet, eine lokale Agenda für das Stadtgebiet zu erstellen und ein Aktionsprogramm zu erarbeiten, das einmal Grundlage in weiten Bereichen der Arbeit des Stadtrates werden soll.

Am Freitagabend trafen sich die Sprecher der verschiedenen Agenda-Arbeitskreise auf Einladung von 1.Bürgermeister Robert Herrmann im Sitzungszimmer der VG. Grundlage ihrer Beratungen war ein Protokoll über die Sitzung vom 23. April, in der der Bürgermeister vorgeschlagen hatte, das Papier „örtliche Agenda“ in „Aktionsprogramm“ umzubenennen.
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Hochzeitswiese anlegen
Ein wesentlicher Teil des Aktionsprogramms befasst sich mit der Natur und Landschaft. Ein Projekt könnte sein, so Harald Amon, eine Hochzeitswiese in Form einer Streuobstwiese anzulegen, auf der also jedes Hochzeitspaar einen Baum pflanzt. Alternativ könnte man das auch bei Geburten machen, schlug er vor. Denkbar wäre eine solche Anlage im Baugebiet „Mannlehen“.
In die Diskussion brachte Amon ferner die im Programm erwähnte Baumschutzverordnung. Eine solche Verordnung könnte für die Bürger auch ein Handicap sein, gab er zu bedenken. Gleicher Meinung war auch Bürgermeister Herrmann. Im Stadtbereich sei sehr viel Durchgrünung vorhanden, deshalb sei eine Baumschutzverordnung auch nicht notwendig. Wenn schon, sollte man das auf Gebiete wie den Eberner Anlagenring begrenzen. „Wenn man in den Siedlungsbereichen in die Freiheit der Verfügung des Eigentums eingreift, wird das sehr schwierig“, sagte er. Jürgen Hennemann nannte als Beispiel die Kellergasse in Ebern. „Da gehören Bäume zu den Kellern, da dürfen keine abgemacht werden“, sagte er. Wenn dort einmal ein Baum gefällt werden müsste, sollte sofort ein neuer gepflanzt werden.
Als grundsätzliches Ziel der Agenda sollte durchaus eine Diskussion über eine Baumschutzverordnung stattfinden, forderte Hennemann.
„Das sind doch keine Schulbuben“
Ein weiterer Teil des Aktionsprogramms befasst sich mit dem Thema „Siedlung und Verkehr“. Anlass für Jürgen Hennemann, seine Meinung zu Äußerungen kundzutun, die in einer Sitzung des Bauausschusses des Stadtrates (NP vom 11. Mai) gefallen sind. „Wie im Bauausschuss mit den Anliegen der Bürger umgegangen wird, ist eine Frechheit. Damit wird doch die gesamte Agenda-Arbeit in Ebern in Frage gestellt", schimpfte er und wandte sich entschieden gegen im Bauausschuss gefallene Äußerungen wie ,,hirnrissig", ,,Schaumschlägerei" oder ,,herausgeworfenes Geld". ,,Das sind doch keine dummen Schulbuben, die die Anträge gestellt haben, und die werden da abgebügelt. Da haben die Leute doch kein Interesse mehr, weiterzumachen", sagte Hennemann und wurde von den anderen Leitern der Arbeitskreise unterstützt. Anlass zu diesen Äußerungen- war ein Vorschlag des Agenda-Arbeitskreises ,,Verkehr und Siedlungsstruktur", im Eberner Baugebiet ,, Sölln " eine weitere Ausfahrt in Richtung Fierst zu schaffen. Voraussetzung dafür wäre aber, dass die Stadt das noch einzig freie Grundstück dafür erwerben würde.
,,Das war wirklich eine Frechheit", sagte Ingo Hafenecker und versicherte, dass die Mitglieder seines Arbeitskreises vor der Entscheidung gestanden hätten, die Arbeit einfach hinzuschmeißen. ,,So kanzelt man erwachsene Leute nicht ab", sagte Ernst Schwarzlose. In den Arbeitskreisen würden Vorschläge erarbeitet, würden Gedanken weitergegeben, über die sich dann Fachleute Gedanken machen sollten. ,,Da ist dann der Bauausschuss gefragt um zu entscheiden, was möglich ist Das ist nicht Aufgabe eines Arbeitskreises", sagte er und bedauerte, dass über dieses Thema offensichtlich keine sachliche Diskussion stattfinde.
Kosten für eine Ausfahrt sind einfach zu hoch
Gegen eine Ausfahrt. aus den Baugebiet ,,Sölln" sprach sich Bürgermeister Herrmann eindeutig aus. Die Kosten dafür wären einfach zu hoch, bei allem Verständnis für die Bewohner des ,,Flaschenhalses" Schönhengststraße. ,,Das kann man nicht verhindern, so etwas gibt es in allen Städten, dass gewisse Entwicklungen stattgefunden haben, die nicht vorhersehbar waren", sagte er und meinte damit die stärkere als bei der Planung vor vielen Jahren angenommene  Verkehrsbelastung. Er könne sich, so Herrmann weiter, jedenfalls nicht vorstellen, dass der Stadtrat eine solche Maßnahme ,,absegnen“ würde. Deshalb sollte man diesen Vorschlag auch aus dem Aktionsprogramm nehmen, ,,der ist nicht realisierbar".
,,Das ist- ein Projektvorschlag der muss eben im Stadtrat diskutiert werden", forderte Jürgen Hennemann und verwies darauf, dass es eben nur noch ein Grundstück gebe, um ein solches Vorhaben zu realisieren. Wenn das Grundstück verkauft sei, wäre das Thema sowieso gestorben. Harald Amon schlug vor, einmal grundsätzlich über die Entlastung der Schönhengststraße zu diskutieren und damit gleichzeitig über die Entschärfung der Verkehrssituation im Bereich des Siedlungsgebietes „Sölln“.
Doris Geuß hielt von einer Öffnung in Richtung Fierst jedenfalls überhaupt nichts. Wenn überhaupt, dann wäre nur eine solche in Richtung Kapellenstegsweg sinnvoll.

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FT 05.06.2001

Viel Papier und vage Aussagen

Agendabeirat in Ebern schafft in dreistündiger Sitzung wenig Greifbares 
EBERN. Der Agenda-21-Prozess erfordert eine Menge Geduld Im Meinungsfindungsprozess, Konfliktfähigkeit und ein gerütteltes Maß an Kompromissfähigkeit - besonders in Ebern.
Die letzte Sitzung des Agenda-2OO1-Beirat am Freitag war geprägt von der Zusammenführung der bisherigen Ergebnisse der Einzelarbeitskreise, die zu einem gemeinsamen Positionspapier zusammengefasst werden sollten. Der Prozess entwickelte sich zu einem Eiertanz zwischen Konkretisierung und vorläufig anonymer Verbindlichkeit.
Schon einige Dämpfer haben sich die vorwiegend ökologisch agierenden mit ihren „allzu forschen" Anträgen bei der Stadt eingeholt. Mehrere Verfechter einer besseren Umwelt haben das Handtuch bereits geworfen. Dank einiger Arbeitskreismitglieder mit endloser Geduld, zu denen auch Bürgermeister Robert Herrmann gehört, soll der mühsame und zeitaufwändige Prozess beharrlich weitergeführt werden.
Verletzungen der Agenda-Bestimmungen sollten irgendwie sanktioniert werden. Bei der Sitzung  am Freitag schwankten die Vorstellungen zwischen Ermahnung, Verwarnung, Geldbuße und Belehrung. Einsicht der Betroffenen wäre das Ideal. Nur: Der Weg zu diesem Ziel ist äußerst verschlungen.
Konkret beschlossen wurde am Freitag nichts. Bemerkenswerte Vorschläge gab es zu der Eberner Verkehrslenkung. Als verbesserungswürdig erwiesen sich der Knotenpunkt Streitsgarten, die zukünftige Verteilerspange und die Kreuzung Coburger Straße/Bahnhofstraße. Ökologisch gestaltet werden soll der Eberner Friedhof - wie allerdings wurde nicht gesagt.
Bemängelt wurde die Haltung der Eberner Polizeiinspektion, die Konflikten allzu oft zu Gunsten einer “Bürgernähe" aus dem Weg gehe. Inaktivität, oftmals begründet durch Personalmangel, wurde bekrittelt.
Nach dreistündiger (!) Beratung bleib ein Wust von Papier, in dem Maßnahmen so allgemein formuliert wurden, dass zum Verständnis in Klammem hinzugefügte Beispiele herhalten mussten, um die hehren Ziele zu verdeutlichen.  schm

        09. Oktober 2002 

         Kommunale Agenda 21
        der Stadt Ebern

                                   Aktionsprogramm
Der Eberner Stadtrat hat am 30. Januar 1997 beschlossen, auf der Grundlage des Beschlusses der Vereinten Nationen in Rio über Umwelt und Entwicklung, vom Juni 1992, für die Stadt Ebern eine "Lokale AGENDA 21" als Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert aufzustellen. Dabei war allen Beteiligten klar, dass sich eine zukunftsbeständige Entwicklung nicht per Programm oder Satzung von oben verordnen lässt.
Das kommunale Aktionsprogramm für eine zukunftsbeständige Stadt Ebern muss daher von einem möglichst breiten Konsens über die Richtigkeit der eingeschlagenen Zielrichtung getragen sein. Dieser Konsens kann nur durch eine fortgeführte Kultur des Dialoges zwischen Bürgerinnen und Bürgern, örtlichen Interessengruppen, ortsansässiger Wirtschaft, Kommunalverwaltung und Stadtrat erreicht werden. Der Agenda 21-Prozess soll auf eine nachhaltige Entwicklung unserer Stadt hinwirken. Das Aktionsprogramm soll dabei eine ausgewogene Balance zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten darstellen.
Bestehende Diskussionsforen, wie etwa der ehemalige "Runde-Tisch-Umwelt" und die Arbeitskreise aus dem 1998 durchgeführten Workshop "Tourismus- und Stadtmarketing" wurden in einer großen Auftaktveranstaltung am 18. Mai 1999 zur "Initiative Ebern 2002" zusammengeführt. Die Arbeitskreisleiter der "Initiative Ebern 2002" übernahmen dabei die Funktion des Agendabeirates, der die Beiträge aus den etwa 10 Arbeitsgruppen, die sich mit selbstgewählten Schwerpunktthemen befassten, sammelte, sichtete und in den Aktionsprogrammvorschlag einbaute.

Das Aktionsprogramm im Sinne der Agenda 21 gliedert sich in Ebern in folgende Schwerpunkte:
A)    Struktur des Agendaprozesses
B)    Organisation in der Verwaltung
C)    Tradition und Kultur
D)    Energie und Klimaschutz
E)    Natur und Landschaft
F)    Siedlungsstruktur, Bauen und Wohnen
G)    Verkehr
H)    Abfallwirtschaft, Entwässerung und Wasserversorgung
I)      Bodenschutz und Altlasten
J)     Tourismus, Stadtmarketing und Fremdenverkehr
K)    Familie und Soziales
 

A)    Struktur des Agendaprozesses

Der ehemalige Runde Tisch Umwelt wurde vom Stadtrat zum Agendabeirat für die Initiative 2002 bestimmt. Dieser soll die Erarbeitung der Agenda koordinieren. Dazu wurden Arbeitskreise gegründet, die Teilaspekte der lokalen Agenda bearbeiten sollen. Die Ergebnisse dieser Arbeitskreise werden regelmäßig im Agendabeirat zusammengefasst. Daraus entwickelt sich der Vorschlag für den Stadtrat zur „lokalen Agenda 21“ für Ebern.
Alle Veranstaltungen im Rahmen der lokalen Agenda sind für alle Bürger offen, der Agendabeirat, wie die verschiedenen Arbeitskreise, die sich zur Bearbeitung von Themenkomplexen regelmäßig treffen. Die Termine und Orte werden jeweils in den Tageszeitungen bekannt gegeben.
 

  • Arbeitskreise

    Die Arbeitskreise sind Kerninstrument der Bürgerbeteiligung und Ideenschmiede. Sie bringen Agendaprojekte auf den Weg, formulieren Ziele und bearbeiten die ausgesuchten Handlungsfelder. In den Arbeitskreisen sollen interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Repräsentanten verschiedener Institutionen, Vereine, Gruppen und Parteien zusammenkommen. Offenheit und Vernetzung sind wichtige Qualitäten für die Arbeitskreise. In jedem Arbeitskreis gibt es einen Sprecher und Stellvertreter, die den Arbeitskreis im Agendabeirat vertreten. Die Arbeitskreise sind z.B.:
  • Natur, Landschaft
  • Energie (Klima)
  • Verkehr - Siedlungsstruktur
  • Beschaffung, Abfall, Altlasten
  • Offener Kreis für „Eine Welt“
  • Tourismus - Arbeit, Wirtschaft, Fremdenverkehr
  • Familie und Soziales

  

 2.                 Agendabeirat
Der Runde Tisch Umwelt wurde 1998 vom Stadtrat zum Agendabeirat bestimmt. Dieser wurde durch die Arbeitskreisleiter und ihre Stellvertreter ergänzt. Der Agendabeirat trifft sich ca. alle 2 Monate. Er soll die Erarbeitung der Agenda koordinieren, die Arbeitsergebnisse der Arbeitskreise zusammenführen und deren Arbeit begleiten. Anträge und Vorhaben der Arbeitskreise werden hier miteinander abgestimmt.

    • Aufgaben sind:
      ·         Strukturerarbeitung und Festlegung
    • ·         Koordination der AK´s, Themenabsprachen
    • ·         Diskutieren von Handlungsschwerpunkten
    • ·         Berichte der AK´s entgegennehmen
    • ·         Ziele und Handlungsvorschläge der AK´s sammeln und zusammenfassen
    • ·         Projekte dem Stadtrat vorschlagen
    • ·         Öffentlichkeitsarbeit, Bildungsveranstaltungen anregen und betreiben
    • ·         Anbindung der Agendaarbeit an den Stadtrat gewährleisten
    • ·         Vorschlag für eine Lokale Agenda Ebern für den Stadtrat erstellen

    Der Agendabeirat soll auch die Brücke zwischen Politik und Agenda - Organisation sein. Daher sollten zum Beirat, wie bereits beim Runden Tisch Umwelt, Mitglieder der Stadtratsfraktionen eingeladen werden.

    3.                 Jährliche Zusammenkunft der Arbeitskreise in einem Bürgerforum

    Einmal im Jahr soll eine Zusammenkunft aller Arbeitskreise und deren Mitglieder stattfinden. Diese soll zum Austausch über Stand der Arbeit, Problemen usw. zwischen den Kreisen und Diskussion von übergreifenden Themen genutzt werden, sowie der Öffentlichkeitsarbeit dienen. Außerdem sollte das Treffen als Bürgerforum dienen, d.h. eine lockere, offene Zusammenkunft für den Austausch von Interessen, Meinungen und Informationen bieten. Vor allem Neulinge könnten sich hier ein Bild von der Agendaarbeit machen.

    4.                 Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit

    Der Agendaprozess in Ebern kann und soll nicht losgelöst von überörtlichen und regionalen Agendainitiativen gesehen werden. Deshalb soll insbesondere überprüft werden, in wieweit die Ergebnisse aus dem Agendaprozess des Landkreises Hassberge Anknüpfungspunkte für die Stadt-Agenda darstellen. Weiterhin sind gemeinsame Aktionen mit Agendagruppen in anderen Kommunen anzustreben, insbesondere in Bezug auf einen intensiven Erfahrungsaustausch.

    B)    Organisation in der Verwaltung

     1.Umweltschutz in der Stadt Ebern

    Neben dem Stadtrat ist bisher der Grundstücks- und Bauausschuss mit Fragen des Umweltschutzes in der Stadt Ebern betraut. Außerdem befassen sich verschiedene Arbeitskreise des Agendaprozesses mit dieser Thematik. Im Bereich der Verwaltung ist der Aufgabenschwerpunkt der Bauverwaltung angegliedert.

     Ziel:
    Der Stadtrat und der Grundstücks- und Bauausschuss sollen bei all ihren Beratungen und Beschlussfassungen den Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit in ihre Überlegungen einbeziehen. Es wird ein aktiver Austausch und die Weitergabe von Informationen zwischen Stadtrat und Ausschüssen und den Agendaarbeitskreisen angestrebt.
    Der Stellenwert des Umweltschutzes soll schon allein dadurch dokumentiert werden, dass der Grundstücks- und Bauausschuss in der Geschäftsordnung des Jahres 2002 in "Bau- und Umweltausschuss" umbenannt wird, um damit einen wesentlichen Aufgabenschwerpunkt dieses Gremiums auch nach außen erkennbar zu machen.

    Alle allgemein angesprochenen aber auch die konkret formulierten Ziele müssen sich in ihrer Umsetzung an den Möglichkeiten der Haushaltslage der Stadt Ebern orientieren.

    2.       Ansprechpartner für Agenda-21-Themen in der Stadt Ebern/VG Ebern

    Ansprechpartner für die AGENDA 21 und deren Koordinierung sind der

    1. Bürgermeister u. der Geschäftsleiter der VG Ebern. Im übrigen erfolgt der Verwaltungsvollzug in den jeweils zuständigen Sachgebieten der Verwaltungsgemeinschaft Ebern.

    Ziel:
    Bestellung eines Umweltbeauftragten. Dies ist notwendig, um den Umweltschutz in der Stadt Ebern zu forcieren und dessen Wertigkeit zu erhöhen.
    Dieses Ziel soll durch Umorganisation in der Verwaltung/Bauhof oder durch eine ABM-Stelle erreicht werden. Entscheidend muss sein, dass der/die Mitarbeiter(in) die Aufgabe aus Überzeugung ausfüllt.

    3.       Nachhaltigkeitsgesichtspunkte in Vereinbarungen zum Betrieb gemeindlicher Einrichtungen
    Bei der Anschaffung von Geräten und Ausstattung der städt. Einrichtungen wurde bisher vorrangig nach dem Prinzip Kosten/Nutzen entschieden. Auch bei Verträgen mit Dritten wurde überwiegend nach diesem Gesichtspunkt verfahren.

    Ziel:
    Ab sofort sollen alle neu abzuschließenden Verträge auf Nachhaltigkeits-gesichtspunkte überprüft werden. Bei der Neuanschaffung von Geräten und Ausstattung soll zukünftig nicht nur nach wirtschaftlichen sondern auch nach Gesichtpunkten einer nachhaltigen Bewirtschaftung entschieden werden.
    Bei Abschluss von Verträgen sollen Firmen, die nach umweltfreundlicheren Gesichtspunkten arbeiten – soweit dies nach den gesetzlichen Bestimmungen zulässig ist - bevorzugt berücksichtigt werden. Dies soll in den Ausschreibungen berücksichtigt werden.
    Folgende Kriterien wären insbesondere zu beachten:
    Beachtung der Umweltrichtlinien des öffentlichen Auftragswesens
    Bevorzugung von umweltverträglichen Produkten und Alternativen, auch bei geringen Mehrkosten
    Bevorzugung von schadstofffreien und abfallarmen Produkten beim Einkauf von Büromaterial
    soweit möglich Verwendung von Recyclingprodukten
    Anschaffung von Produkten aus heimischen Rohstoffen
    Verwendung von Nachfüllsystemen für Reinigungsmittel, Druckpatronen, Schmierstoffen etc.
    Verwendung von umweltschonenden Reinigungsmitteln und –verfahren bei der Reinigung gemeindlicher Einrichtungen
    Verwendung von umweltverträglichen Produkten, z.B. biologisch abbaubaren Schmierstoffen im Bauhof, Biotreibstoffen für städt. Fahrzeuge soweit technisch möglich

    • 4.         Umweltgesichtspunkte bei der Verpachtung städtischer Flächen
      Bisher wurden die Grundstücke i.d.R. öffentlich ausgeschrieben. Die Grundstücke wurden an die Meistbietenden verpachtet.
      Ziel:
      Bei der Verpachtung von städt. Grundstücken soll zukünftig neben dem Pachtpreis auch auf eine ökologisch sinnvolle Bewirtschaftung der Grundstücke geachtet werden. Gentechnisch verändertes Saatgut darf nicht verwendet werden. Dies wird durch entsprechende Formulierungen in den Pachtverträgen gewährleistet.
      5.       Öffentlichkeitsarbeit
      a) Presse- und Medienarbeit
      Ziel:
      Die Information der Öffentlichkeit in Sachen Nachhaltigkeit und örtliche Agenda 21 muss verstärkt werden. Die Stadtverwaltung gibt Informationen zum Stand der Agenda und zu Umweltthemen heraus. Die Zuarbeit, das Erkennen und die Vorlage von Themen durch die Verwaltung, durch Vereine, Arbeitsgruppen und auch durch Bürgerinnen und Bürger muss verbessert werden.
      Die Agendaarbeitskreise und der Agendabeirat informieren zusätzlich über die Agendaarbeit.
      b) Stadtbücherei
      In der städt. Bücherei sind verschiedene Publikationen zu den Themenbereichen Nachhaltigkeit, Ökologie, Ökonomie, Sozialbereich und Umweltschutz vorhanden.
      Ziel:
      Bei der Beschaffung von Fachbüchern sollen diese Themen vorrangig berücksichtigt und zusammenfassend dargestellt werden. Es sollen gezielt Informationsbroschüren von Ministerien bereitgestellt werden. Veranstaltungen / Ausstellungen zum Thema sollten verstärkt durchgeführt werden.
      c) Fortbildungen/Kurse - Umweltberatung
      Ziel:
      Zu den Themenbereichen "Lokale Agenda 21" sollen in der Stadt Ebern verstärkt Fortbildungen/Kurse, auch besonders für Mitarbeiter der Stadt, angeboten werden. Die Stadt bemüht sich um ein ausreichendes Angebot. Auch die örtliche Volkshochschule soll hierbei eingebunden werden. Es ist weiterhin anzustreben, mit dem Umweltbildungszentrum Oberschleichach zusammenzuarbeiten. Das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger soll gewürdigt und gefördert werden.
      Projektvorschläge:
      Schaffung einer Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement zu Themen der Agenda 21
      Würdigung umweltfreundlichen Verhaltens bei Betrieben
      Würdigung der Schulen für die Anlage und Pflege von Schulgärten
      Baumpflanzaktion für Privatgrundstücke, Beratung für eine durchgrünte Stadt; evtl. Zuschüsse der Stadt zu Pflanzaktion;
      Vergabe von Patenschaften für Bäche und Biotope;
      Jährliche Aktion: "Energiesparwoche" mit Informationsunterstützung;
      Prüfung, ob die Stadt Praktikantenplätze für das freiwillige ökologische Jahr anbieten kann;
      Für die Bevölkerung soll unter Federführung der VHS Ebern mit den Vereinen und Agendaarbeitskreisen ein jährliches Angebot zu Agendathemen erstellt, bekannt gemacht und durchgeführt werden (Agendaveranstaltungskalender).
      C)    Tradition und Kultur
      Die Stadt Ebern hat eine über Jahrhunderte zurückreichende Geschichte. Sie ist eingebunden in den fränkischen Kulturkreis.
      Ziel:
      Die vorhandenen kulturellen Elemente sollen gestärkt, gefördert und vorgestellt werden. Die Erfassung der örtlichen Sitten und Gebräuche soll aktualisiert und gepflegt werden. Soweit es Interesse gibt, ist die Reaktivierung fränkischen Brauchtums zu fördern. Fränkische Literatur und Sachbuchveröffentlichungen, vor allem für den engeren Eberner Raum, sind zu archivieren und zu fördern. Die Wertschätzung der - und Bindung an die eigene Region soll gefördert werden.
                Projektvorschläge und Bereiche die einer Förderung bedürfen:
      ·              Heimatkundliche Gesprächskreise
    • ·              Stadtfeste (Altstadtfest, Kirchweihen, Maibaumaktionen)
    • ·              Volksmusikgruppen
    • ·              Volkstanzgruppen
    • ·              Theatergruppen
    • ·              Vereinsleben (Bürgerverein)
    • ·              Heimatmuseum
    • ·              Stadtarchiv
    • ·              Ebernbuch neu herausgeben
    • ·              Jugend an die Tradition heranführen
    • ·              Handwerkliche und bäuerliche Traditionen erfassen
    • ·              Projektarbeit in den Schulen / Facharbeiten

    D)    Energie und Klimaschutz
    a) Energiespar- bzw. CO²-Minderungskonzept für die Stadt Ebern

    Die Stadt Ebern verfügt über ein Energiegutachten aus dem Jahr 1994.
    Ziel:

    Erkenntnisse aus dem Energiegutachten werden Zug um Zug umgesetzt.

    Der CO² Ausstoß der im Eigentum der Stadt Ebern befindlichen Gebäude soll festgestellt werden. Ein konkretes Energiespar- bzw. CO²-Minderungskonzept für die Stadt Ebern wird im Jahr 2002/2003 erstellt. Ziel ist die Verringerung des Energieverbrauches um jährlich 5 % bis 2005 und des CO² Ausstoßes um 30 % bis 2005.

    b) Energieverbrauch/Energienutzung in den städt. Einrichtungen
    Aufstellungen über den Energieverbrauch sind zum Teil vorhanden.
    Die Auswertung der Energiedaten von öffentlichen Gebäuden der Landkreis-Initiativgruppe „Energie und Ressourcen“ kann dabei eine erste Hilfestellung sein.
    Ziel:
    Der Energie- und Wasserverbrauch (Strom, Heizung, Trinkwasser) in den städt. Einrichtungen ist stärker als bisher zu überwachen. Vergleiche sind auch mit ähnlichen Einrichtungen anderer Kommunen (an Hand von Kennzahlen) anzustellen.
    Soweit erforderlich sind konkrete Energiesparkonzepte (Strom, Heizung, Wasser) für gemeindliche Gebäude anzustreben und umzusetzen. Die städt. Gebäude sollen vor-zeigbare Beispiele für die Bürger sein.
    Mittelfristig soll außerdem geprüft werden, inwieweit auch in der Stadt Ebern regenerative Energie (nachwachsende Rohstoffe, Sonne, Wind) einsetzbar ist.

    Projektvorschläge:

    Ein Pilotprojekt in einem städt. Gebäude ist anzustreben, z.B. die Grundschulturnhalle

    • Bei Neubau und Sanierungsmaßnahmen städt. Einrichtungen ist weiterhin zu prüfen, ob Energienutzung aus ökologisch sinnvollen Quellen, wie z.B. Blockheizkraftwerke, Solarenergie, Hackschnitzelheizung u.ä. möglich ist. Soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist, dürfen dafür gewisse Mehrkosten in Kauf genommen werden. Die jeweiligen Planungsbüros sind auf das städt. Aktionsprogramm hinzuweisen.
    • Für das städtische Freibad sollen Alternativen zur bisherigen Heizung gesucht/geprüft werden, z.B. Solarheizung.
    • Die Energienutzung an den Schulen soll sinnvoller gestaltet werden. Hier soll an das Verantwortungsbewusstsein der Hausmeister, Lehrer und Schüler gleichermaßen appelliert werden.
    • c) Kommunales Förderprogramm
      Ziel:
      Ziel der Stadt Ebern ist es, Maßnahmen der Energieeinsparung und Verbesserung der Luftreinhaltung auch finanziell zu unterstützen. Dies kann z.B. die Förderung von Solar- und Photovoltaikanlagen sein. Die städtische Förderung ist dabei nachrangig gegenüber anderen Förderprogrammen, z.B. auch bei einem Mehrfachförderverbot.
      Die Nutzung von Regenwasser für den privaten Verbrauch wird gestattet – Ausnahme-genehmigung vom Anschluss- und Benutzungszwang - jedoch finanziell nicht gefördert.
      Durch bessere Information sind die Bürger auf die kommunalen und staatlichen Förderprogramme hinzuweisen.
      Projektvorschläge:
    • Förderung von Solar- und Photovoltaikanlagen
    • Befürwortung der Einrichtung von Zisternen für Gartenbewässerung und Grauwassernutzung
    • Überprüfung und Förderung der Regenwassernutzung. Dabei ist den Bürgerinnen und Bürgern die Broschüre des Landkreises zur Regenwassernutzung bekannt und zugänglich zu machen. Weiterhin ist zur Grundwasserneubildung die Versickerung von Regenwasser auf den Privatgrundstücken zu fördern (vgl. auch P. Fa: Leitfaden zur nachhaltigen Bauleitplanung und Siedlungsentwicklung“

     E)    Natur und Landschaft
    Leitziele im Bereich Natur und Landschaft:
     

    • ·          Schonender Umgang mit unserer kleinräumigen Kulturlandschaft;
    • ·          ein nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit dem Naturhaushalt;
    • ·          Erhaltung und Verbesserung der Lebenssituation unserer Tier- und Pflanzenwelt;

     1.      Öffentliche Grünflächen
    a)Eberner Anlagenring
    Eine besondere Rolle für die Struktur des innerörtlichen Grüns spielt der um den Altstadtkern gelegene Anlagenring. Ihm kommt eine wichtige Naherholungs- und Ausgleichsfunktion gegenüber dem dicht bebauten Innenstadtbereich zu. Der alte Baumbestand stellt einen besonderen Wert dar und ist von großer Bedeutung für den Naturschutz und das Ortsbild. Er ist das „Naherholungsgebiet“ für die Eberner Bürger.
    Ziel:
    Der Anlagenring ist als Kulturgut und als Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze zu erhalten. Die Pflege der Anlage richtet sich nach landschaftsgärtnerischen und ökologischen Gesichtspunkten (Pflege, Düngung, Schnitt,...).
    Der Anlagenring soll in die Städtebauförderung aufgenommen werden. Es ist ein Ge-samtkonzept zu entwickeln, das die Zeitachse und die räumlichen Vernetzungen be-rücksichtig. Dabei ist sowohl fachlicher Rat einzuholen als auch die Bevölkerung ein-zubinden. Eine räumliche Weiterentwicklung des Anlagenrings in Siedlungsbereiche ist anzustreben. (Vernetzung nach außen).
    Projektvorschläge:

    • ·          Schulung von städtischen Mitarbeitern in Pflegearbeiten nach land-schaftsgärtnerischen und ökologischen Kriterien
    • ·          Übernahme von Pflegepatenschaften intensiv und extensiv gepflegter Flächen durch Vereine oder Privatpersonen (z.B. Rosenbeete)
    • ·          Bildung einer Konzeptgruppe "Anlagenring" bei Aufnahme in die Städtebauförderung
    • ·          Freihaltung des unmittelbaren Baunachgrundes von Aufforstungen und Bebauungen der verschiedensten Art
    • ·          Pflanzung von Einzelbäumen an Wegeeinmündungen, Wegkreuzungen usw.
    • ·          Eingrünung im Umfeld der Realschule und des Angerbaches

     b) Öffentliche Grünanlagen und Gebäude

     Die Stadt Ebern besitzt eine Reihe von Grünflächen und dazu einen Grünpflegeplan. Es gibt zahlreiche öffentliche Gebäude.

    Ziel:
    Der Grünpflegeplan ist nach ökologischen Gesichtspunkten fortzuschreiben (Pflegekonzept). Dies bedeutet, dass Flächen, die dafür geeignet sind, extensiver gepflegt werden (Reduzierung der Mähhäufigkeit, Verzicht auf Entfernen von Falllaub unter Sträuchern, Entwicklung von Krautsäumen an Heckenrändern, gezielter Erhalt von Totholz...). Reduzierung von versiegelten Flächen (Entsiegelung). Absoluter Verzicht auf Unkrautvernichtungsmitteln und reduzierter Einsatz von Mineraldünger; Einsatz umweltfreundlicher Maschinen; Anlage eines Baumkatasters; Diskussion einer Baumschutzverordnung.
    Projektvorschläge:
     

    • ·          Extensive Pflege größerer Grünflächen (z.B.Kläranlage, Friedhof,
      Gymnasiumstrasse, Parkplatz Dreifachturnhalle) vor allem durch
      Landwirte;
    • ·          Anschaffung geeigneten Geräts im Bauhof;
    • ·          Erkundung von Möglichkeiten für öffentliche Gebäude als Lebensraum und Rückzugsgebiet für Pflanze und Tier;
    • ·          Entsiegelungsmaßnahmen auf öffentlichem Grund;
    • ·          Anlage einer Hochzeitswiese als Streuobstwiese (z.B. Bereich "Mannlehen);
    • ·          Einbringung ökologischer Gestaltungsmöglichkeiten in die Schulhöfe;
    • ·          Eingrünung städt. Gebäude;
    • ·          Überarbeitung der Friedhofssatzung nach ökologischen Gesichtspunkten.

     2.         Landschaftsplanung:
    Die Stadt besitzt einen Landschaftsplan, der in den Flächennutzungsplan integriert ist. Es handelt sich hierbei um eine reine Bestandserfassung. Anregungen werden damit nicht umgesetzt.
    Ziel 1:
    Umsetzung des vorhandenen Landschaftsplanes; Fortschreibung des Landschafts-planes unter ökologischen Gesichtspunkten, in Abstimmung mit Vertretern von Um-weltverbänden, der Forst- und Landwirtschaft unter Einbeziehung der Agendaarbeits-kreise und der Bürger; Schutz und Neuschaffung von Lebensräumen für Tier und Pflanzen;

     Projektvorschläge:
    ·          Erfassung vorhandener Schutzgebiete (z.B. Naturdenkmäler, schützenswerte Landschaftsbestandteile, FFH-Gebiete, Felsenkeller), sowie Sicherung von gefährdeten und schützenswerten Objekten

    • ·          Erfassung der vorhandenen Tier- und Pflanzenarten
    • ·          Aufbau eines Biotopverbungsystems
    • ·          Herstellung und Ausweisung ökologisch wertvoller Flächen
    • ·          Anlegen eines Ökokontos

    Ziel 2:
    Sicherung
    einer vielfältigen Landschaft durch Landschaftspflegemaßnahmen;

    Projektvorschlag:
    ·           Umweltschonende Bewirtschaftung gemeindlicher Liegenschaften durch Landwirte;

    Ziel 3:
    Erhalt
    des offenen Charakters mit typischen Landschaftsformen / Landschaftsbildern; Maßvolle, naturschonende Einbindung der Siedlungsgebiete; Unterstützung der regionalen landwirtschaftlichen Entwicklung; 
    Projektvorschläge:

    • ·           Anlegen von Streuobstflächen
    • ·           Kurse für Obstbaumschnitt
    • ·           Landschaftspflegeverträge
    • ·           Spielplatz mit natürlichen Spiel- und Gestaltungsmöglichkeiten

     Ziel 4:
    Schutz der natürlichen Lebensgrundlage Wasser (Bereich Wasserschutzgebiete); Schutz und Erhaltung der Gewässer als Lebensraum von Pflanzen und Tieren; 
    Projektvorschläge:

    •  ·           Fortschreibung der Bewirtschaftungsrichtlinien für Wasserschutzgebiete
    • ·           Sicherung von Flächen in Wasserschutzgebieten durch Ankauf
    • ·           Gewässerpflegeplan für Gewässer 3. Ordnung
    • ·           Überprüfung der Salzstreuung auf städt. Straßen, Festlegung einer eingeschränkten Salzstreuung mittels Streuplan

     3.       Forstwirtschaft
    Die Nutzungsart Wald umfasst im Gemeindegebiet der Stadt Ebern ca. 4970 ha (1996), das sind 52,3% der Gesamtfläche. Diese Flächen gliedern sich in Staatsforste, kommunale Wälder, Stiftungs-, Körperschafts- und Privatwälder.
    Die im Bereich des Forstamtes Ebern praktizierte naturnahe Bewirtschaftung der Wälder trägt den Belangen des Natur- und Artenschutzes sowie der Wasserwirtschaft Rechnung, dient der Sicherung der Schutz- und Erholungsfunktion sowie der übrigen Wohlfahrtswirkungen des Waldes und liefert gleichzeitig den umweltfreundlich produzierten, nachwachsenden Rohstoff Holz. Staatswald und Kommunalwald haben eine besondere Verpflichtung zur Nachhaltigkeit!
    Folgende Maßnahmen sind dabei von besonderer Bedeutung:

    • ·           Nachhaltige Waldbewirtschaftung auf der Grundlage des Waldgesetzes für Bayern (BayWaldG)
    • ·           Erzeugung hochwertigen Starkholzes
    • ·           Boden- und bestandesschonende Holzernteverfahren
    • ·           Erhaltung und Vermehrung des Laubholzanteiles
    • ·           Langfristige Verjüngungsverfahren durch Naturverjüngung
    • ·           Langfristiger Bestandsumbau non Nadelreinbeständen in standortgemäße, stabile und artenreiche Mischwälder
    • ·           Verzicht auf Düngung und Chemieeinsatz
    • ·           Herstellung von an Waldökosysteme angepassten Wildbeständen und Beschränkung von Einzäunung auf das unbedingt notwendige Maß
    • ·           Landschaftsangepasste, arten- und strukturreiche Waldränder
    • ·           Erhaltung, Wiederherstellung wertvoller Biotope und artenreiche Fauna
    • ·           Belassen von Totholzanteilen
    • ·           Besondere Schutzmaßnahmen zugunsten einzelner gefährdeter Arten
    • ·           Förderung seltener Baumarten
    • ·           Generelle Einhaltung der PEFC-Kriterien und Beitritt zum PEFC (Pan European Forest Certification)
    • ·           Bei der Verpachtung von Jagdrechten ist dem Kriterium der waldfreundlichen Bejagung Vorrang vor einer Maximierung des Jagdpachterlöses einzuräumen

     Für den Bereich des Forstamtes Ebern liegt flächendeckend ein rechts-wirksamer Waldfunktionsplan vor.

     Ziel:
    Eine nachhaltige Bewirtschaftung der Stadtwälder muss weiterhin gesichert sein. Der Wertzuwachs in den Waldungen ist durch naturnahe Bewirtschaftung zu erreichen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Forstamt Ebern soll weiterhin beibehalten werden. Den Nachkommen ist ein intakter und ordnungsgemäß bewirtschafteter Wald zu hinterlassen.
    Förderung standortnaher Vermarktungsstrukturen.
     

    4.       Landwirtschaft:
    Die landwirtschaftlich genutzte Fläche im Gemeindegebiet umfasst etwa 3600 ha, das sind 38% der Gesamtfläche. Nicht in allen Gemarkungen wurden Flurbereinigungsverfahren durchgeführt. Topographie und Bodengüte erschweren in manchen Bereichen die Produktionsbedingungen.
    Ziel:
    Naturverträglich und ökologisch erzeugte Lebensmittel, möglichst vom Erzeuger auf kurzem Weg zum Verbraucher geliefert, können einen wertvollen Beitrag zur qualitativen Verbesserung bei der Versorgung der Bürger sowie zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und zum Schutz der Naturgüter Wasser, Boden, Luft leisten. Die Erhaltung und Pflege unseres Landschaftsbildes bedingen Maßnahmen der Landschaftspflege durch Landwirte.
    Projektvorschläge:

    • ·           Bauernmarkt in Ebern
    • ·           Direktvermarktung ab Hofstelle
    • ·           Die Nutzung staatl. Förderprogramme unterstützen

     F)    Siedlungsstruktur, Bauen und Wohnen
    a) Bauleitplanung
    Ebern mit seinen 7.600 Einwohnern gliedert sich auf einer Fläche von 95 qkm in 17 Ortsteile, die sich wiederum aus insgesamt 35 Weilern, Dörfern und der Kernstadt Ebern (etwa 4.800 Einwohner) zusammensetzen. Die Einwohnerdichte liegt mit etwa 90 E/km² weit unter dem Landesdurchschnitt. Die Entwicklung Eberns führte nach der Bildung des Landkreises Haßberge zur Einstufung als mögliches Mittelzentrum im östlichen Landkreis. Hier nimmt es eine wichtige Versorgungsfunktion wahr. Die Lage der Stadt Ebern im Naturpark Haßberge verbindet die Eberner ganz besonders mit der Natur.
    Ziel:
    Bei der künftigen Bauleitplanung ist noch stärker auf flächensparendes, landschaftsschonendes Planen und Bauen einzugehen. Dazu soll der Leitfaden „Nachhaltige Bauleitplanung und Siedlungsentwicklung“, erarbeitet von der Landkreis-Agenda-Initiativgruppe „Energie und Ressourcen“, herangezogen werden.“
    Maßnahmen und Projektvorschläge: 

    • ·          Vorausschauende, rationelle Energieverwendung usw.
    • ·          In den letzten Jahren wurden in Bebauungsplänen bereits ökologische Gesichtspunkte, Regenwassernutzung, Versiegelungsanteile und naturnahe Ortseingrünung, die auch auf öffentlichem Grunde liegen kann, berücksichtigt.
    • ·          Außerdem wurden die Bauplatzgrößen in den Neubaugebieten verringert.
    • ·          Die Zulassung von Doppel- und Mehrfamilienhäusern hat flächensparenden Wohnraum ermöglicht.
    • ·          Die Ausweisung von Bebauungsgebieten auf den Ortschaften wurde unter dem Gesichtspunkt eines langfristigen Anwachsens der Bevölkerung vorgenommen. Die konkrete Erschließung dieser Flächen erfolgt nach Bedarf.
    • ·          Durch städtebauliche und Maßnahmen der Dorferneuerung wird versucht die Kernstadt und die Dorfkerne attraktiver zu gestalten, um Abwanderung zu verringern.
    • ·          Die planenden Ing.Büros sind bei Planungsbeginn seitens der Stadt Ebern auf die AGENDA 21 verbindlich hinzuweisen.
    • ·          Es sollen alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die zahlreichen Baulücken in den vorhandenen Baugebieten der Stadt Ebern zu schließen, um nicht weiteres neues Bauland erschließen zu müssen und damit Flächenversiegelung zu betreiben.
    • ·          Ebenso sollen, um die Wohnqualität zu erhöhen, die Aktivitäten in den Altortkernen (Verschönern, Entsiegeln, Begrünen) verstärkt werden. Hierbei ist das Bemühen um eine staatliche Förderung zu verstärken.
    • ·          Durch langfristige Entwicklungsplanung Verkehr vermeiden.
      In Wohngebieten Einkäufe ermöglichen durch die Ausweisung von Gewerbeflächen (z.B. Sölln, Mannlehen) und Einleiten entsprechender Maßnahmen zur Realisierung.
    • ·          Gewerbeansiedlungen sollen in ausgewiesenen Gewerbegebieten erfolgen, keine Zersiedlung der Landschaft und Probleme in Wohngebieten.

     

    b) Beratungsmöglichkeit zum "ökologischen" Bauen für Bauherrn im      Bereich der Stadt Ebern
    Bauinteressenten erhalten Informationen zum ökologischen Bauen vom Bauamt bei Vorlage des Bauantrages.
    Ziel:
    Der Umweltschutz im Bauwesen soll sowohl bei städtischen Bauvorhaben als auch im Privatsektor gefördert werden. Die Bürgerinnen und Bürger in den städt. Sanierungsgebieten und in den Stadtteilen mit Dorferneuerung sollen verstärkt auf die Möglichkeiten hingewiesen werden, sich von den hierfür zuständigen Planern beraten zu lassen. Öffentliche Bauvorhaben sollen beispielhaft für private Bauherren sein.
    c) Einbindung der Bürger
    Die Grundstückseigentümer werden durch den jährlichen städt. Bewerb "Haus und Natur" sowie auch durch die Landes- und Bundeswettbewerbe "Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft" angeregt, sich aktiv an der ökologischen Umgestaltung ihrer Anwesen und Ortschaften zu beteiligen. Die ortsansässigen Obst- und Gartenbauvereine stellen hierbei ein wichtiges Bindeglied zwischen Bürger, Stadt und zuständigem Kreisfachberater beim Landratsamt dar.
    Ziel:
    Weitere Aktivierung der Bürger zur naturnahen Gestaltung ihres Wohnumfeldes unter Mitarbeit der Stadt und Unterstützung des zuständigen Kreisfachberaters.
    Information der Bürger auf Bürgerversammlungen und weiteren Veranstaltungen.

    G)   Verkehr
    Ziel 1:
    Verkehrslenkung vermeidet Verkehr (Durchgangs-, Suchverkehr)
    Projektvorschläge:

    •  
    • ·          Beschilderung in der Stadt überarbeiten und vereinheitlichen, übersichtlicher gestalten (Ausweisung der Parkplätze auch für Fußgänger), Wohnmobilstellplatz (Schild in Georg-Nadler-Str., Streitsgartenknoten, Hinweise zu Sportstätten, Gastronomie, Firmen)
    • ·          Hinweise für Lieferverkehr (LKW) zu Firmen bereits außerhalb von Ebern anbringen (Entlastung der Ritter-von-Schmitt-Str.)
    • ·          Verkehrsentlastende Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssituation im Neubaugebiet "Sölln"
    • ·          Einmündung Coburger Straße; hier: Verbesserung des Verkehrsflusses z.B. durch neue Vorfahrtsregelung, Minikreisel u.ä.
    • ·          Weiterführung der Verteilerspange
    • ·          Schaffung eines Gesamt-Verkehrskonzeptes für den Altstadtkern. Darin sind der fließende und der ruhende Verkehr mit Fahr-, Park-, Einbahn- und Zweibahnregelungen zu fixieren

     

    Ziel 2:
    Fußgänger- und Radfahrerfreundliche Stadt (Senioren-, Behindertengerechtigkeit)
    Projektvorschläge:

    •  ·          Fußgängerfreundliche Verbindung vom Parkplatz zum Marktplatz (z.B. Fußweg im Finanzamthof für Nutzer des Altstadtparkplatz besser gestalten,
    • ·          Rückertgasse als Einbahnstraße ausweisen,
    • ·          Ausweisung eines behinderten- und kinderwagengerechten Weges vom Parkplatz durch die Anlage),
    • ·          fußgängerfreundliche Gestaltung des Marktplatzes auch für Kinder
    • ·          Am Stadtberg (Spitaltorstr.) ist auf beiden Seiten ein Gehweg wünschenswert (Engstelle schaffen);
    • ·          Verbesserung der fußläufigen Erschließung der Siedlungsgebiete,
    • ·          Überprüfung, Ergänzung und Ausbau des Radwegenetzes

     Ziel 3:Verkehrssicherheit für Kinder verbessern - Sicherer Weg zur Schule
    Projektvorschläge: 

    • ·          Querungshilfen schaffen, z.B. Zebrastreifen, Schülerlotsen o.ä.
      - in Gleusdorfer Straße (Höhe Zentweg und Höhe Gymnasiumsstraße Kreuzung
        Gleusdorfer Straße) und
      - in der Gymnasiumstraße (Höhe oberhalb Martin-Luther-Str. und Höhe
        Telefonzelle)
      - in der Georg-Nadler-Straße
      - für Kinder aus Innenstadt Richtung Schulen und Kinder aus Mannlehen /
        Fröschleinsacker Richtung Grundschule und Realschule
    • ·          Tempo 30 Zone überwachen
    • ·          Absolutes Halteverbot in der Georg-Nadler-Straße für Pkws
    • ·          (Parkplatz gegenüber Realschule, ggf. für Eltern zur Abholung nutzbar)
    • ·          Verkehrshelfer anwerben (Erwachsene, Omas und Opas, Rentner, Vorruheständler, Schülerlotsen), Anfrage beim Seniorenbeirat
    • ·          Information vor/in Kindergärten durch Erzieher, Elternbeirat und Polizei (Gefährdung der Kinder durch unkontrolliertes Parken und Halten)
    • ·          Information durch die Polizei im Schulbereich
    • ·          Stärkere Überwachung geltender Regelungen anstreben (Parken, Halten, Tempo 30)

     Ziel 4:Verkehrsberuhigung für Anwohner
    Projektvorschläge:-

    • ·           Verkehrsberuhigungsmaßnahme im Mühlenviertel (z.B.: Hirtengasse nur von Klein Nürnberg befahrbar, Einfahrt verboten an Abzweigung Untergasse (Zu- und Ausfahrt über Hirtenberg zum Arzt möglich, falsche Einbahnstraße verhindert Durchgangsverkehr, Schafft zusätzliche Parkmöglichkeiten, Erspart ‚Anlieger frei Schilder’)
    • ·           Tempo-30-Zonen in allen Wohngebieten (z.B. durch Ausweisung versetzter Parkplätze und Bäume, Blumenkübel)
    • ·           Anschaffen oder Leihen einer mobilen Geschwindigkeitsanzeige (Selbstkontrolle der Verkehrsteilnehmer)
    • ·           Verkehrsentlastung der Wohngebiete (z.B. Mannlehen, zweite Zufahrt)
    • ·           Verkehrsberuhigung in den Wohngebieten
    • ·           Verkehrsentlastung der Wohngebiete Sölln und Mannlehen
    • ·           Einkaufsmöglichkeiten auch in Wohngebieten

     Ziel 5:


    Verkehrsvermeidung – Zusammenfassen von Verkehr

     

    Projektvorschläge:

     

    ·           Förderung des ÖPNV durch Auf- und Ausbau sogenannter Mobilitätsketten (z.B. Busse als Zubringer für die Bahn)

    ·           Unterstützung alternativer Mobilitätsformen zur Anbindung an die Bahn durch Schaffung entsprechender Infrastruktur (wie z.B. die Ladestation für Elektromobile am Bahnhof in Haßfurt)

    ·           Bedarfsermittlung für den AST-Verkehr im Raum Ebern im Vorfeld einer möglichen landkreisweiten Ausdehnung mit klarer Erfassung der Zielgruppen

    ·           Angebot von Einkaufsfahrten im Bereich der Stadt Ebern

    ·           Fahrgemeinschaften zum Arbeitsplatz anregen (Preisausschreiben, Betriebe ansprechen auch zu fördern)

    ·           Erhalt der Bahnstrecke: Bamberg – Ebern

    ·           Prüfung der Reaktivierung des Güterverkehrs

     

     

    H)    Abfallwirtschaft/Entwässerung/Wasserversorgung

     

    a) Abfallwirtschaft

     

    Die Mülltrennung wird flächendeckend praktiziert. Ein Wertstoffhof ist in der Kernstadt vorhanden. Die Eberner Grundstückseigentümer haben die Möglichkeit ihre holzigen Gartenabfälle und den Grünschnitt auf den Sammelplatz am "Lindenhof" zu bringen. Eine kommunale Erdaushubdeponie ist in Neuses a.R. vorhanden.

     

    Für die Schulen und städt. Einrichtungen sind Abfallvermeidungs- und -verwertungskonzepte vorhanden.

     

    Bei Veranstaltungen wird überwiegend Mehrweggeschirr benutzt. Im Rathaus steht für Veranstaltungen Mehrweggeschirr zur Verfügung

     

    Ziel:

     

    Ziel soll es sein, die Mülltrennung und –vermeidung noch weiter zu optimieren, um den Hausmüllanteil pro Kopf weiter zu senken. Bei Festen und Veranstaltungen sollen durch den Einsatz eines Geschirrmobiles die Müllmengen weiter reduziert werden.

    Es soll geprüft werden, inwieweit die Stadt Ebern nicht weiteres Geschirr und sonstige Gegenstände leihweise zur Verfügung stellen kann. Außerdem wäre zu prüfen, ob bei Veranstaltungen grundsätzlich auf Mehrweggeschirr bestanden werden kann.



     

    b) Entwässerung

     

    Die Stadt Ebern besitzt eine biologische Kläranlage mit 18.000 EW. Diese Kläranlage entspricht dem Stand der Technik. Die Stadt ist zwischenzeitlich mit ca. 85% Prozent seiner Bevölkerung an die zentrale Entwässerungseinrichtung angeschlossen.

     

    Im Laufe des Jahres 2001 werden noch die Stadtteile Albersdorf, Bramberg und Neuses a.R. angeschlossen.

    Die Stadtteile Bischwind a.R. und Siegelfeld haben eigene Klärteiche. Sie sind jedoch Teil der Einrichtungseinheit.

    Der anfallende Klärschlamm wird gegenwärtig teilweise ortsnah auf die Felder aufgebracht. In den letzten Jahren mussten jedoch immer größere Mengenanteile anderweitig entsorgt werden (pressen und thermisch verwerten, usw.).

     

    In Neubaugebieten wird verstärkt auf das Kanal-Trennsystem übergegangen, da hierdurch die Kläranlage entlastet wird.

     

    Ziele:

     

    Weiterer Ausbau und Optimierung der Abwasserentsorgung.

     

    Projektvorschläge:

     

    ·          Mittelfristig wäre die Abwasserbeseitigung in den Stadtteilen Kurzewind, Welkendorf und Weißenbrunn noch zu regeln.

    ·          Außerdem ist der Fremdwasseranteil im Abwasser mittelfristig zu reduzieren. Es ist deshalb u.a. dringend die Fremdwasserableitung am "Steinberg" in Angriff zu nehmen.

    ·          Hinsichtlich der Klärschlammverwertung sollten, soweit und solange dies durch behördliche Vorgaben zulässig und möglich ist, verstärkt mit ortsansässigen Landwirten Entsorgungsverträge geschlossen werden, um einen "Klärschlammtourismus" zu vermeiden.

    ·          Die Versickerung von Regenwasser auf den Grundstücken wird angestrebt.

     

     

    c) Wasserversorgung

     

    ca) Einrichtung

     

    Die städt. Wasserversorgung besteht derzeit aus sechs getrennten Versorgungseinrichtungen (WV Ebern, WV ehem. Stachelberggruppe, WV ehemalige Albersdorfer Gruppe, WV Reutersbrunn, WV Jesserndorf und Heubach/FWO).

     

    In verschiedenen Stadtteilen wurden oder werden die alten Gusswasserleitungen durch PVC-Leitungen ersetzt (Heubach, Jesserndorf,  Vorbach, Neuses a.R., Bramberg, Albersdorf) um früher verstärkt aufgetretene Wasserverluste zu reduzieren bzw. zu vermeiden.

     

    Vor zwei Jahren wurde außerdem mit einer Generalsanierung der Wasserversorgungs-einrichtung der Stadt Ebern begonnen. Diese Maßnahme ist u.a. erforderlich, da in den letzten Jahren bei extremer Trockenheit die Versorgungssicherheit nur noch eingeschränkt gewährleistet war.

     

    Folgende Maßnahmen sind geplant:

     

    ·           Grundwasserneuerschließung

    ·           Neubau eines Hochbehälters bei Vorbach

    ·           Neubau eines Pumpwerkes in der Nähe Pöppelsmühle

    ·           Neubau von Ortsnetzen in mehreren Stadtteilen

    ·           Sanierung der Wasserleitungen im Bereich Ebern

     

    Die Stadtteile Brünn, Frickendorf, Fischbach, Höchstädten und Kurzewind sind Teile der Wasserversorgung der Pfarrweisacher Gruppe. Der Stadtteil Eichelberg ist Teil der Rentweinsdorfer Gruppe.

     

    Ziel:

     

    Langfristige Sicherstellung der Wasserversorgung mit eigenem Wasser vor anderen Alternativen.

    Mittel- bis langfristiges Ziel muss es sein, für das gesamte Stadtgebiet einen einheitlichen Wasserverbund zu schaffen, um die Versorgungssicherheit in allen Stadtteilen zu erhöhen.

    Langfristig wäre es außerdem wünschenswert, wenn das gesamte Stadtgebiet einer Einrichtungseinheit angehören würde, um einen einheitlichen Wasserpreis zu gewährleisten. 

     

    cb) Wassersparmaßnahmen

     

    In den letzten Jahren wurden wieder verstärkt Anträge von Grundstückseigentümern eingereicht, für bestimmte Tätigkeiten Grund- oder Brauchwasser verwenden zu dürfen. Die Stadt Ebern hat außerdem in ihrer Wasserabgabesatzung für die Gartenbewässerung eine generelle Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang ausgesprochen. Auch die Sportvereine verwenden überwiegend für die Bewässerung ihrer Sportanlagen Brauchwasser. Bei den städt. Einrichtungen ist jedoch das Ziel Trinkwasser einzusparen bisher nicht erkennbar erreicht worden.

     

    Ziel:

     

    Weitere Einsparung von Trinkwasser auch bei den städt. Einrichtungen. Hier werden Pilotprojekte eingerichtet, um Beispiele für die Bürger darstellen zu können. Die können sein: Umstellen von Druckspülungen auf Spülkästen, wasserlose Urinale, Verwendung von Regenwasser für Toilettenspülung, Grünanlagenbewässerung, Bewässerung der Friedhöfe usw.

     

     

    I)     Bodenschutz und Altlasten

     

    Die kommunalen Altdeponien und Altlastverdachtsflächen sind als Anlage zum Flächennutzungsplan erfasst. Die ehem. Deponie am Losberg wird außerdem regelmäßig überprüft.

     

    Ziel:

     

    Überprüfung und erforderlichenfalls Ergänzung der Altlastverdachtsflächen. Bei Bedarf regelmäßige Kontrolle. Langfristig sind die Altlastenflächen zu entsorgen.

    J)    Tourismus, Stadtmarketing und Fremdenverkehr

     

    Ebern liegt im Naturpark Haßberge. Der sanfte Tourismus soll angestrebt werden.

     

    a)Tourismus- und Fremdenverkehr

     

    Ziel 1:

     

    Touristische Zusammenarbeit der Region "Baunach-Weisach-Tal". Eine ökologische Ausrichtung des Tourismus in unserer Region wird angestrebt.

     

    Projektvorschläge:

     

    ·           Ausbau und Unterhaltung von Rad- und Wanderwegen

    ·           gemeinsame Werbeaktionen

    ·           gemeinsamer monatlicher Veranstaltungskalender

    ·           Herausgabe eines Führers durch die Altstadt

    ·           gemeinsame Gästekarte für Urlauber

    ·           Internetwerbung

    ·           Stadtlauf entlang des Anlagenrings

     

    Ziel 2:

     

    Erarbeitung einer abgestimmten Konzeption der Freizeitangebote;

     

    Projektvorschläge:

     

    ·           Erweiterung der Freizeit- und Sportanlagen in Richtung Lützelebern

    ·           Beleuchtung der Eiswiese - bzw. Bolzplatzes

    ·           Pflege des Trimm-dich-Pfades

    ·           Fremdenführungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten

    ·           Erhöhung der Fremdenzimmerkapazität mit gehobenem Standard

     

    Ziel 3:

     

    Erhöhung der Attraktivität des Wohnmobilstellplatzes

     

    Projektvorschläge:

     

    ·           Wetterunabhängige Befestigung der Stellplätze

    ·           Serviceverbesserungen im Bereich Stellplatzbetreuung wie z.B.: gef. Wanderungen,

    ·           Radwanderungen, Stadtführungen, Fahrradverleih etc.

    ·           evtl. Betreuung durch die Tourismus- und Werbegemeinschaft

     

    Ziel 4:

     

    Eberner Gastronomie ..... „in aller Munde“

     Projektvorschläge:

     

    ·           Schmankerlkarte zu Großaktionen wie Märkten und Events

    ·           Gourmetwochen (jahreszeitbedingt)

    ·           Angebote landschaftstypischer Speisen mit heimischen Produkten

    ·           Förderung umweltfreundlicher Aktivitäten im Gaststättenbereich

     

    Ziel 5:

     

    Nutzung künftig verfügbarer Flächen als Freizeit- und Erholungsflächen

     

     

    b)Koordination von Groß- und Kulturveranstaltungen

     

    Projektvorschläge:

     

    ·           Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturträgern, z.B.: Vereinen, VHS, Fränkisches Theater, Bildungseinrichtungen, Region Baunach-Weisach-Tal und auswärtigen Kulturämtern

    ·           Bestehende Veranstaltungen forcieren ( Faschingszug mit Disco, Standkonzerte, Lätaremarkt, Kleinkunstveranstaltungen, Altstadtfest, Kirchweih, Künstlermeile, Fränk. Sänger- und Musikantentreffen, Weihnachtsmarkt)

    ·           Weitere Nutzung der vorhandenen Räumlichkeiten (Bücherei, Ossarium, Rathaushof, Wolz`n – Garten, Freibad etc.)

    ·           Halbpreisaktionen in Zusammenarbeit mit der DB-Regio bei Großveranstaltungen; Förderung der Zubringer- und Heimfahrdienstes

    ·           Info-Stand bei Großveranstaltungen

    ·           Kultursponsoring

     

     

    c) Kommunikation

     

    Kommunikation, Werbung und Marketing spielen eine immer entscheidendere Rolle bei der Verbesserung der Marktchancen.

     

    Projektvorschläge:

     

    ·           Umfangreiche Informationen über alle Aktivitäten;

    ·           Enge Zusammenarbeit mit der örtlichen Presse;

    ·           Intensive Nutzung der neuen Medien;



     

    d) Campingplatz

     

    In der Stadt Ebern gibt es bereits seit Ende der siebziger Jahre die Überlegung einen Campingplatz zu errichten. Durch eine entsprechende Einrichtung kann die Attraktivität der Stadt für die Besucher/Gäste weiter gesteigert werden. Zwischenzeitlich hat die Stadt Ebern Gelände im Bereich von Lützelebern erworben.

     Ziel:

     

    Mittelfristig Anlegung eines Campingplatzes in Lützelebern unter Einbeziehung des dortigen Gehöfts. Bereits bei der Planung soll auf die ökologische Ausrichtung geachtet werden.

     

     

    K)    Familie und Soziales

     

    Ziel 1:

     

    Betreuung der Kinder

     

    Projektvorschläge:

     

    ·   Kinderkrippe soll entstehen

     

    -         mit flexiblen „Öffnungszeiten“

    -         für Kinder ab einem halben Jahr bis drei Jahre

    -         in heimischer Atmosphäre

    -         vom Alter des Kindes abhängige Betreuungszeiten

    -         nach Richtlinien des Jugendamtes

    -         Idealerweise Unterbringung in zur Verfügung gestellten Räumen

    -         Elterninitiative

     

    ·       ausreichende Kindergartenplätze

    ·       Mittagsbetreuung für Schüler

     

    Ziel 2:

     

    Attraktive Angebote für Familien und Senioren

     

    Projektvorschläge:

     

    ·      Freizeitgebiet „Lützelebern“ ausbauen, möglichst angedachten Bolzplatz verwirklichen, evtl. See schaffen

    ·      Freizeitangebote für Familien/Kinder erweiten, z.B. organisierte Wanderungen, Ausflüge zu besonderen Veranstaltungen

    ·      Familienbroschüre ggf. ergänzen bzw. aktualisieren

    ·      Kino

    ·      Im Feibad, Spielnachmittage anbieten, z.B. jeden Samstag evtl. mit kleiner

    Eintrittsermäßigung von 0,50 EUR

    ·      Open Air

    ·      städt. Gebäude  Kind- und Seniorengerecht gestalten

    ·      Spielplatzgestaltung verbessern

    ·      Familienkreis ins Leben rufen

     Ziel 3:

     

    Einrichtungen für Senioren schaffen

     

    Projektvorschläge:

     

    ·       Tagesbegegnungsstätte mit Leben erfüllen

    ·       ausreichend altersgerechte Wohnmöglichkeiten zur Verfügung stellen

    ·       vorhandene Gebäude seniorengerecht gestalten

     

    Ziel 4:

     

    Weiterhin aktive Vereinsarbeit in Ebern.

     

    Projektvorschläge:

     

    ·          Unterstützung der Vereine durch die Stadt

    ·          soziale Kontakte fördern "Gemeinsam in der Stadt Ebern"

     

     

    L) Schulen und Jugend

     

    Ziel 1:

     

    Angebote für Jugendliche erhalten und ausbauen

     

    Projektvorschläge:

     

    ·       Jugendarbeit der Vereine weiterhin fördern

    ·       Ferienprogramme von Vereinen und Kreisjugendring durchführen

    ·       Raum für Jugendliche erhalten und schaffen (Bolzplätze, Treffpunkte mit Unterstellmöglichkeiten, usw.)

    ·       Offene Jugendarbeit, z.B. im Kujath-Haus, erhalten und Betrieb langfristig absichern

     

    Ziel 2:

     

    Stärkung der Rolle der Schulen in der Stadt

     

    Projektvorschläge:

     

    ·       Selbstverpflichtung aller Schulen in Unterricht und Organisation im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Anliegen der Agenda gerecht zu werden

    ·       Öffnung der Schulen für die Allgemeinheit durch gemeinsame Projekttage,
    Kunstausstellungen, Theaterwerkstatt und Musikveranstaltungen; durch einen Eberner Tag der Schulen

    ·       Öffnung der Schulen für die Wirtschaft, Z.B. durch ein Projekt Schule und Wirtschaft und die Kooperation mit einem Wirtschaftspartner

    ·       Öffentliche Anerkennung durch die Arbeit jeder einzelnen Schule an einem Umweltprojekt und an einem sozialen Projekt

    Ziel 3:
    Integration der Jugend in die Arbeit der Stadt
    Projektvorschläge:
    Organisation einer jährlich stattfindenden Jugendversammlung für alle Jugendlichen aus dem Bereich des Schuleinzugsgebietes durch Schülersprecher aller Schulen, Jugendliche der offenen Jugendarbeit und der nichtparteilichen Vereinsjugend

    ·       Schaffung einer Artikulationsmöglichkeit für nicht wählende Jugendliche in Form

    eines Jugendrates, der durch die Jugendversammlung gewählt wird

    ·       Beteiligung des Jugendrates bei der Entscheidungsfindung bei kommunalen Planungen und Vorhaben

    ·       Schaffung eines breit gefächerten Sport- und Freizeitangebotes und geeigneter Aufenthaltsmöglichkeiten für alle Jugendliche unter Einbeziehung der schulischen Anlagen

    ·       Optimierung des Schulalltagsorganisation durch positive Einflussnahme auf die Transport- und Versorgungssituation

    Dem Stadtrat von Ebern zur weiteren Beratung und Beschlussfassung vorgelegt:

    Ebern, den 09.10.2002
    Für die Arbeitskreise:
    Robert Herrmann
    Vorsitzender 

    Beschluss des Stadtrates vom 09.10.2002:
    einstimmig
    1. Der Stadtrat beschließt das Aktionsprogramm zur Kommunalen Agenda 21 in der Fassung vom 13.06.2002.
    2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Ziele dieses Aktionsprogramms zu verfolgen.

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