Berichte 1998-2001

 

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Informationen zu der ├╝ber 100 Jahre alten Bahnstrecke von Bamberg ├╝ber Breiteng├╝├čbach, Baunach, Manndorf, Reckendorf, Rentweinsdorf nach Ebern und weiter nach Maroldsweisach.

sowie allgemeine Informationen zum Betrieb von Regionalbahnstrecken

Berichte ab dem Jahr 2002

BUND
Naturschutz Ebern

10.11.2001 Baunach Diskussion Stadtrat ├╝ber Fortschreibung Nahverkehrsplan

18.10.2001 Steinbach Klage wegen Nichteinhaltung eines Gleisbedienungsvertrages

12.10.2001 Ebern Abriss Bahnhofsgastst├Ątte Birkenst├╝bla

11.10.2001 Stilllegung f├╝r Bahnstrecke Ebern-Maroldsweisach genehmigt

08.10.2001 Bayerisches Wirtschaftsministerium: Es sind keine Stilllegungen geplant

24.09.2001 Leserbrief: Doch G├╝terkunden auf der Bahnnebenstrecke

08.09.2001 Ebern Verkauf Bahnhofsgel├Ąnde - Verlegung Bahnhof

07.09.2001 Reckendorf:    am 15.09. Schnupperfahrten von Bamberg nach Ebern

25.08.2001 Ebern: Nutzung Bahntrasse f├╝r Fortsetzung Verteilerspange ?

24.08.2001 Reckendorf: Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof Reckendorf?

19.07.2001 Ebern: Mit halben Preis zum Altstadtfest

18.07.2001 Ebern-Bamberg neuer moderner Regionaltriebzug VT 642 im Einsatz

18.06.2001 Reckendorf G├╝terverkehr auf der Bahn aufrechterhalten

18.06.2001 Reckendorf unbeschrankter Bahn├╝bergang mit Warnschilder m├Âglich

16.06.2001 Junkersdorf Stra├če statt Bahn findet keine Gegenliebe

01.06.2001 Pfarrweisach: Aus f├╝r Zugverkehr Ebern-Maro

31.05.2001 Ebern Verkauf Bahnhof Ebern  wegen Verteilerspange

30.05.2001 Maroldsweisach Radweg auf Bahntrasse Ebern-Maro

18.05.2001 Leserbrief zur Stilllegung Ebern-Maro

10.05.2001 G├╝terverkehr Ebern +++  Stilllegung Ebern-Maro +++ Radmitnahme

25.09.2000 CSU diskutiert ├╝ber Bahnstrecke Bamberg-Ebern-Maroldswiesach

20.08.1998 Wiederinbetriebnahme G├╝terverkehr Ebern-Maroldsweisach

Eingesetzte Z├╝ge f├╝r den Personenverkehr

Lok
alte Lok am Reckendorfer Bahnhof
bis Juni 2001 fahrender Zug
VT 642 ab Juli 2001

 

FT 10.11.2001 Baunach: Beratung ├╝ber Nahverkehrsplan im Stadtrat
.... Bei der Beratung ├╝ber die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes f├╝r den Landkreis Bamberg sch├Ąlte sich heraus, dass eine bessere Taktung der Bahn (Breiteng├╝├čbach - Ebern) - st├╝ndlich zu Hauptzeiten und zweist├╝ndlich zu anderen Zeiten - eine gute L├Âsung sei, weil dann viele bereit w├Ąren, zum Beispiel am Bahnhof in Baunach vom Bus auf die Bahn umzusteigen.
Von dieser Bereitschaft berichtete Stadtrat  Erich Langhojer, der wie auch Stadtr├Ątin Anneliese Saam eine Woche lang Busse mit Frageb├Âgen begleitete.  Zudem, so die Meinung des Stadtrats, m├╝sste ein Verkehrsverbund geschaffen werden, in dem Fahrkarten f├╝r Bus und Bahn gelten.”

NP 18.10.2001 Gegen Bahn: Wiegand strebt Millionenklage an
Steinbach (Landkreis Kronach) - Das Steinbacher Glasunternehmen Wiegand will nach einer letzten Fristsetzung die DB Cargo wegen Nichteinhaltung eines Gleisbedienungsvertrages verklagen. Der Streitwert d├╝rfte eine siebenstellige H├Âhe erreichen. Wie Gesch├Ąftsf├╝hrer Nikolaus Wiegand gestern auf einer Pressekonferenz bekannt gab, hat die Bahn dem Unternehmen schriftlich garantiert, das firmengleis mindestens bis zum Jahr 2012 zu bedienen. Diese Zusage war die Gegenleistung f├╝r eine 60-Millionen-Mark-Investition des Unternehmens auf einem Bahngrundst├╝ck. Inzwischen hatte die DB Cargo den Steinbacher G├╝terumschlagplatz, ohne R├╝cksicht auf diese Zusage, zusammen mit verschiedenen anderen Gleisanschl├╝ssen zum 31.12.2001 gek├╝ndigt.

NP 12.10.2001 Abriss Bahnhofsgastst├Ątte
Ein St├╝ck Alt-Ebern f├╝r immer verschwunden
Die Bahnhofsgastst├Ątte in Ebern - zum Schluss hie├č sie “Birken-St├╝bla” - gibt es nun endg├╝ltig nicht mehr. Nachdem sie in den letzten drei Wochen ausger├Ąumt wurde, r├╝ckten die schweren Baumaschinen an und machten sie dem Erdboden gleich. Sie ist der “Tribut”, der dem Verkehrskreisel im Zusammenhang mit der enuern innerst├Ądtischen Verteilerspange gezollt werden muss. Walter Gl├Âckner, G├╝nther Heim und zuletzt Doirs Riedel waren u.a. die Gastronomen, die in den vergangenen Jahrzehnten zahllose G├Ąste bewirteten. Man wird sich in Ebern daran gew├Âhnen m├╝ssen, dass das Bahnhofsgeb├Ąude jetzt “nackt” dort steht.
Die Stadt Ebern hat es mit einem Areal von etwa 1800 qm gekauft. Wie es in sp├Ąteren Jahren einmal genutzt werden kann, muss im Stadtrat ├╝berlegt werden.

FT 11.10.2001 Stilllegung f├╝r Bahnstrecke Ebern-Maroldsweisach genehmigt
Wie Landrat Handwerker in der Sitzung des Kreistags-Ausschusses f├╝r Arbeit, Wirtschaft und Verkehr mitteilte, hat das baden-w├╝rttembergische (! !!?) Ministerium f├╝r Umwelt und Verkehr dem Antrag der Waldhof AG stattgegeben, die Bahnstrecke Maroldsweisach-Ebern dauerhaft einzustellen. Die Genehmigung f├╝r die Stilllegung der Strecke ist somit erteilt und erlangt Rechtskraft. Das Land Baden-W├╝rttemberg ist deshalb federf├╝hrend, weil die Waldhof AG in Mannheim ihren Sitz hat. Die Waldhof AG hatte die Strecke 98/99 angepachtet, um dort den G├╝terbetrieb aufrechtzuerhalten. In Betrieb ist die Bahnlinie aber nie gegangen, weil die Waldhof AG mit der DB Cargo, die keine Waggons zur Verf├╝gung stellte, nicht kooperieren konnte. Letztendlich wurde festgestellt, dass die Strecke  wirtschaftlich auch nicht betrieben werden kann, weil die Maroldsweisacher Basaltabbaufirma Zeilberg AG kein Interesse mehr zeigte. job

FT 08.10.2001 Bay. Wirtschaftsministerium: Es sind keine Stilllegungen geplant
(Auszug)
Im Bahnverkehr in Bayern wird es in absehbarer Zeit weder Streckenstilllegungen noch Angebotsk├╝rzungen geben.
Der Freistaat werde auch weiterhin 590 Millionen Zugkilometer pro Jahr bei der Deutschen Bahn AG bestellen, sagte der Leiter der Verkehrsabteilung im Bayerischen Wirtschaftsministerium, Dieter Wellner in einem Gespr├Ąch. ...... “Bund und L├Ąnder sind durch das Regionalisierungsgesetz miteinander verhaftet und verpflichtet, zu einer L├Âsung zu kommen” ....    Meldungen, wonach in Bayern 300 km Nebenstrecken stillgelegt w├╝rden, seien reine Spekulation. ...  Der Freistaat werde auch das Angebot auf schw├Ącher ausgelasteten Strecken aufrechterhalten. ...

FT 24.09.2001 Doch G├╝terkunden auf der Bahnnebenstrecke
Im FT konnte man lesen, dass die G├╝terverkehrsstelle Ebern der Bundesbahn zum 31.12.2001 geschlossen wird, da der Bundeswehrstandort Ebern aufgel├Âst wird und weitere G├╝terkunden nicht vorhanden sind.
Stimmen kann dies jedoch nicht, denn allein am 03. September wurden sechs vierachsige G├╝terwagen zur Holzverladung nach Ebern zugestellt, am 05. September weitere f├╝nf Waggons und am 07. September noch einmal f├╝nf Waggons. Das sind 16 Waggons in einer Woche.
Da es keine weiteren ├Âffentlichen Ladestellen n├Ârdlich von Bamberg gibt, m├╝ssten diese Langh├Âlzer in Zunkunft in Bamberg verladen werden, was zu einer weiteren Belastung der Stra├čen durch Langholzfuhrwerke f├╝hren w├╝rde.
Georg Hagel
Dorfackerstra├če 51
96164 Kemmern

FT 21.09.2001
“Der Abgesang auf die Bahnlinie Ebern-Maroldsweisach fiel auch im Eberner Stadtrat in moll-Tonart aus. Die Betreibergesellschaft hatte die seit Jahren ungenutzte Trasse aus wirtschaftlichen Gr├╝nden abgeschrieben, was Stadtrat und Agenda-Beirat bedauernd zur Kenntnis nahmen.
Andererseits verbessern sich dadurch die Chancen, eine direkte Anbindung zwischen neuer Verteilerspange und Andreas-Humann-Stra├če bzw. Kapellenstegsweg zu schaffen.
Man hoffe darauf, die Verladerampe in der Bahnhofstra├če auch k├╝nftig nutzen zu k├Ânnen, erkl├Ąrte Robert Herrmann auf Anfrage von Eberhard Ponader. F├╝r “Verladungen von Fall zu Fall”, etwa von Langholz oder Branntwein, sollten Nebengleis und Rampe erhalten bleiben, meinte der B├╝rgermeister. Ob sich dieser Wunsch erf├╝llt, wird jedoch an anderer Stelle entschieden.”

08.09.2001    Bahn erarbeitet im Auftrag der L├Ąnder neues “Grundangebot”
Nach einem Bericht der S├╝ddeutschen Zeitung sind zahlreiche Bahnstrecken von der Stilllegung bedroht. Unter anderem werden dabei Strecken mit weniger als 500 Fahrg├Ąsten pro Tag als unwirtschaftlich angesehen.

NP 08.09.2001            Auszug
350.000 DM zahlte Ebern f├╝r das Bahnhofsgel├Ąnde
Teilfreigabe der innerst├Ądtischen Verteilerspange am 14.09.2001
.......
F├╝r den 18. September k├╝ndigte B├╝rgermeister Herrmann den Beginn der Abbrucharbeiten der Bahnhofsgastst├Ątte an. .......
Stehen bleiben wird das Hauptgeb├Ąude des Bahnhofs. ....
Auf Anfrage erkl├Ąrte B├╝rgermeister Herrmann, dass die Stadt die Immobilie mit 1835 qm Grund zum Preis von 350.000 DM von der Bahn AG erworben habe. ÔÇ×Wir sind sehr froh, dass wir das erreicht haben. Das war ein ganz schwieriges Verhandeln mit der Bahn“, sagte er. Dieser Kauf sei Teil der Gesamtma├čnahme ÔÇ×innerst├Ądtische Verteilerspange“ und werde als Grunderwerb auch durch den Staat gef├Ârdert. .....
Gedanken w├╝rden sich Stadt und Bahn AG auch schon um die Verlegung des Bahnhaltepunktes in Richtung des neuen Sonderp├Ądagogischen F├Ârderzentrums machen. Diese Verlegung sei notwendig, um den Kreisel an den Kapellenstegsweg anzubinden und damit den LKW eine direkte Zufahrt zum LMV der Firma FTE automotive zu bieten, wie auch den Bewohnern des Steinbergbereiches an die innerst├Ądtische Verteilerspange. Weiterhin teilte er noch mit, dass sich die Stadt gegen├╝ber dem Verkehrsministerium von Baden-W├╝rttemberg f├╝r eine Schlie├čung der Bahnstrecke von Ebern nach Maroldsweisach ausgesprochen habe. ,,,,,,

FT 08.09.2001 Auszug
Freigabe mit Freigetr├Ąnken
Erster Abschnitt der Eberner Verteilerspange wird dem Verkehr ├╝bergeben

...... Noch unklar ist beispielsweise, wo k├╝nftig die Personenz├╝ge halten . Bereits in Auftrag gegeben ist ein Gutachten, in dessen Rahmen die Bahn untersucht, ob ein neuer Haltepunkt gegen├╝ber dem Forstamt unterhalb der Metzgerei Fuchs machbar ist.
L├Ąsst sich dies realisieren, ist auch die Querung der Bahnlinie mit der Verteilerspange machbar.
Ob die Anbindung direkt auf den Kapellenstegsweg st├Â├čt oder ├╝ber die Bahntrasse auf die Coburger Stra├če f├╝hrt, vermochte B├╝rgermeister Herrmann beim Pressegespr├Ąch am Donnerstag nicht zu sagen. Eigentlich m├Âchte er die M├Âglichkeit zu G├╝terverladung an der bestehenden Verladerampe offen halten. .....
 

FT 07.09.2001 Vom neuen Zug begeistert
Nochmals Schnupperfahrten der Bahn von Bamberg nach Ebern
Reckendorf
Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde besuchten Jugendliche den Bahnhof Bamberg, um hinter die Kulissen der Bahn zu schauen. Eingeladen hatte die DB Regio-Zweigniederlassung Bamberg.
Betreut wurde die Gruppe vom ,,Stammtisch Eisb├Ąren“, der die Fahrt organisiert hatte. Mit dem Zug waren die Kinder von Reckendorf nach Bamberg gereist. Dort wurden sie vom DB-Regio-Ansprechpartner Marketing , Hubert Rottmann, empfangen. Am Beispiel einer Zugreise erkl├Ąrte Hubert Rottmann den Kindern alle Einrichtungen des Bahnhofbereiches.
Die Kinder erf├╝hren wie man eine Zugauskunft erh├Ąlt (Auskunft am Service-Point, im Reisezentrum,   telefonisch oder ├╝ber Fahrplanmedien). Anschlie├čend wurde das Reisezentrum besichtigt. Danach konnten die Kinder sehen, wie man den Fahrkartenautomat bedient.
Dann ging es zum Bahnsteig. Dort weckte der Neigetechnik-ICE, der gerade eingefahren war, das Interesse der Gruppe. Doch auch der Regional-Express mit seinen neuen, klimatisierten  Doppelstockwagen wurde von den Kindern bewundert.
Begeistert waren die Kinder aber vor allem von dem neuen Triebwagen vom Typ VT 642, der seit einiger Zeit auf der Strecke Bamberg - Ebern verkehrt. Wer dieses moderne Fahrzeug n├Ąher kennen lernen will, hat bald die Gelegenheit dazu. Die DB Regio bietet im Rahmen des Bahnhoffestes in Bamberg Schnupperfahrten an. Am Samstag, 15. September, k├Ânnen Erwachsene f├╝r drei DM und Kinder f├╝r eine DM, in der Zeit von 9.30 bis 19 Uhr zwischen Bamberg und Ebern mit dem neuen VT 642 fahren.
Nun ging's noch aufs Stellwerk. Dort konnte man sehen wie die Weichen und Signale gestellt werden. Interessant war, einmal einen Zug von oben, aus Sicht des Fahrdienstleiters, zu sehen. Nach ungef├Ąhr zwei Stunden war die F├╝hrung vorbei. Zum Abschluss erhielten die Kinder ein T-Shirt als kleines Geschenk.
Nachdem sich die Kids noch bei Laugenbrezel und Orangensaft gest├Ąrkt hatten, traten sie die Heimreise nach Reckendorf an.

FT 25.08.2001 Auszug
Verteilerspange zieht Verschiebe-Bahnhof nach sich
..... Die Fortsetzung ├╝ber die Gleise in Richtung FTE ist noch ungekl├Ąrt. Der urspr├╝ngliche Plan ├╝ber die Andreas-Humann-Stra├če k├Ânnte die Verbindungen vom FTE-Stammwerk zum LMV st├Âren. .....

FT 24.08.2001 Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof Reckendorf
Reckendorf: Am Bahnhof in Reckendorf wird eine Park-and-Ride-Anlage errichtet. Die Regierung von Oberfranken bewilligte im Haushaltsjahr 2001 f├╝r den Bau der Anlage 130.000 DM an Zuwendungen nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen 261.000 DM. Hierzu erh├Ąlt die Gemeinde Reckendorf bei zuwendungsf├Ąhigen Kosten von 229.000 DM voraussichtlich Zuwendungen in H├Âhe von insgesamt 172.000 DM.

19.07.2001 Mit halben Preis mit der Bahn zum Altstadtfest in Ebern
Zum Altstadtfest in Ebern bietet die DB Regio in Zusammenarbeit mit dem Fremdenverkehrsamt ein besonderes Angebot:
Am Samstag 21.07. ab 12 Uhr und am Sonntag 22.07. ganzt├Ągig gilt f├╝r alle Fahrten ab allen Zusteigem├Âglichkeiten auf der Bahnstrecke Bamberg-Ebern, dass nur der halbe Preis einer normalen Fahrkarte gezahlt werden muss.

FT 18.07.2001
Mit 748 Pferdest├Ąrken nach Ebern
Bundesbahn setzt neue VT 642-Regionaltriebz├╝ge f├╝r Reisekomfort ein

EBERN/BAMBERG. Mit der Jungfernfahrt sind zwei neue VT 642 -Regionaltriebz├╝ge auf der Strecke Bamberg-Ebern in Betrieb genommen worden. Durch den Einsatz der jeweils rund drei Millionen Mark teuren Fahrzeuge will die Deutsche Bahn vor allem den Reisekomfort auf der Nahverkehrsstrecke erh├Âhen.
Felix, Luigi und Lukas sind sich einig. "Der sieht schon toll aus", sagt Lukas . "Aber die Tische sind zu klein, da kann man nur schlecht Hausaufgaben abschreiben", meint der elfj├Ąhrige Baunacher. Ansonsten sind er und seine beiden Freunde mit dem VT642 zufrieden.
Der Eberner B├╝rgermeister Robert Herrmann hingegen versprach sich von den neuen Dieseltriebfahrzeugen gestern vor allem eine Attraktivierung der Verbindung. Bei der offiziellen Besichtigung des VT 642 im Bamberger Bahnhof lobte er gestern das Engagement der Deutschen Bahn im Bereich des Personennahverkehr. Zur Zeit verhandle die Gemeinde au├čerdem ├╝ber die Errichtung einer neuen Haltestelle in Ebern. "Genaueres wird allerdings erst demn├Ąchst festgelegt", so Herrmann.
Auch der Baunacher B├╝rgermeister Georg Wild begr├╝├čte den Einsatz der neuen Fahrzeuge. W├╝nschenswert, so Wild, w├Ąre es jedoch, wenn die Fahrzeiten st├Ąrker an die Bed├╝rfnisse der G├Ąste angepasst w├╝rden. So sollte am besten der zweist├╝ndige Taktverkehr ge├Ąndert werden. Bei einem war sich der Baunacher B├╝rgermeister jedoch sicher: "Der Einsatz des VT642 bringt auf jeden Fall eine Verbesserung des Tourismus."
Wie Ludwig Wolf, Leiter der DB Regio-Zweigniederlassung Bamberg erkl├Ąrte, fahren derzeit drei Z├╝ge, davon noch einer vom Typ 614, insgesamt 18mal die Strecke ab.
Insgesamt verf├╝gt der VT 642 ├╝ber 123 Sitzpl├Ątze sowie 90 Stehpl├Ątze . Die maximale Geschwindigkeit liegt bei 120 Stundenkilometern.
Insgesamt 28 der etwa 64 Tonnen schweren und 748 PS starken VT 642 -Fahrzeuge sollen bis Ende des Jahres in Franken eingesetzt werden, erkl├Ąrte Peter Heider, Leiter des DB Regio-Verkehrsbetriebs Nord. In einer kurzen Ansprache hob Heider insbesondere das hohe Ma├č an Sicherheit, Komfort und Leistung hervor. So sorgen zwei Diesel-Turbomotoren f├╝r eine z├╝gige Beschleunigung, sowie eine moderne Bremsanlage f├╝r eine ruckfreie Verz├Âgerung. Zus├Ątzlich sind die Niederflurwagen, der Ausstieg befindet sich auf gleicher H├Âhe mit dem Bahnsteig, behindertengerecht ausgestattet. Neben entsprechenden Sanit├Ąranlagen gibt es des weiteren einen ger├Ąumigen Mehrzweckbereich, der f├╝r den Transport von Fahrr├Ądern, Rollst├╝hlen oder Kinderwagen geeignet ist. Damit die Fahrg├Ąste auch die Landschaft genie├čen k├Ânnen, verf├╝gt der VT 642 ├╝ber Panoramafenster. Zus├Ątzlich kann man in der ersten Klasse dem Schaffner, nur getrennt durch eine Glast├╝r, bei der Arbeit ├╝ber die Schulter schauen. Bei der gestrigen Probefahrt wurde dieses Angebot dann auch ausgiebig genutzt.
Frank Gundermann

 FT 18.06.2001 Reckendorf   G├╝terverkehr aufrechterhalten
.... Die Aufrechterhaltung des G├╝terverkehrs auf der Strecke zwischen Bamberg und Ebern sei Thema einer Besprechung der B├╝rgermeister der betroffenen Gemeinden mit Bahnvertretern gewesen, berichtete B├╝rgermeister Horger. Man habe dabei festgestellt, dass wohl kaum mit einer Mehrung des Aufkommens an G├╝tern f├╝r die Schiene zu rechnen sei. Zudem werde auch noch der Panzer-Verladeplatz in Ebern zum Jahresende aufgegeben. andererseits aber h├Ątten sich alle daf├╝r ausgesprochen, den bisherigen G├╝terverkehr nicht aufzugeben.
Den Landrat anzuschreiben und dessen Einsatz f├╝r den Erhalt des G├╝terverkehrs zu fordern, war ein ├╝berraschender Beschlussvorschlag des B├╝rgermeisters, dem alle R├Ąte zustimmten. .....

FT 18.06.2001 Reckendorf Bahn├╝bergang
.. Die DB-Netz AG habe bez├╝glich des Bahn├╝berganges nach einer Ortsbesichtigung “gr├╝nes Licht” gegeben. Der unbeschrankte Bahn├╝bergang “vertrage” nach Aussage der Fachleute bis zu 2.500 Fahrzeuge t├Ąglich. Eine vom Gemeinderat beantragte eint├Ągige Verkehrsz├Ąhlung habe ergeben, dass die Bahnhofstra├če dorfeinw├Ąrts von 704 (Stundenspitze 66 Fahrzeuge) und dorfausw├Ąrts in die Siedlungen von 876 Fahrzeugen (Stundenspitze 106 Fahrzeuge) frequentiert werde. Allerdings m├╝ssten an allen Bahn├╝berg├Ąngen (Bahnhofstra├če, Zeitzenhofer Stra├če, Manndorf) zu beiden Seiten je 3 x 2 Warnschilder (36 Schilder und Pfosten) aufgestellt werden, so die Auflage. ......

16.06.2001
Junkersdorf - Bei der Teilb├╝rgerversammlung wurde deutlich, dass die Favorisierung der Umgehungsstra├če (B 279) auf der stillzulegenden Bahntrasse bei vielen Einwohnern keine Gegenliebe findet. Es werden doch erhebliche Nachteile bef├╝rchtet.
Einerseits w├╝rde dadurch der Flur Richtung Westen abgeschnitten und der Verkehrsl├Ąrm w├╝rde trotzdem das Dorf belasten. Au├čerdem sieht eine Landwirtsfamilie bei einer solchen L├Âsung erhebliche Eingriffe in ihre betrieblichen Zukunftsplanungen. .......

FT 01.06.2001
Pfarrweisach:
..... Aus f├╝r Zugverkehr
In diesem Zusammenhang gab B├╝rgermeister Hufnagel auch einen Bericht von der Aussprache der “Anlieger-B├╝rgermeister” an der Bahnlinie Bamberg -Maroldsweisach. Mit der v├Âlligen Einstellung der Linie Ebern-Maroldsweisach m├╝sse gerechnet werden, ebenso mit der Einstellung des G├╝terverkehrs zwischen Bamberg und Ebern, weil kaum mehr Bedarf bestehe. Die Bahnstrecke falle dem allgemeinen Trend des “just in time” auf LKW und Stra├če zum Opfer. ......

FT 31.05.2001
Ebern
..... Verkauf Bahnhof Ebern von Deutsche Bahn an die Stadt Ebern ...
... Weitgehende Kl├Ąrung habe man wegen der Anbindung der Verteilerspange in Form eines Kreisels mit der Firma Mandrops sowie mit der Bahn erreicht, die f├╝r den Kauf des Bahnhofs nunmehr ein “erheblich g├╝nstigeres Angebot” als zu Beginn der Verhandlungen vorlegte. “Wir hoffen, dass es m├Âglichst bald zum Kauf kommt” (B├╝rgermeister Herrmann) ....

FT 30.05.2001
Maroldsweisach
........ Radweg auf Bahntrasse
In der Bau- und Umweltausschusssitzung am Montag informierte B├╝rgermeister Werner Thein von einem Gespr├Ąch in der VG Ebern, an dem alle B├╝rgermeister entlang der Bahnstrecke Breiteng├╝├čbach - Maroldsweisach teilnahmen.
Allen anonymen Plakatzeitungen und get├╝rkten Leserbriefen zum Trotz wurde dabei deutlich, dass bez├╝glich des G├╝terverkehrs wie auch Personenverkehrs keine Aussicht auf Erhalt der Bahnlinie mehr besteht. Das Gemeindeoberhaupt vertrat die Meinung, dass eine Wiederbelebung der Bahnstrecke zwischen Ebern und Maroldsweisach nicht mehr in Aussicht steht und schon B├Ąume auf dem Gleisk├Ârper wachsen. Daher w├Ąre eine andere Nutzung der Trasse, zum Beispiel als Radweg, sinnvoller.
Die vor ├╝ber 100 Jahren gebaute Bahnstrecke von Maro nach Bamberg war jahrzehntelang eine pulsierende Verkehrsader. .....
........ und so sieht die Strecke heute aus - Bild vom 15.06.2001 am Eberner Bahnhof in Richtung Maroldsweisach

 

Leserbrief im FT vom 18. Mai 2001

Nicht mit Stilllegung r├╝hmen
Landrat Rudolf Handwerker gab am 9 Mai 2001 bekannt, dass  die  Bahngesellschaft Waldhof in Mannheim beabsichtige,  die  Bahnstrecke Ebem-Maroldsweisach stillzulegen. Der endg├╝ltige Stilllegungsantrag sei - von der ├ľffentlichkeit unbemerkt (Hammer!) schon eingeleitet worden.
Frage: L├Ąuft damit bereits das Stilllegungsverfahren? Und es ist nicht zu fassen: Der Landrat kann der Stilliegung und damit  der Gleisdemontage (Skandal!) positive Seitenabgewinnen,  n├Ąmlich einen Radweg auf der Bahnstrecke und neue Stra├čenf├╝hrungenIn den Ortschaften an der Weisach. Welch ein Zufall, gerade im Mai zu Beginn der Biker-Saison einen neuen Radweg anzuk├╝ndigen?├ťbrigens: Wei├č der Landrat nicht, dass es ├╝ber weite Strecken entlang der parallel verlaufenden B 279 bis Pfaffendorf schon einen Radweg gibt? Und die Nutzung der Bahnstrecke als Trasse f├╝r neue Umgehungsstra├čen bewirkt lediglich eine inner├Ârtliche     Verkehrsumleitung (sch├Ân in Pfarrweisach und Pfaffendorf zu sehen), nicht aber eine wirkliche Verkehrsentlastung f├╝r die Anwohner. Die ist nur mit weitr├Ąumigen Umfahrungen zu haben. Und selbst den Gipfel des Zynismus konnte der Landrat nicht auslassen, indem er das von ihm ma├čgeblich mit zu Grabe getragene Hofheimerle als Vergleich erw├Ąhnte.Mit der Stilllegung der Bahnstrecke Ha├čfurt-Hofheim sollte sich wirklich niemand r├╝hmen. Die Gleise der Strecke Ebem-Maroldsweisach st├Âren nun wirklich keinen; man sollte sie liegen lassen, denn wer wei├č, wozu sie noch gut sind! 
Egon Willibald B├Ąrenstra├če 15a   96231 Staffelstein


15.06.2001 Verladung von gro├čen Holzst├Ąmmen - dadurch Entlastung der Bundesstra├če
im Hintergrund ist der gr├╝ne Kesselwagen des Branntweinmonopols zu sehen

Fr├Ąnkischer Tag 10.05.2001
Bahnhof Ebern verliert G├╝terverkehr
Kreistagsausschuss ├╝ber Entscheidung f├╝r Ebern informiert
Erfreuliches Fahrradangebot

KREIS HASSBERGE. Der G├╝terverkehr am Bahnhof in Ebern wird zum 1. Januar 2002 eingestellt. Dies best├Ątigte in der gestrigen Sitzung des Ausschusses f├╝r Arbeit, Wirtschaft und Verkehr des Landkreises Ha├čberge in Ha├čfurt Landrat Rudolf Handwerker.

von Jochen Bopp

Begr├╝ndet wird dies mit der Aufl├Âsung des Bundeswehr- Standortes in Ebern ebenfalls im kommenden Jahr. Die Bundeswehr sei der einzige nennenswerte Kunde der Bahn im G├╝tertransport noch in Ebern gewesen, habe die Bahn erkl├Ąrt. Die beabsichtigte Einstellung sei mit der Bundeswehr abgesprochen.

Ein G├╝terverkehr wird damit nirgendwo mehr im Landkreis Ha├čberge auf der Bahn abgewickelt. Auch in Ha├čfurt und in Zeil gibt es diesen Service seit l├Ąngerer Zeit schon nicht mehr. Landrat Handwerker teilte zwar mit, dass er eine Umfrage bei in Frage kommenden Firmen in Auftrag gegeben habe, aber "ich sehe jetzt schon keinen Bedarf mehr". Auch die Basaltabbruchfirma Zeilberg AG bei Maroldsweisach sei nicht mehr an der Bahnstrecke Maroldsweisach-Ebern interessiert. Falls sie Bruchsteine f├╝r Bauarbeiten der Bahn selbst liefern m├╝sse, w├╝rde der Firma die noch bestehende Bundeswehrrampe in Ebern vollauf gen├╝gen. Die Strecke Maroldsweisach-Ebern, die zwischenzeitlich die Bahnbetriebsgesellschaft Waldhof AG ├╝bernommen hatte, m├╝sste zudem erneut saniert werden. Die Waldhof AG, so Handwerker, habe inzwischen ein Stilllegungsverfahren eingeleitet.

Die Frist, in der sich ein potenzieller Interessent melden m├╝sste, l├Ąuft am morgigen Freitag aus. Da nicht zu erwarten ist, dass sich ein Interessent noch meldet, der die Strecke aktivieren m├Âchte, d├╝rfte der Stilllegungsbescheid in drei Monaten ergehen.

Handwerker sieht darin auch etwas Positives. Auf der Trasse k├Ânnte n├Ąmlich, wie schon beim "Hofheimerle", ein Radweg entstehen. Insbesondere aber sei die Trasse wichtig f├╝r die ├Ârtlichen Umgehungsstra├čenprojekte von Pfarrweisach und Voccawind.

Eine erfreuliche Resonanz hat die Aktion der kostenfreien Fahrradmitnahme zu verzeichnen. Dem Pilotversuch der Landkreise und St├Ądte Bamberg, Coburg, Cham, Hof, Kronach, Kulmbach und Lichtenfels haben sich im Mai vergangenen Jahres auch die St├Ądte und Landkreise in der Region Main-Rh├Ân angeschlossen. Radwanderer und Fahrradfreunde auch im Landkreis Ha├čberge haben dadurch die M├Âglichkeit , in allen Regional- Bahnen und Regional-Expressz├╝gen im nordbayerischen Raum ihre Fahrr├Ąder kostenfrei mitzunehmen. Die Z├╝ge sind mit Fahrrad-Waggons entsprechend ausstaffiert.

Der Landkreis Ha├čberge zahlte f├╝r diesen Vorteil der Radler pauschal einen Betrag von 4300 Mark an die DB Regio AG. Auch ab dem Fahrplanwechsel zum 2. Juni wird sich der Landkreis wieder an der Aktion beteiligen. Da die neue Fahrplanperiode eine Laufzeit bis zum 14. 12. 2002 hat, errechnet sich f├╝r den Landkreis ein Pauschalentgelt von 6800 Mark. Der Einsatz von ├ľPNV-Mitteln ist hierf├╝r nicht m├Âglich.

Der Ausschuss begr├╝├čte, dass im vergangenen Sommer allein aus dem Landkreis durchschnittlich 18 Fahrr├Ąder mit der Bahn transportiert wurden. Zu Spitzenzeiten (Wochenenden und Ferien), so wurde mitgeteilt, waren es bis zu 124 Fahrr├Ąder. Die Aktion wird vom Landratsamt Ha├čberge deshalb nicht untersch├Ątzt, weil sie als werbewirksam gilt. Von der DB Regio wird n├Ąmlich ein spezieller Prospekt aufgelegt, in dem der Kreis Ha├čberge explizit erw├Ąhnt wird, wie der Kreis-Ausschuss erfuhr.


Fr├Ąnkischer Tag 25.09.2000

Bahnlinie muss nicht zwingend auf Strecke bleiben
CSU-Politiker diskutieren
in Rentweinsdorf ├╝ber Ortsumgehungen an B279 und ├╝ber
Zugverbindung bis "Maro"

RENTWEINSDORF. Die Umgehungen der Orte entlang der Bundesstra├če 279, die Entwicklung der Benzinpreise und damit die Belastung des l├Ąndlichen Raumes standen im Mittelpunkt der Regionalversammlung des CSU-Kreisverbands im Sportheim des FC Rentweinsdorf.

Weitere Themen waren der Ausbau des G├╝terverkehrs auf der Bahnstrecke Bamberg- Ebern-Maroldsweisach und die neue Stimmkreiseinteilung.

Ortsvorsitzender Hans Dekarski leitete dann auf die Umgehungen auf der B 279 ├╝ber. Auch in Renweinsdorf sei der Verkehr nicht weniger geworden, weswegen er nach M├Âglichkeiten einer Umgehung fragte. Landrat Rudolf Handwerker nannte die B 279 ein Problem, weil die Bundesstra├če viele D├Ârfer durchschneide.

Man habe in der Vergangenheit die Situation eines jeden Dorfes untersucht, mit unterschiedlichem Erfolg. Rentweinsdorf sei dabei die erste Gemeinde gewesen, die man besprochen habe. Bei Pr├╝fung aller Umgehungsm├Âglichkeiten habe man jedoch keine L├Âsung gefunden, die realistisch in Angriff genommen werden k├Ânnte. H├Âchstens k├Ąmen L├Âsungen mit einem irrsinnigen Kostenaufwand in Frage. Dabei best├Ątigte Handwerker, dass der Verkehr auf der B 279 durch die Y-L├Âsung der A 71 und A 72 eher zur├╝ckgehen werde. Schon jetzt z├Ąhle man auf der B 279 mit 5000 Fahrzeugen pro Tag nur die H├Ąlfte der durchschnittlichen Belastung einer Bundesstra├če.

Der Bund w├Ąge die Bedeutung einer Stra├če aber nach dem Kosten/Nutzen-Verh├Ąltnis ab, bei welchem die Verkehrsz├Ąhlungen eine besondere Rolle spielten. Er sehe jedenfalls keine realisierbare M├Âglichkeit, denn eine Tunnell├Âsung scheide wohl aus. Man k├Ânne deswegen nur weitere Entsch├Ąrfungen innerorts ├╝berlegen. - Von Ebern her sei schon entsch├Ąrft worden und auch von Sendelbach habe man die "Insell├Âsung" gebaut. Ob es weitere M├Âglichkeiten gebe, m├╝sse ├╝berlegt werden.

In diesem Zusammenhang kritisierte Helmut M├╝ller die derzeitige Bauma├čnahme bei Laimbach, die in keinem Verh├Ąltnis zu den Kosten stehe. Hier werde im Au├čenbereich unheimlich viel Geld reingesteckt, w├Ąhrend davor und dahinter in Reckendorf und Rentweinsdorf die Nadel├Âhre bestehen bleiben. Auch Sebastian von Rotenhan unterstrich diese Meinung und sagte, er habe eingangs gedacht, der Flugplatz von Sendelbach werde nach Laimbach verlegt. Diese Bauma├čnahme stehe wirklich in keinem Verh├Ąltnis zu den Kosten.

Helmut M├╝ller warf noch einmal das Problem auf, dass in Rentweinsdorf 90 Prozent der Bev├Âlkerung westlich des Dorfes wohne und vor allem auch die Schulkinder mehrmals am Tag die Stra├če ├╝berqueren m├╝ssten. Auch er habe derzeit keine L├Âsung, aber vielleicht k├Ânnte einmal die Bahnlinie umfunktioniert werden.

Landrat Rudolf Handwerker lie├č aber keinen Zweifel daran, dass er auf die Bahnlinie  nicht verzichten wolle . Derzeit sei jedoch die Zeilberg AG als einzige am Fortbestand interessiert und fahre j├Ąhrlich 100000 Tonnen Schotter ├╝ber die Bahn aus. Ein Problem sei jedoch, dass der Bahnk├Ârper v├Âllig neu ├╝berholt werden m├╝sse. Die Zeilberg AG fahre j├Ąhrlich eine Millionen Tonnen Schotter ab, davon also 10 Prozent ├╝ber die Bahnstrecke.

Wie sich dies f├╝r die Strecke Ebern-Maroldsweisach darstelle sei das eine. Anders beurteile er die Bahnlinie zwischen Ebern und Bamberg. Nach seiner Meinung k├Ânne sie in der Zukunft an Bedeutung gewinnen. MdL von Rotenhan berichtete ganz aktuell von einer Klausursitzung der CSU -Landtagsfraktion in Schloss Banz, auf der auch der Vorsitzende der Bahn Mehdorn ├╝ber seine Vorstellungen informierte.

Bei ihm st├╝nden Rentabilit├Ątsberechnungen im Vordergrund, bei denen er von einer Mindestfrequenz von 2000 Menschen im Tag ausgehe. So gesehen w├Ąre die Strecke Ebern-Bamberg nicht rentabel. Bayern wolle diese Mindestzahl vielleicht auf 1000 senken und Wirtschaftsminister Wiesheu sei sogar entschlossen, bis auf 500 zu gehen. Trotzdem erreiche die Strecke Ebern-Bamberg diese Zahlen nicht. Er wolle nicht der Schlie├čung das Wort reden, aber man m├╝sse flexibel reagieren, m├╝sse mit den Schulen reden und m├╝sse die Bedarfszeiten und den Einsatz der Z├╝ge ├Ąndern.

So k├Ânnten die Gymnasiasten von Reckendorf nach Ebern mit dem Zug fahren. Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Bahn k├Ânne man nicht einfach ├╝bergehen. Sie m├╝sse viel in die Unterhaltung stecken, denn 95 Prozent des Schienennetzes seien vor 1910 gebaut. 6350 Bahnh├Âfe w├╝rden kaum genutzt und seien damit mehr oder weniger ├╝berfl├╝ssig. "Wir d├╝rfen uns keinen Illusionen hingeben, sondern brauchen Argumente und konstruktive Vorschl├Ąge."

Handwerker warf noch ein anderes Argument ein, dass nach seiner Meinung die Stra├čen langsam an die Grenzen ihrer Kapazit├Ąt k├Ąmen. Au├čerdem habe der Landkreis einen negativen Pendler-Saldo von t├Ąglich 7000 Pendlern.

G├╝nther Vetter sprach den G├╝terverkehr auf der Bahnstrecke an und stellte die Frage, warum nicht auch Zuckerr├╝ben von Rentweinsdorf nach Ochsenfurt bef├Ârdert werden k├Ânnten. Bevor die Bauern nun Fuhrgemeinschaften bildeten und erneut die Stra├čen belasten, sollte man auch solche Vorschl├Ąge ├╝berdenken. - Florian Schmucker aus Ermershausen konnte sich eine Rentabilit├Ąt vorstellen, wenn vielleicht auch das zuk├╝nftige S├Ągewerk Pollmeier ├╝ber die Bahnlinie Produkte abfahre. CSU-Vorsitzender Kerker erinnerte an die Probleme mit dem ├ľPNV und meinte, dass man auch das nutzen m├╝sse, was man fordere. "Wir k├Ânnen Einrichtungen nicht aufrechterhalten, wenn wir sie nicht nutzen."

Handwerker gestand ein, dass man im l├Ąndlichen Raum immer Probleme habe, wenn es um die Zahlen auf Stra├čen und Schienen gehe. Er sei f├╝r eine Aufrechterhaltung der Bahnstrecke, weil man die zuk├╝nftige Entwicklung nicht voraussehen k├Ânne und deswegen zumindest die Chance auf eine Nutzung offenhalten sollte. Dabei m├╝sse man nat├╝rlich von Grund auf aufbauen und Zuggarnituren und anderes entsprechend anpassen.


Fr├Ąnkischer Tag 20.08.1998

Freie Bahn f├╝r den G├╝terzugverkehr

Wiederbelebung der Bahnstrecke Ebern-Maroldsweisach steht wohl unmittelbar bevor

EBERN/MAROLDSWEISACH. Ab morgen k├Ânnte der G├╝terverkehr wieder ├╝ber die Bahnstrecke Ebern-Maroldsweisach rollen. Am Freitag, 21. August, tritt n├Ąmlich der Pachtvertrag in Kraft, den die Deutsche Bahn AG mit der Bahngesellschaft Waldhof AG (BGW) mit Sitz in Mannheim abgeschlossen hat. Damit ist der Weg frei f├╝r eine Wiederbelebung des 16 Kilometer langen Streckenabschnittes, ├╝ber den seit April 1997 kein Zug mehr gerollt ist.

Am Mittwoch erhielt B├╝rgermeister Werner Thein die schriftliche Best├Ątigung des Gesch├Ąftsbereiches Netz bei der DB Niederlassung S├╝d in M├╝nchen: Mit Wirkung vom morgigen Freitag, 21. August, tritt die Deutsche Bahn die Teilstrecke Ebern-Maroldsweisach an die BGW ab. Wie es hei├čt, soll der Pachtvertrag zun├Ąchst bis zum Jahresende 1999 befristet sein.

Die Bahn, f├╝r die durch den Vertrag s├Ąmtliche rechtlichen Verpflichtungen zur Instandhaltung dieses Streckenabschnittes erl├Âschen, baut darauf, da├č die BGW die Strecke sp├Ąter kaufen wird. Dies wiederum d├╝rfte davon abh├Ąngen, wie rentabel die Strecke ist.

Haupts├Ąchlich Transporte der Maroldsweisacher Basaltwerke auf dem Zeilberg werden ├╝ber die Schienen rollen. Bei der BGW hofft man auf eine Frachtmenge von mindestens 60 000 Tonnen Basalt im Jahr.

Die BGW betreibt bereits mehrere Bahnlinien in Baden-W├╝rttemberg und Rheinland-Pfalz. Das 30 Mitarbeiter z├Ąhlende Unternehmen erreichte zuletzt einen Jahresumsatz von sechs Millionen Mark.

Die Bahnstrecke Ebern-Maroldsweisach soll angeblich f├╝r einen symbolischen Preis von einer Mark an die BGW verpachtet worden sein. Diese verpflichtete sich im Gegenzug, drei Br├╝cken reparieren zu lassen, derentwegen der Zugverkehr im vergangenen Fr├╝hjahr komplett stillgelegt werden mu├čte.

Die drei betroffenen Br├╝cken liegen auf einem 700 Meter langen Streckenbereich zwischen Pfarrweisach und Junkersdorf. Zwei von ihnen ├╝berqueren B├Ąche, eine f├╝hrt ├╝ber eine Stra├če. Wegen der Sch├Ąden an diesen Bauwerken war die gesamte Strecke “aus technischen Gr├╝nden” gesperrt worden. Die Sanierungskosten wurden damals von der Bahn AG auf ann├Ąhernd 120 000 Mark gesch├Ątzt, was man f├╝r unwirtschaftlich hielt.

Die grunds├Ątzliche Entscheidung, die Strecke stillzulegen, war schon lange vorher aus wirtschaftlichen Erw├Ągungen gef├Ąllt worden. Man habe stets auf gro├če Transportauftr├Ąge der Maroldsweisacher Basaltwerke gewartet, die immer wieder angek├╝ndgt wurden, hie├č es bei der Bahn. Passiert sei indessen nichts. So kam das technische K.O. im vergangenen Fr├╝hjahr im Grunde nicht ungelegen. Der Personenverkehr via Schiene war ohnedies bereits 1988 eingestellt worden.

Die Geschichte der 1896 gegr├╝ndeten Bahnstrecke war stets mit den Geschicken der vor 101 Jahren gegr├╝ndeten “Ersten Bayerischen Basaltwerk AG” verkn├╝pft. Von hier aus rollten Steintransporte ├╝ber Ebern und Bamberg ins gesamte Bundesgebiet. Heute werden t├Ąglich bis zu 8000 Tonnen Basalt auf dem Zeilberg produziert. Allein 1996 soll die Gesamtproduktion 1,7 Millionen Tonnen Gestein betragen haben. Alle Transporte werden derzeit ├╝ber die Bundesstra├če 279 erledigt.

Bis gestern wu├čte Fritz Grader, der Gesch├Ąftsf├╝hrer der Steinbruchbetriebe auf dem Zeilberg, nichts vom Inkrafttreten des bereits im Juni abgefa├čten Pachtvertrages. Dementsprechend konnte er dem FT auch keine Angaben machen, wann der erste G├╝terzug durch den Weisachgrund rollen wird.

Gr├╝nes Licht

Im Maroldsweisacher Bauausschu├č indessen ging es am Dienstag um eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung f├╝r die Verladung von Gestein am Bahnhof. T├Ąglich sollen dort zwischen 6 und 18 Uhr bis zu 1000 Tonnen Gestein auf Waggons verladen werden. Der Marktgemeinderat gab gr├╝nes Licht. Im Gespr├Ąch mit dem FT gab sich B├╝rgermeister Werner Thein ├╝berzeugt, da├č der G├╝terverkehr auf der Schiene bereits in den n├Ąchsten Tagen in Bewegung kommen wird, denn die Br├╝cken zwischen Ebern und Maroldsweisach seien seines Wissens wieder intakt.

Er schlie├čt nicht aus, da├č auch der Personennahverker wieder auf die Schiene umsteigen k├Ânnte. Aus Gespr├Ąchen mit BGW-Vertretern wisse er, da├č auf anderen Nebenstrecken des privaten Betreibers wieder Personenz├╝ge eingesetzt wurden. Die Z├╝ge w├╝rden bei der Bahn AG angemietet.

Trotzdem beurteilt der B├╝rgermeister die Zukunft der Bahnstrecke, wie er selbst sagt, “pessimistisch”. Er bezweifelt, da├č die Frachtmenge der Steinbruchbetriebe gen├╝gt, um den Schienenverkehr dauerhaft zu sichern.

 

 

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