Naturschutz

Amphibienschutz

Schutzzaun bei Jesserndorf/Gemünd

Laichgewässer
vom Landratsamt Haßberge angelegt

Unter www.erdkroete.de erhalten Sie weitere interessante Informationen zu Amphibien

 

 

 

Projekt “Amphibien” für Schulen und Kindergärten

der BUND Naturschutz Ebern bietet für Schulen und Kindergärten sein Projekt "Amphibien" an. Darin sind verschiedene Materialien wie Bestimmungsbücher, Schulmaterialien, DVD und als Besonderheit lebensechte Modelle unserer heimischen Amphibien zusammengestellt, die ausgeliehen werden können.

bitte hier klicken   Grasfrosch 01

 

 

"Grasfroscherfassung durch den BN Ebern

Gerade in den letzten Jahren wurde in Bayern ein Rückgang der Amphibien festgestellt. Auch der Bund Naturschutz Ebern bemerkte in den letzten beiden Jahren am betreuten Amphibienzaun bei Jesserndorf diesen. Um weitere Zahlen zur Bestandsentwicklung zu erhalten, bitten die Eberner Naturschützer die Bevölkerung in den nächsten vierzehn Tagen zur Mithilfe bei der Erfassung von Laichballen des Grasfrosches.

Der Grasfrosch ist nach der Erdkröte unsere häufigste Amphibienart. Bereits in den ersten lauen Nächten an Mitte Februar verlassen die Tiere ihr Winterquartier im Boden und begeben sich auf Wanderschaft zu den Laichgewässern, die sie stets recht ortstreu beibehalten. Einige Tiere überwintern bereits in Teichnähe oder sogar im schlammigen Gewässergrund.

Häufig ist das Wasser noch eiskalt, wenn das Weibchen seine bis zu 4000 Eier in einem Laichballen an der sonnigsten, flachsten und damit wärmsten Stelle des Teiches ablegt.

Nun bittet der BN Ebern die Bevölkerung im Bereich des Altlandkreises Ebern etwa in den nächsten 14 Tagen bei ihren Spaziergängen auf Laichballen zu achten, die in Gräben oder Teichen auf der Wasseroberfläche schwimmen, und an den BN zu melden. Nach etwa zwei Wochen hat sich der Grasfroschlaich so weit entwickelt, dass sich die Klumpen weitgehend aufgelöst haben und damit kaum noch festzustellen sind. Bei der Meldung wäre die genaue Ortsangabe und die geschätzte Zahl der Laichklumpen wichtig.

Die Meldung könnte per Mail an: vorstand@bund-naturschutz-ebern.de mit einem Bild oder telefonisch Kurt Langer 09531/4131, Alexander Hippeli 09531/5548 oder Harald Amon 09531/1737 mitgeteilt werden.

Ziel der Aktion ist, den aktuellen Stand von Grasfroschlaichgewässern zu erfassen und in den nächsten Jahren dann eine vergleichende Erfassung durchzuführen, die die Bestandsentwicklung dann dokumentieren soll."

Grasfrosch01a

Grasfrosch02

 

 

Helfer auch für das Frühjahr 2009 gesucht

Zugefrorene Teiche, Nachttemperaturen im tiefen Minusbereich, die Natur befindet sich noch im Winterschlaf. Die Herzfrequenzen und die Atmung der Amphibien laufen noch auf der Sequenz Sparflamme. Und dennoch, in wenigen Wochen, wenn die wärmere Sonne wieder den Frühlingsstart einläutet, die Temperaturen in den zweistelligen Bereich klettern, ist es wieder soweit. Tausende Frösche, Kröten und Molche warten in ihren Startlöchern, um an ihre Laichgebiete zu gelangen.

In unserem Landkreis Haßberge hat der Bund Naturschutz etliche Amphibienwanderstrecken zu betreuen. Der Bund Naturschutz (BN) baut dafür 13 Schutzzäune auf, um ein Massensterben durch den Autoverkehr zu verhindern.

An warmen, leicht feuchten Tagen wollen viele Amphibien ihr Ziel, ihre Geburtsstätten, einen See oder Teich wieder aufsuchen. Die Gefahr auf der Straße von Autos überfahren zu werden erkennen sie leider nicht.

An der zu dieser Zeit vom Bund Naturschutz aufgebauten Zäunen werden sie aber zurückgehalten und so vor dem meist sicheren Tod gerettet. Abends erlaubt man ihnen aber zu ihrem Ziel zu gelangen, indem man sie in Eimern sammelt, über die Straße trägt und am Wasser wieder aussetzt. Es ist ein schönes Erlebnis, dann sagen zu können: „Heute habe ich 10, 50 oder 100 Amphibien das Leben gerettet.“

In den letzten Jahren sind dem Bund Naturschutz einige Helfer verloren gegangen, sei es alterbedingt oder durch einen Wohnortwechsel. Um diese Lücken zu schließen, werden Natur- und Tierfreunde gesucht, die beim Amphibienschutz mithelfen möchten. Speziell werden noch Helfer für die Zäune im Ebelsbachtal und bei Stettfeld und im gesamten Landkreis gesucht.

Wer Interesse hat, bitte in der BN-Geschäftsstelle in Haßfurt ( 09521/7113; E-Mail: bund-naturschutz-hassberge@t-online.de) oder an die bekannten, aktiven Mitglieder des Bund Naturschutzes wenden. bn

 

 

Aufruf im Frühjahr 2008
Jeder kann ein Lebensretter sein

Hassberge – Eine feuchtwarme Frühjahrsnacht, blinkende Taschenlampen, schemenhafte Bewegungen am Straßenrand, Eimer voller Kröten, Molche und Frösche – Amphibienschutzaktionen an Straßen sind ein Herzstück des Artenschutzes im Bund Naturschutz (BN).

Amphibienschutz ist wichtig. Der Bund Naturschutz Haßberge sucht derzeit dringend nach weiteren Helfern, die bei der Betreuung der Schutzzäune mithelfen und die kleinen Tiere einsammeln und sicher über die Straße tragen.

AmphibHand01

Hassberge – Eine feuchtwarme Frühjahrsnacht, blinkende Taschenlampen, schemenhafte Bewegungen am Straßenrand, Eimer voller Kröten, Molche und Frösche – Amphibienschutzaktionen an Straßen sind ein Herzstück des Artenschutzes im Bund Naturschutz (BN). Dieser zupackende Einsatz rettet in Bayern jedes Jahr etwa eine halbe Million Kröten, Frösche und Molche vor dem Straßentod. Im Landkreis Haßberge werden bis zu 20 000 in jedem Jahr über die Landkreisstraßen getragen. „Allen Helferinnen und Helfern gilt unser allergrößter Dank für ihren selbstlosen Einsatz“, betont dazu BN-Kreisvorsitzender Dr. Klaus Mandery.

Hunderte von Amphibienwanderstrecken gilt es zu betreuen. Im Landkreis Haßberge werden in jedem Jahr bis zu 17 Fangzäune durch den BN aufgebaut. Der BN würde daher gerne weitere Helfer als aktive Unterstützer bei sich begrüßen. „Denn je mehr Menschen sich für den Amphibienschutz einsetzen, desto mehr kann für die kleinen Tiere getan werden“, so Mandery. Er ruft Interessierte dazu auf, sich von der faszinierenden Welt der Amphibien begeistern zu lassen.
Warum dieser Appell zum jetzigen Zeitpunkt? Nach der ersten Wanderwelle der letzten warmen Tage ist jetzt wieder Zurückhaltung eingekehrt. In Tausenden Startlöchern warten die Wanderer auf die nächsten warmen Tage, die bestimmt kommen werden. An einigen Stellen im Landkreis haben sich neue Wanderwege mit Tausenden Tieren etabliert, welche die Straßen queren. Der BN sieht sich außerstande, an all diesen Wanderwegen Fangzäune zu betreuen. Aus diesem Grund wurden keine weiteren Zäune aufgebaut.
Wären jedoch Helfer da, die ihren eigenen Beitrag zum Artenschutz leisten wollen, die an warmen Abenden die Amphibien entlang der Zäune einsammeln würden, könnten auch die restlichen Zäune aufgebaut werden. Ein Einsatz von einer oder zwei Stunden bei geeigneten Wetterbedingungen oder ein Überwachungsdienst einmal die Woche – das wäre für das Erste schon ausreichend. Interessierte können sich in der BN-Geschäftsstelle in Haßfurt unter 09521/7113, per E-Mail unter bund-naturschutz-hassberge@t-online.de oder bei den bekannten aktiven Mitgliedern des BN melden.
„In spätestens vier Wochen ist alles vorbei, dann können die Helfer voller Stolz den Erfolg ihrer Hilfeleistung im nächsten Teich begrüßen: Tausende Kaulquappen drehen dort ihre Kreise“, so Mandery. Noch einmal können sich die Helfer dann mit dem BN freuen, wenn beim Helferfest ihr Beitrag zum bayernweiten Amphibienschutz gewürdigt werden wird.
Doch warum gerade Amphibien? Diese Tiergruppe wird es in den kommenden Zeiten des Klimawandels von allen am schwersten haben. Viele Experten glauben schon, dass ihre Tage gezählt seien. Es wird über weite Strecken einfach zu trocken werden für diese mit dem Laichgeschäft auf den Wasserlebensraum angewiesenen Tiere. Nur große und damit stabile Populationen werden genügend ausreichend gut angepasste Individuen haben, die auch den kommenden ungünstigeren Lebensbedingungen etwas entgegensetzen können, weiß der Fachmann. „Nur eine gute Ausgangslage im Hinblick auf die kommenden schlechteren Zeiten wird ein Überleben ermöglichen können.“


Der Amphibienschutzzaun(Referat)
 zusammengestellt von Florian Amon
Frosch 1.Warum braucht man einen Amphibienschutzzaun?
(Amphibien wandern von Winterquartier zu Laichgewässer usw.) Die Wanderung vom Winterquartier zum Laichgewässer findet im März, die vom Laichgewässer zum Sommerquartier im Mai-September, nachdem sie abgelaicht haben, u. die von Sommer- zu Winterquartier im Oktober statt. Das Winterquartier ist ein Unterschlupf an dem sie die Winterstarre ausüben. Bei der Wanderung legen Kröten im Jahr bis zu 2km, Spring- u. Grasfrösche bis zu 1km und Molche und Laubfrösche bis zu 500m zurück. Auf ihrem Weg müssen sie oft Straßen überqueren, so dass sie leicht überfahren werden. Das passiert aber vor allem auf dem Weg von Winterquartier zu Laichgewässer, weil sie auf dieser Wanderung erst gerade von der Winterstarre aufgewacht sind und dadurch noch langsamer sind und sich auf dem erwärmtem Teer aufwärmen wollen. Dabei werden sie dann überfahren. Damit dies nicht passiert, braucht man Amphibienschutzzäune. Auf dem Weg zum Sommerquartier aber sind sie schon fitter und springen schneller über die Straße, so daß nur noch ein geringer Teil überfahren wird.

2.Amphibienschutzzaun bei Gemünd
Standort des Zaunes:

Er liegt an der Staatsstraße zw. Ebern und Hassfurt. Diese befindet sich nämlich zwischen Winterquartier und Laichgewässer von Amphibien. Das Winterquartier befindet sich hier in einem Wald und das Laichgewässer stellen drei Teiche auf der anderen Straßenseite dar.
Art des Zaunes:
Dieser Amphibienschutzzaun besteht aus Holz und Nylon, ist ungefähr 500m lang und wird jedes Jahr von freiwilligen Helfern des Bundes Naturschutz Ebern aufgebaut. Diese Helfer sammeln allabendlich mit Eimern die Amphibien, bringen sie sicher über die Straße und lassen sie auf der anderen Seite in der Nähe der Teiche wieder laufen.
Aufbau des Zaunes:
Der Schutzzaun wird im März, entsprechend der Witterung, die Straße entlang aufgebaut und alle 5m mit einem Stickel befestigt. Die unteren 5cm werden in den Boden eingegraben, damit die Amphibien nicht untendurch kriechen können. Seit 1986 werden die oberen 7cm mit Wäscheklammern umgeknickt, damit Molche nicht hinüberklettern können.
Die Amphibienarten:
An diesem Zaun sind Erdkröten, Grasfrösche, Bergmolche und Teichmolche vertreten. Alle diese vier Arten sind sind, wenn man es in ganz Deutschland sieht nicht vom Aussterben bedroht, stellen einaber ein wichtiges Glied im Gleichgewicht dar und dürfen es dadurch nicht werden. Der Grasfrosch kommt in ganz D vor und ist braunschwarz und dunkelgrün . Die Erdkröte kommt auch in ganz D vor, ist braun, wie jede Kröte warzig und ist vor allem an Waldbestände gebunden. Sie ist unsere häufigste Amphibienart. Der Teichmolch kommt auch in ganz Deutschland vor, ist braun, am orangenen Bauch gepunktet, der Schwanz macht die halbe Körperlänge aus und das Männchen besitzt einen glatten Kamm. Der Bergmolch kommt außer im Bereich der ehemaligen DDR auch in ganz Deutschland vor. Er sieht dem Teichmolch sehr ähnlich, nur hat er keine Punkte am Bauch, der Schwanz ist wesentlich kürzer und der Kamm vom Männchen ist gezackt.
Anzahl der wandernden Amphibien:
Jedes Jahr werden an diesem Zaun etwa 1000 Amphibien über die Straße gebracht. Davon sind ungefähr 1% Grasfrösche, 2% Teichmolche, 10% Bergmolche und 87% Erdkröten. Bei den Erdkröten werden die Jungtiere erst nach 3-4 Jahren geschlechtsreif und wandern zum Laichgewässer. Dadurch werden sie erst nach 3 Jahren erfaßt. Obwohl man an den drei Teichen einigen Grasfroschlaich sieht, sind am Zaun nur einzelne bis gar keine Grasfrösche zu verzeichnen. Das liegt daran, daß sie eher als die anderen Amphibien, also manchmal vor dem Zaunaufbau wandern. Da Frösche aber nicht unbedingt einen Wald zum Überwintern nutzen, kann es auch daran liegen, daß sie bei Büschen überwintern und dann über die freie Fläche zum Laichgewässer wandern.

 
Amphibienzaun_Jesserndorf_alle Jahre_bis2014

Anzahl der erfassten Amphibien:
 Anmerkungen:
Die Daten des Jahres 1985  fehlen!
Dass erst seit 1986 Molche zu verzeichnen sind, liegt (wie schon vorher erwähnt) daran, daß erst seit diesem Jahr der obere Rand des Zaunes umgeknickt wurde und die Molche nicht mehr hinüberklettern können.
Bei den Fröschen liegt es wahrscheinlich daran, dass sie ein bißchen früher als die andern Amphibien wandern und so vom später aufgebauten Zaun nicht erfasst werden.

Abbau des Zaunes:

Nach 4-5 Wochen, wenn die ersten Rückwanderer zu sehen sind, wird der Zaun abgebaut, da er für diese im Weg ist. Wie schon vorher erwähnt, braucht man für die Rückwanderer keinen Zaun, da diese wegen den wärmeren Temperaturen schon schneller sind.

3.Andere Möglichkeiten vom Schutz der Amphibien beim Überqueren der Straße
a.Straßensperrung
Bei der Straßensperrung wird, wie der Name schon sagt die Straße gesperrt. Dies geschieht im Normalfall entweder zwischen 19h und 7h ober 20h und 7h. Diese Art des Amphibienschutzes kann aber nur an nicht stark befahrenen Straßen ausgeübt werden. Außerdem muß die Möglichkeit einer Umleitung der Autos bestehen. Dieses wurde 1986 auch bei Gemünd angewandt, weil es zu einer Massenrückwanderung kam.

b.Krötentunnel

Der Krötentunnel muß auch in Verbindung mit einem Zaun gebaut werden. Der Zaun soll die Amphibien zu den Tunneln, die unter der Straße durchführen leiten. Hierbei handelt es sich um einen Zaun, der immer stehenbleibt. Er steht an beiden Straßenseiten. Da bei dieser Weise A. zu schützen die Straße erst aufgerissen werden muß, wird sie normalerweise auch nur bei Neubauten von Straßen verwendet.

c.Brückenbauweise
Das ist wohl die teuerste Weise A. zu schützen. Sie zahlt sich nur aus, wenn die Straße neu gebaut wird, da man statt der normalen Straße eine Brücke baut, unter der die A. ihre Wanderung fortsetzen können.
Zum Schluß noch eine nicht mehr angewändete Methode.

d.Ersatzlaichgewässer
Sie wird nicht mehr angewendet, weil es sich herausstellte, dass Amphibien die vom Menschen neu erschaffenen Laichgewässer nicht annehmen, weil sie einen Drang haben, immer wieder zu dem Gewässer an dem sie geboren sind zurückzukehren.

Dieses Referat wurde von Florian Amon für den Deutschunterricht der 8.Klasse (1996) zusammengestellt und mit einigen Ergänzungen hier veröffentlicht.

BUND Naturschutz Ebern

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