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Naturschutz Ebern

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Vogelstimmen zum Kennenlernen

 

Termine der Vogelstimmenwanderungen 2017 unter FĂŒhrung von unserem Vogelkundler Dr. Werner Ullmann:
19
. Februar  8.00 Uhr Ebern, neuer Bahnhof
19. MĂ€rz  8.00 Uhr Ebern, Bw-Übungsplatz Parkplatz Holzlagerplatz Straße nach Unterpreppach
23. April  7.00 Uhr Kraisdorf, beim BuswartehĂ€uschen, FĂŒhrung Dr.Groß und Dr. Ullmann
21. Mai  6.00 Uhr Hemmendorf, Altes Brauhaus, Parkplatz nahe ItzbrĂŒcke

Der BUND Naturschutz Ebern lĂ€dt zu den etwa zweistĂŒndigen Vogelstimmenwanderungen ein. Im monatlichen Abstand wird an verschiedenen LebensrĂ€umen die Vogelwelt erkundet und vorgestellt.

Zu den Exkursionen, die etwa zwei Stunden dauern, sind eine wetterfeste Kleidung und das Mitbringen eines Fernglases zu empfehlen.

Zum Selbstlernen der Vogelstimmen kann in der GeschĂ€ftsstelle des BUND Naturschutz Haßberge
in Ebern, Spitaltorstraße 3,
ein „ Ting-Stift“ mit Buch ausgeliehen werden.
Damit kann man sich zu einzelnen Vögeln den Gesang anhören.
Telefonnummer 09531 944 35 66.

 

2015

Am kommenden Sonntag, den 29. MĂ€rz, findet die zweite Vogelstimmenwanderung vom BUND Naturschutz Ebern statt. Die FĂŒhrung hat wieder Dr. Werner Ullmann. Treffpunkt ist noch einmal um 8.00 Uhr (Achtung In der Nacht Wechsel zur Sommerzeit) am ehemaligen Pfarrzentrum in Ebern, um von dort aus einen etwa zweistĂŒndigen Rundgang zu beginnen.
In den letzten Wochen ist viel Leben in die Vogelwelt gekommen, auch wenn die Temperaturen noch nachts teils niedrig liegen. Einige Vogelarten haben sogar schon mit dem BrutgeschĂ€ft begonnen. So begegnen die Vogelfreunde sicher wieder einer Vielzahl von Vogelstimmen. Durch die unterschiedlichen Bereiche von Wald- und Offenland sind verschiedene Vogelarten  bei einem Rundgang zu erwarten.
Zur Exkursion, die etwa zwei Stunden dauert, sind eine wetterfeste Kleidung und das Mitbringen eines Fernglases zu empfehlen.
 

Fortgesetzt werden die FĂŒhrungen am Sonntag, 26. April um 7.00 Uhr in Gereuth am Schlosseingang und dann schließlich fĂŒr FrĂŒhaufsteher am Sonntag, 17. Mai um 6.00 Uhr an der ItzbrĂŒcke in Hemmendorf.

 

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2014

Bericht von der 2. Vogelstimmenwanderung des BUND Naturschutz Ebern
am 30. MĂ€rz 2014 in Ebern

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Trotz der Zeitumstellung fanden sich zahlreiche Vogelfreunde zur
2. Vogelstimmenwanderung des Bund Naturschutz Ebern am vergangenen Sonntag am Pfarrzentrum ein. Der Vogelkundler Dr. Werner Ullmann zeigte bereits im innerstÀdtischen Bereich zahlreiche Vogelarten und konnte viel Wissenswerten dazu in kleinen Geschichten erzÀhlen.
2014_03_30_Vogelstimmenwanderung b
Besonders das anhaltende Rufen des Buchfinks und der gleichmĂ€ĂŸige Gesang des Zilp-Zalps fielen neben GrĂŒnfink, Kohlmeise, Blaumeise, Rotkehlchen und Heckenbraunelle auf . Der MĂŒhlbach empfahl sich mit seinem alten Baumbestand als wahres Vogelparadies, in dem sich zahlreiche Stare und besonders die MönchsgrasmĂŒcke wohl fĂŒhlten.
Richtung HetschingsmĂŒhle demonstrierte eine Goldammer ihr leuchtend gelbes Federkleid und im anschließenden Losbergwald waren das wiederholende Rufen der Singdrossel und das Flöten des Zaunkönigs noch zu vernehmen.
Am Ende hatten die Vogelfreunde 29 Vogelarten bestimmt und können nun bei den nÀchsten Vogelstimmenwanderungen ihr Wissen festigen.

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NistkĂ€sten fĂŒr die Vogelwelt rund um Ebern

NistkÀsten
Im Bamberger Berufsförderwerk
zimmerten psychisch erkrankte Menschen
NistkĂ€sten fĂŒr den BUND Naturschutz Ebern
Bericht im FT vom 23.12.2013

 

3. Vogelstimmenwanderung in Gereuth
am 5. Mai 2013
Zahlreiche Teilnehmer, 28 Vogelarten

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Zahlreiche Vogelfreunde nahmen an der 3. Vogelstimmenwanderung des BUND Naturschutz Ebern in Gereuth teil. Bereits am Treffpunkt nahe des Schlosseingangs konnte der Vogelkenner Dr. Werner Ullmann auf mehrere Vögel, wie Star und Kohlmeise verweisen.
Nach dem Rundgang durch den Ort ging es ĂŒber die Flur, als die Singdrossel mit ihrem dreimal wiederholenden Rufen zu hören war, in den Lebensraum Wald. Dort konnten der quirrliche Zaunkönig, das gepresste Rufen des Rotkehlchens, der „Regenruf“ des Buchfinks und das Rufen des WaldlaubsĂ€ngers, der NĂ€hmaschine des Waldes, gehört werden. Die Teilnahmer hielten oft lange Zeit an einer Stelle ruhig inne, um die vielfĂ€ltigen Melodien der Vögel zu hören und zu genießen. Mit gekonntem Pfeifen lockte der Vogelkundler dann den Pirol zu mehrmaligen Antworten heraus.
Nach dem zweistĂŒndigen Rundgang, der bei vielen Teilnehmern im Schlossgarten mit einem Kaffee endete, hatten die Vogelfreunde 28 Vogelstimmen in abwechslungsreicher und interessanter Weise von Dr. Ullmann erlĂ€utert bekommen.

 

 

Vogelstimmen zum Lernen
2012

An der letzten diesjĂ€hrigen Vogelstimmenwanderung fĂŒr „FrĂŒhaufsteher“ von Bund Naturschutz Ebern und VHS am vergangenen Sonntag 13.05.2012 in den Itzauen bei Hemmendorf nahmen wieder zahlreiche Interessenten teil. Über 30 Vogelarten konnte Vogelkundler Dr. Werner Ullmann ĂŒber Gesang und Beobachtung den Teilnehmern vorstellen. Darunter waren unter anderen Kuckuck, Blaukehlchen, Rotkehlchen, Nachtigallen, Feldschwirl und einige flatternde Kiebitze.

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Abschließend bedankte sich der BN-Vorsitzende Harald Amon bei Dr. Ullmann fĂŒr seine stets abwechslungsreich durchgefĂŒhrten Vogelstimmenwanderungen.

Er ĂŒberreichte dem aktiven NaturschĂŒtzer die Urkunde zur Anerkennung seiner lĂ€ngjĂ€hrigen Verdienste fĂŒr den Natur- und Umweltschutz im Eberner Raum. So ist der Vogelkundler seit 1986 im Beirat der Ortsgruppe vertreten und hat in ĂŒber 50 Vogelstimmenwanderungen schon weit ĂŒber 2000 Vogelarten bestimmt. Auch ist er mit seinem Fachwissen, das er gerne weiter gibt, oft gefragt und beteiligt sich aktiv bei Landschaftspflegemaßnahmen, wie bei der Pflege der Kiefernheide bei Albersdorf.

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15. Mai 2011 Vogelstimmenwanderung fĂŒr „FrĂŒhaufsteher“

Dr. Werner Ullmann fĂŒhrte letzte von vier Veranstaltungen von BN und VHS Ebern

Blaukehlchen und Kiebitze als Highlights

Zahlreiche „FrĂŒhaufsteher“ fanden sich in Hemmendorf an der ItzbrĂŒcke zur letzten Vogelstimmenwanderung des Bund Naturschutz Ebern und der VHS Ebern ein. Dr. Werner Ullmann konnte bei idealen Bedingungen gleich auf GrĂŒnfink, GartengrasmĂŒcke und Zilp -Zalp hinweisen. Bei angenehmen Temperaturen ließ es sich leicht an der Itz verweilen, man konnte Nachtigall, TeichrohrsĂ€nger und Rohrammer lauschen und die Bachstelze  beobachten. 
Die Itzgrundwiesen ließen diesmal einige Überraschungen zu. So wurden die gelb leuchtenden Bachstelzen und Feldlerchen auf frisch gemĂ€hten Wiesen ausdauernd beobachtet.
Als besonderer Höhepunkte zeigte sich aber die Entdeckung des Blaukehlchens, das sich mehrmals den Teilnehmern von seiner besten Seite zeigte. Dabei konnte auch der leuchtend blaue Kehlfleck intensiv betrachtet werden. 
Als mehrere Kiebitze sich gaugelnd in die Luft erhoben und sich im Sturzflug Richtung Wiesengrund  begaben, brachte dies die Naturfreunde ins SchwĂ€rmen. Da gerieten die prĂ€chtigen Bilder der Rohrammer und des Braunkehlchen schon fast in den Hintergrund.

Mit vielen interessanten Geschichten und genauen Beschreibungen der Charaktere gestaltete der Vogelfreund Ullmann die knapp dreistĂŒndige Wanderung stets unterhaltsam. Am Ende, als man im „FischerstĂŒbl“ noch einen Kaffee trank, konnte man feststellen, dass weit ĂŒber 30 Vogelarten gehört oder gesehen worden sind.

 

Vogelstimmenwanderung des BN Ebern

Vogelstimmen2008_03_09
Als die ersten Sonnenstrahlen herauskamen, horchten die Vogelfreunde bei der Vogelstimmenexkursion des Bundes Naturschutz Ebern unter FĂŒhrung von Dr. Werner Ullmann im Bereich des ehemaligen StandortĂŒbungsplatzes.
BegrĂŒĂŸt vom Gesang von Sing- und Misteldrosseln konnten die Teilnehmer bald im Waldbereich vier Meisenarten, Blau-, Kohl, Sumpf- und Haubenmeise, beobachten.
Goldammer und Feldlerche zeigten sich anschließend im offenen GelĂ€nde, bevor im baumhöhlenreichen Wald nördlich des Bi-Weihers verschiedene Spechte Löcher in die BĂ€ume meiselten. Wie bestellt konnten die begeisterten Vogelfreunde einen Buntspecht bei seinem Arbeitseifer lange beobachten.
Die freie Aussicht vom KÀpelle auf Ebern genossen die Teilnehmer, die von den perlenden GesÀngen von Rotkehlchen und Zaunkönig aus dem Unterholz abgelenkt wurden.
Vorsitzender Harald Amon bedankte sich bei dem Vogelkundler Dr. Werner Ullmann fĂŒr seine anwechslungsreiche, informative Exkursion und versprach, dass der Bund Naturschutz in den nĂ€chsten Wochen wieder FĂŒhrungen in das ehemalige StandortĂŒbungsgelĂ€nde durchfĂŒhren wird, um dessen Arten- und Lebensraumvielfalt aufzuzeigen.

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Neue Presse 27.05.2004

NP 27.05.2004
EBERN
- Der PrÀchtige goldgelbe Pirol ist wieder da
Am 26. September 1827 fragte Goethe Johann Peter Eckermann, der ihm bei der Redaktion seiner Alterswerke half, welcher Vogel im FrĂŒhling am spĂ€testens zu uns zurĂŒckkommt. Eckermann antwortete Goethe, es sei der “prĂ€chtige goldgelbe Pirol”, der erst gegen Pfingsten zu hören sei. Und tatsĂ€chlich kommt der Pirol erst im Mai, wenn der Wald schon belaubt ist. Wegen seiner spĂ€ten Ankunft wird er auch Pfingstvogel genannt. In diesem Jahr war er ziemlich frĂŒh dran. Am Losberg in Ebern konnte man seinen auffallenden Ruf erstmals am 2. Mai hören. Der Vogel ist etwa amselgroß. Kopf, RĂŒcken und Unterseite sind leuchtendgelb, FlĂŒgel und Schwanz schwarz. Er hĂ€lt sich meist versteckt in hohen Baumkronen auf. Dort baut er auch sein kunstvolles Nest. Sein Ruf ist klangvoll tönend. Man versuchte ihm so wie dem Kuckuck einen lautmalerischen Namen zu geben. Das ist nicht gelungen. Der Pirol ruft nicht Pirol, eher schon Loriot (das ist sein französischer Name, den sich Herr von BĂŒlow zueignete), richtiger aber vielleicht “didĂŒaluö”. Jedenfalls ist der Ruf unverwechselbar, genauso auffallend wie der Ruf des Kuckucks, aber wĂ€rmer und voller, fast klingt er wie von einer Flöte gespielt. Man muss ihn einfach gehört haben. Er gehört zu unserem Wald wie der Ruf des Kuckucks.
Wer am Eberner Schwimmbad parkt oder am Losberg spazieren geht, kann den Pirol hören, sehen wird man ihn kaum.

 

Mai 2004 - Bund Naturschutz Ebern stellt den Zaunkönig vor
- Vogel des Jahres 2004 -

Auf eine intakte natĂŒrliche Umgebung angewiesen
Erfassung bis Ende Mai
Einer der kleinsten heimischen Vögel, der Zaunkönig wurde von den VogelschĂŒtzern zum „Vogel des Jahres 2004“ bestimmt. Stellvertretend als populĂ€rer SympathietrĂ€ger, so meint der Bund Naturschutz Ebern, wirbt er fĂŒr viele andere Tiere des Siedlungsraumes fĂŒr natĂŒrliche GĂ€rten, Parks und GrĂŒnflĂ€chen. Der BN bittet um Mithilfe bei einer Erfassung.
Der kaum 10 Gramm schwere Vogel ist durch sein rost-braun gebĂ€ndertes Gefieder im Unterholz perfekt getarnt. Seine fehlende Ă€ußere Pracht macht er mit seinem laut schmetternden, unverwechselbaren Gesang wett, wenn er schon kurz nach vier Uhr in der FrĂŒh und bis in den spĂ€ten Abend zu hören ist.
Sein spitzer und leicht gebogenen Schnabel kennzeichnet ihn als typischen Insektenfresser. So stehen Spinnen, Weberknecht, Motten, Fliegen und andere Insekten, sowie deren Eier und Larven auf seinem Speiseplan. Diese Beute suchte er vor allem in BodennĂ€he, im Wurzelwerk und Reisig. Er findet sie in heimischen Stauden und StrĂ€ucher und weniger „aufgerĂ€umten“ GĂ€rten, Parks und WĂ€ldern.
Das ZaunkönigmĂ€nnchen baut zumeist mehrere kugelförmige Nester, von denen sich das Weibchen das geeignetste Werk aussuchen darf. Dieses liegt oft in Wurzeltellern umgestĂŒrzter BĂ€ume oder in ausgewaschenen Wurzelstöcken an Bachufern, manchmal auch zwischen Holzbalken.
Sehr beliebt ist beim Vogel des Jahres ein natĂŒrlicher Bachlauf mit einem reich strukturierten Ufer. Der Zaunkönig bedankt sich fĂŒr ein ungestörtes BrutgeschĂ€ft, wenn Hecken, GebĂŒsche sowie Röhricht- und SchilfbestĂ€nde nicht bis zum Herbst gerodet oder angeschnitten werden. Dies gilt auch fĂŒr einige Stellen im Garten an denen Laub und Schnittgut einmal liegen bleiben. Reisighaufen stehen als NistplĂ€tze hoch im Kurs und ziehen Insekten an, die beim Zaunkönig auf dem Speiseplan stehen.
Der Zaunkönig ist derzeit nicht in seinem Bestand gefĂ€hrdet, doch steht der Vogel fĂŒr ein ganzes Gefolge von Tieren und Pflanzen, die auf eine intakte natĂŒrliche Umwelt angewiesen sind. So liegen fĂŒr den allgemein bekannten Zaunkönig kaum Bestandszahlen vor. In Ebern sind im Stadtgebiet am Bahngleis sĂŒdlich des Forstamtes und an der Stelle des Gedenksteines Vorkommen bekannt. Der BN wĂŒrde gerne weitere Vorkommen des Zaunkönigs in Verbindung mit dem jeweiligen Lebensraum erfassen und bittet deshalb Vogelfreunde bekannte Standorte mitzuteilen.
Die Erfassung ist noch bis Ende Mai möglich. Dazu können Erfassungsbögen ausgefĂŒllt werden, die bei der Apotheke am Grauturm ausliegen oder man meldet seine Beobachtung direkt bei Harald Amon 09531/1737 oder Alexander Hippeli 09531/5548.

 

NP 06.05.2004 Nachtigall in Ebern
Eine wundervolle und reiche Stimme
EBERN - Seit 30. April 2004 singt nach zweijĂ€hriger Pause in der Anlage am Angerbach wieder die Nachtigall. Der Vogel ist ziemlich unscheinbar. Die Ober­seite ist mittelbraun, die Unter­seite etwas heller. Schwanz und FlĂŒgel sind rötlich angehaucht. Die Nachtigall lebt sehr ver­steckt im Dickicht, vor allem in AuwĂ€ldern, Feldgehölzen und Parkanlagen mit dichtem Unterwuchs. Das Nest aus trockenen BlĂ€ttern, Gras und Haaren wird auf dem Boden oder im dichten GestrĂŒpp gut versteckt angelegt. Die Nachtigall ernĂ€hrt sich in der Hauptsache von Insekten, Spinnen und WĂŒrmern.
Sie kommt Mitte bis Ende April aus Afrika zurĂŒck. Das MĂ€nnchen singt dann bis etwa Mitte Juni im GebĂŒsch auch Nachts. Der Gesang ist sehr laut und abwechslungsreich. Viele verschiedenartige, kristallklare, sich ĂŒberschlagende Motive wechseln mit  monotonen Schmettertönen ab, dazwischen leise, lang gezogene, anschwel­lende Pfeiftöne in leicht absin­kender Tonhöhe (das so genann­te Schluchzen) . Seit mehr als 1000 Jahren gehört die Nachti­gall gerade wegen ihres Gesangs zu dem poetischen Bewusstsein unseres Volkes.
Walther von der Vogelweide (er lebte etwa von 1170 bis 1230) schrieb in seinem Gedicht „Unter der Linde": ,,Tandaradei - schone sanc diu nahtegal - ,,Schön sang dort die Nachtigall". Im MĂ€rchen von Jorinde und Joringel wird die schöne Jorinda, Joringels Braut, in eine Nachtigall verwandelt.
Albertus Magnus (geboren um 1193, gestorben 1280), der große Theologe und Philosoph des Mittelalters, schrieb: ,,Die Nachtigall hat eine wundervolle melodische und reiche Stimme, die getragen und wie schluchzend erklingt, bald in klaren, abgesetzten Tönen, bald in weichen ÜbergĂ€ngen. Ihr Lied ist volltönend, tief und hoch, stĂŒrmisch und feierlich, jauchzend und klagend, als musizierten Harfen, Geigen und Flöten."
In der christlichen Symbolik steht die Nachtigall fĂŒr die Himmelssehnsucht. Sie ist hĂ€ufig auf spĂ€tmittelalterlichen Madonnenbildern zu sehen.