Naturschutz

BN Ebern

Naturschutzbeir├Ąte und Naturschutzwarte im Landkreis Ha├čberge

FT 13.10.2004 See-Projekte am Main begr├╝├čt
Der neue Naturschutzbeirat des Landkreises konstituierte sich
KREIS HASSBERGE. Zu einer neuen Amtsperiode hat sich im Landratsamt der Naturschutzbeirat konstituiert. Die ehrenamtlichen Beir├Ąte, die die Untere Naturschutzbeh├Ârde (Landratsamt) beraten und unterst├╝tzen, hatten bei ihrem ersten Treffen gleich zwei wichtige Themen auf der Tagesordnung: den geplanten Wasser-Freizeitpark der Firma Pfister GmbH zwischen Ro├čstadt und Trunstadt sowie die Umgestaltung des Hochreinsees in der Gemarkung Knetzgau im Rahmen des Life-Natur-Projektes der EU zwischen Ha├čfurt und Eltmann.
Einen Naturschutzbeirat des Landkreises Ha├čberge gibt es zur ÔÇ×wissenschaftlichen und fachlichen Beratung“ seit dem Jahr 1974. Der Naturschutzbeirat besteht aus f├╝nf Mitgliedern und ebenso vielen Stellvertre-tern, die jeweils von Interessenverb├Ąnden wie der Agrar- und Forstwirtschaft, den Naturschutzverb├Ąnden und sonstigen Natur-Nutzern wie der J├Ągerschaft und den Anglern benannt und von der Bezirksregierung best├Ątigt werden.
Die Beir├Ąte und ihre Stellvertreter
Im neuen Naturschutzbeirat des Landkreises Ha├čberge sitzen Dietmar Will (Stellvertreter J├╝rgen Thein), Otto Elsner (Edgar Maier), Anton Schenk (Johann Str├Âhlein), Christoph Fellermeyer (Achim Graf von Beust) sowie Reinhold Giebfried (Christian Freiherr Truchse├č von Wetzhausen). Oberregierungsrat Dr. Gerhard Weinmann, der Leiter der Unteren Naturschutzbeh├Ârde im Landratsamt Ha├čberge, f├╝hrte die Beiratsmitglieder in ihre Aufgaben ein.
Der geplante Freizeitpark auf den Baggerseen zwischen Ro├čstadt und Trunstadt (ehemaliges Umweltskandal -Gel├Ąnde) ist auf einem guten Weg, wie es hie├č. Entgegen den bisherigen Rekultivierungsauflagen will die Firma Freizeitland Manfred Pfister GmbH als Antragstellerin und sp├Ątere Betreiberin auf dem westlichen (Ro├čstadter) Baggersee Freizeitanlagen errichten: eine Wasserskianlage und einen Badestrand. Ein Teil des Sees soll als Ausgleichsma├čnahme zu einer Flachwasserzone umgebaut werden. Die beiden Baggerseen sollen durch einen Durchstich miteinander verbunden werden. Auf dem See auf oberfr├Ąnkischer Seite sollen ein Yachthafen und ein Campingplatz entstehen.
Federf├╝hrend leitete die Regierung von Oberfranken das Raumordnungsverfahren ein. Die Beh├Ârde kam zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben den Erfordernissen gen├╝gt. Die wasserrechtlichen Planfeststellungen laufen. Wegen der Nachbarschaft zu Vogelschutz- und Naturschutzgebieten ist auch noch eine Vertr├Ąglichkeitsstudie erforderlich. Insgesamt kommen alle beteiligten Stellen bisher zu dem Ergebnis, dass die Ro├čstadt/Trunstadter Baggerseen w├Ąhrend der Sommermonate ein gutes Ventil f├╝r den Freizeitdruck Erholungssuchender auf die Seenlandschaft im Maintal sein k├Ânnen.
Man erhofft sich eine Entlastung der Situation an dem teilweise naturgesch├╝tzten Stettfelder Baggersee. Der Ro├čstadter See ist au├čerdem einer der wenigen Seen, die nicht teilweise oder ganz in einem Naturschutzgebiet liegen. ÔÇ×Eine gesteuerte Freizeitnutzung, ├╝berwacht von einem privaten Betreiber ist hier also zu begr├╝├čen“, so der Naturschutzbeirat.
Er gab allerdings auch zwei Anregungen f├╝r Auflagen, die in das Verfahren eingearbeitet werden sollen: ein Angelverbot am Flachwasserbereich und eine R├╝ckbauverpflichtung f├╝r die Wasserskianlage.
Kernst├╝ck im Life-Natur-Projekt
Ebenfalls um einen Baggersee ging es bei dem zweiten Tagesordnungspunkt, der Umgestaltung des so genannten Hochrein-Baggersees in der N├Ąhe von Knetzgau. Die Gemeinde Knetzgau konnte den See mit Umgriff, insgesamt 45 Hektar Fl├Ąche, vor kurzem erwerben. Er bildet ein Kernst├╝ck des laufenden Life-Projekts ÔÇ×Mainaue zwischen Ha├čfurt und Eltmann“ der Europ├Ąischen Union und soll jetzt im Sinne des Vogelschutzes total beruhigt und deutlich aufgewertet werden. Dadurch soll erreicht werden, dass sich in diesem Gebiet auch scheue und europaweit bedeutsame Arten wie die Rohrdommel in beruhigten Schilfzonen heimisch f├╝hlen k├Ânnen.
Die Planungen, f├╝r die das wasserrechtliche Plangenehmigungsverfahren angelaufen ist, sehen vor, dass am Westufer des Sees eine umfangreiche Flachwasserzone entstehen soll, und am Ostufer soll sich ein Auwaldg├╝rtel entwickeln. Am ganzen Hochreinsee soll sp├Ąter absolutes Angelverbot herrschen. Allerdings wird der Anglerparkplatz zwischen dem Sander und dem Hochrein-Baggersee erhalten, zum Hochreinsee aber durch Baumst├Ąmme abgegrenzt.
Zwischen Sander und Hochreinsee soll ein Durchstich erfolgen. Ebenfalls soll die Verbindung zwischen dem Hochreinsee und dem Main so vertieft werden, dass sie mit Fahrzeugen nicht durchfahren werden kann.
Die Aufrechterhaltung des Wanderwegs am Main entlang, wie sie von der Gemeinde Sand gew├╝nscht wurde, wird vom Naturschutzbeirat abgelehnt. Der See soll an seinem Nordufer k├╝nftig selbst f├╝r Fu├čg├Ąnger unzug├Ąnglich gemacht werden. Wanderer und Radfahrer sollen ├╝ber die S├╝dseite des Sees gelenkt werden.
Auch f├╝r seine n├Ąchste Sitzung hat sich das Gremium wichtige Themen vorgenommen. Die Naturschutzbeir├Ąte m├Âchten ├╝ber den geplanten Offroad-Park in Ebern diskutieren und sich ├╝ber den geplanten Mainausbau informieren.

FT 26.04.2002
Verl├Ąngerter Arm der Beh├Ârde
Landratsamt bestellt Klaus H├Âra als neuen Naturschutzw├Ąchter
KREIS 
HASSBERGE. 
Das  Landratsamt hat mit Klaus H├Âra (Altershausen)  einen neuen Naturschutzwart f├╝r den Dienstbezirk Landkreis Mitte/Ost bestellt (K├Ânigsberg, Zeil, Ebelsbach und Breitbrunn).
Der Landkreis Ha├čberge ist sechs Dienstbezirke unterteilt. In jedem davon unterst├╝tzt ein ehrenamtlich t├Ątiger Naturschutzw├Ąchter die Untere Naturschutzbeh├Ârde  im Landratsamt und nimmt in ihrem  Namen hoheitliche Aufgaben wahr.
Der Landkreis Ha├čberge hat im Sinne der Verordnung ├╝ber die Naturschutzwacht  des Bayerischen Umweltministeriums eine Naturschutzwacht mit sechs Dienstbezirken eingerichtet, in denen je ein Naturschutzw├Ąchter Dienst tut. Der neu bestellte Naturschutzw├Ąchter ist f├╝r die Kommunen K├Ânigsberg, Zell, Ebelsbach und Breitbrunn zust├Ąndig. Der zust├Ąndige Abteilungsleiter im Landratsamt Ha├čberge, Oberregierungsrat  Dr.  Gerhard Weinmann, ├╝bergab dem neuen Naturschutzw├Ąchter das Bestellungsschreiben, Dienst-Ausweis, Fotoapparat sowie Aufn├Ąher.
Naturschutzw├Ąchter haben und zur Erf├╝llung ihrer Aufgaben einige hoheitliche Befugnisse. So k├Ânnen sie Menschen zur Feststellung der Personalien anhalten, eine Person vor├╝bergehend von einem Ort verweisen und unberechtigt gesammelte Pflanzen oder Gegenst├Ąnde sicherstellen.
Verordnungen
Naturschutzw├Ąchter kennen aber auch die einschl├Ągigen Gesetze und Verordnungen. Sie sollen vorbeugend t├Ątig sein und bei der Bev├Âlkerung Verst├Ąndnis f├╝r diese naturschutzrechtlichen Ge- und Verbote wecken. So sprechen Naturschutzw├Ąchter zun├Ąchst mit Wanderern oder Erholungssuchenden und machen sie auf ihren Versto├č aufmerksam. Wenn sie Menschen entdecken, die beispielsweise gesch├╝tzte Blumen pfl├╝cken, im Auto abseits der Wege fahren, wild zelten oder Feuer machen, so versuchen sie diese zun├Ąchst zu ├╝berzeugen.
Die Naturschutzw├Ąchter gehen auf ihren Kontrollg├Ąngen regelm├Ą├čig schutzw├╝rdige Gebiete ab wie Naturschutzgebiete, Naturdenkm├Ąler und gesch├╝tzte Landschaftsbestandteile und erstatten der Naturschutzbeh├Ârde im Landratsamt Bericht. Sie ├╝berwachen auch die Einrichtungen der Naturparks Ha├čberge und Steigerwald im Landkreis Ha├čberge. Ungenehmigte Ver├Ąnderungen in der Natur sollen sie dem Landratsamt rechtzeitig melden. Dazu z├Ąhlen beispielsweise Schwarzbauten Erdaufschl├╝sse, Aufsch├╝ttungen, wilde M├╝lldeponien und Autowracksammelstellen sowie Schrottlagerpl├Ątze oder Absperrungen.
Streifenberichte
Die   Naturschutzw├Ąchter kontrollieren ihre Bezirke Monat f├╝r Monat 15 bis 20 Stunden lang und halten ihre Beobachtungen in so genannten Streifenberichten fest. F├╝r ihr M├╝he erhalten sie eine klein pauschale Aufwandsentsch├Ądigung. Dr. Gerhard Weinmann sprach daher auch - im Namen von Landrat Rudolf Handwerker - dem neuen Naturschutzw├Ąchter seinen Dank f├╝r die Bereitschaft aus, diese verantwortungsvolle ehrenamtliche Aufgabe im Kreis Ha├čberge zu ├╝bernehmen.

 

Fr├Ąnkischer Tag 26.05.2001

Der verl├Ąngerte Arm der Naturschutzbeh├Ârde
Landratsamt bestellte zwei neue Naturschutzwarte f├╝r den Landkreis Ha├čberge - Sechs Dienstbezirke

KREIS HASSBERGE. Das Landratsamt hat mit Stefan Feustel und Wolfgang Lappe zwei neue Naturschutzwarte bestellt. Der Landkreis Ha├čberge ist in sechs Dienstbezirke unterteilt. In jedem davon unterst├╝tzt ein ehrenamtlich t├Ątiger Naturschutzwart die Untere Naturschutzbeh├Ârde im Landratsamt und nimmt in ihrem Namen hoheitliche Aufgaben wahr.

Der Landkreis Ha├čberge hat im Sinne der Verordnung ├╝ber die Naturschutzwacht des Bayerischen Umweltministeriums eine Naturschutzwacht mit sechs Dienstbezirken eingerichtet, in denen je ein Naturschutzwart Dienst tut. Die jetzt neu bestellten Naturschutzwarte sind f├╝r folgende Bezirke zust├Ąndig: Stefan Feustel (Frickendorf) beobachtet Maroldsweisach, Ermershausen, Bundorf und Burgpreppach, Wolfgang Lappe (Ebern) das Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Ebern mit Untermerzbach und Kirchlauter. Neu ist auch der Naturschutzwart Ernst Keil (Eltmann) im Bezirk Eltmann/Oberaurach/ Rauhenebrach. Er war bereits vorher als Naturschutzwart t├Ątig, allerdings im Bereich Maroldsweisach.

Der Abteilungsleiter f├╝r den Natur- und Umweltschutz beim Landratsamt Ha├čberge, Oberregierungsrat Dr. Gerhard Weinmann, ├╝berreichte den neuen Naturschutzwarten Bestellungsschreiben, Dienstausweis, Fotoapparat und Aufn├Ąher. Naturschutzwarte haben zur Erf├╝llung ihrer Aufgaben einige hoheitliche Befugnisse. So k├Ânnen sie Menschen zur Feststellung der Personalien anhalten, eine Person vor├╝bergehend von einem Ort verweisen und unberechtigt gesammelte Pflanzen oder Gegenst├Ąnde sicherstellen.

Naturschutzwarte kennen aber auch die einschl├Ągigen Gesetze und Verordnungen. Sie sollen vorbeugend t├Ątig sein und bei der Bev├Âlkerung Verst├Ąndnis f├╝r diese naturschutzrechtlichen Ge- und Verbote wecken. So sprechen Naturschutzwarte zun├Ąchst mit Wanderern oder Erholungssuchenden und machen sie auf ihren Versto├č aufmerksam. Wenn sie Menschen entdecken, die beispielsweise gesch├╝tzte Blumen pfl├╝cken, im Auto abseits der Wege fahren, wild zelten oder Feuer machen, so versuchen sie diese zun├Ąchst zu ├╝berzeugen.

Die Naturschutzwarte gehen auf ihren Kontrollg├Ąngen regelm├Ą├čig schutzw├╝rdige Gebiete ab wie Naturschutzgebiete, Naturdenkm├Ąler und gesch├╝tzte Landschaftsbestandteile und erstatten der Naturschutzbeh├Ârde im Landratsamt Bericht. Sie ├╝berwachen auch die Einrichtungen der Naturparks Ha├čberge und Steigerwald im Kreis Ha├čberge.

Ungenehmigte Ver├Ąnderungen in der Natur sollen sie dem Landratsamt rechtzeitig melden. Dazu z├Ąhlen beispielsweise Schwarzbauten, Erdaufschl├╝sse, Aufsch├╝ttungen, wilde M├╝lldeponien und Autowracksammelstellen, Schrottlagerpl├Ątze oder Absperrungen. So war es im vergangenen Jahr ein Naturschutzwart, der in einem Steinbruch bei Zeil eine gro├če Zahl asbesthaltiger Nachtspeicher├Âfen entdeckte. Aufgrund seiner Meldung konnten die Beseitigung der ├ľfen angeordnet und weitere illegale Ablagerungen unterbunden werden.

Die Naturschutzwarte kontrollieren ihre Bezirke Monat f├╝r Monat 15 bis 20 Stunden lang und halten ihre Beobachtungen in so genannten Streifb├╝chern fest. F├╝r die M├╝he erhalten sie eine kleine pauschale Aufwandsentsch├Ądigung.