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Naturschutz

GEO-Tag der Artenvielfalt

BUND Naturschutz Ebern

FT 02.06.2005 Was kreucht und fleucht denn da? 
Sch├╝ler erforschen beim GEO-Tag die Artenvielfalt im Landkreis
KREIS HASSBERGE. Am Samstag, 11. Juni 2005, wird die Bestandsaufnahme der heimischen Natur fortgesetzt: Der Bund Naturschutz (BN) und die Grundschulen im Landkreis Ha├čberge beteiligen sich mit ihrer Aktion ÔÇ×Natur hautnah!“.
Wie steht es um die Natur in Deutschland, wie viel Leben birgt das Gr├╝n vor der Haust├╝r? Diesen Fragen will das Hamburger Reportagemagazin GEO zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe im Rahmen des siebten GEO-Tages der Artenvielfalt nachgehen.
Dem Aufruf von GEO folgt auch der Bund Naturschutz im Landkreis Ha├čberge. Bis zum 22. Juni wollen die Naturp├Ądagogen der BN-Kreisgruppe, Julia Gombert und J├╝rgen Thein, zusammen mit Sch├╝lern, Sch├╝lerinnen und Lehrkr├Ąften von 22 Grundschulklassen ÔÇ×Natur hautnah“ erleben und die Artenvielfalt im jeweiligen Schulumfeld erkunden.
Die Initiative des Magazins GEO, 1999 ins Leben gerufen, hat in den letzten Jahren ├╝ber zehntausend Menschen mobilisiert – vom f├╝nfj├Ąhrigen Regenwurm-Spezialisten bis zum Universit├Ątsprofessor. Die Idee des GEO-Tags der Artenvielfalt ist es, in einer 24-Stunden-Aktion in einem begrenzten Gebiet m├Âglichst viele Tieren und Pflanzen zu identifizieren.
Ziel ist es nicht, Rekorde zu brechen. Die Erlebnisse z├Ąhlen mehr als die Ergebnisse. Es geht darum, den Blick f├╝r den Artenreichtum im eigenen Umfeld zu sch├Ąrfen und die faszinierenden Lebensformen, die sich in der N├Ąhe verbergen, neu zu entdecken. Der BN-Kreisvorsitzende Dr. Klaus Mandery und seine Mitarbeiter sind bereits zum f├╝nften Mal beim GEO-Tag engagiert. Im Jahr 2001 wurde erstmals eine Veranstaltung in der Sandachse bei Forchheim mit organisiert. 2002 folgte dann der GEO-Tag in Zeil am Main. 2003 war das ÔÇ×Gr├╝ne Band“ an der Landesgrenze zu Th├╝ringen und im Jahr 2004 das ÔÇ×Maintal – unser Lebensraum“ Aktionsgebiet.

NP 27.05.2004 D├ľRFLES-ESBACH - Bei der j├╝ngsten Sitzung des LBV-Kreisverbandes Coburg in D├Ârfles-Esbach f├╝hrte Vorsitzender Frank Rei├čenweber aus, dass bei der Nachtigall-Z├Ąhlung 2004 im Rahmen des GEO-Tages der Artenvielfalt zusammen mit dem BN Hassberge rund 130 Brutpaare im Landkreis Coburg ermittelt wurden.

In der neuen Roten Liste, die nun erstmals vom Landesamt f├╝r Umwelt Bayern nach internationalen Kriterien erarbeitet wurde und somit international vergleichbar ist, haben sich auch deutliche Ver├Ąnderungen bez├╝glich der Vogelwelt ergeben. So geh├Ârt die Feldlerche mittlerweile zu den gef├Ąhrdeten Arten, Braunkehlchen und Kiebitz zu den stark gef├Ąhrdeten Arten. Bekassine, Haubenlerche und Heidelerche sind mittlerweile sogar vom Aussterben bedroht.
Es gibt aber auch positive Ergebnisse. Einstmals gef├Ąhrdete Arten wie Blaukehlchen und Eisvogel konnten in eine ,,Vorwarnliste" zur├╝ckgestuft werden, was sicherlich auch auf die umfangreichen Schutzprogramme in der Vergangenheit zur├╝ckzuf├╝hren ist.
Dass sich Naturschutzarbeit in der Tat lohnt, konnte der Gastreferent Alf Pille, hauptamtlicher Mitarbeiter des LBV in Hilpoltstein und Gebietsbetreuer in Mittelfranken, mit seinem Vortrag ├╝ber die Wiesenweihen in Mainfranken zeigen. Mit etwa 80 Brutpaaren in Bayern geh├Ârt der Bestand zu den gr├Â├čten in Mitteleuropa und bildet somit einen wichtigen Trittstein zwischen den gro├čen Best├Ąnden in Spanien im Westen sowie Polen und Russland im Osten.
In Mainfranken liegen im Bereich der L├Â├čb├Âden bei geringen Niederschl├Ągen und relativ hohen Temperaturen aber auch gute Bedingungen f├╝r eine intensive Landnutzung vor. F├╝r die Wiesenweihe, die hier im Getreideacker br├╝tet, bieten die gro├čen Ackerschl├Ąge in einer eher strukturarmen Landschaft, die eine freie Sicht gew├Ąhrleistet einen durchaus geeigneten Lebensraum, der ihrem urspr├╝nglichen Lebensraum ,,Grassteppe" ├Ąhnelt. Das trockenwarme Klima beg├╝nstigt die Art in Mainfranken.
Die Weisenweihe ist ein Langstreckenzieher der s├╝dlich der Sahara im Sahel ├╝berwintert und im Fr├╝hjahr ├╝ber Gibraltar oder Sizilien nach Bayern zieht. Im Mai und Juni beginnen die Tiere mit der Brut.

NP 20.05.2004 DER NACHTIGALL AUF DER SPUR
Lauschangriff im Maintal
BAD STAFFELSTEIN/HASSFURT
- Forscher und Hobby-Naturkundler werden in den n├Ąchsten Wochen im Maintal den Bestand verschiedener Tier- und Pflanzenarten unter die Lupe nehmen. Zun├Ąchst wollen rund 45 Experten die Zahl der Nachtigallen entlang des Mains vom Fichtelgebirge bis Aschaffenburg feststellen, sagte Klaus Mandery vom Bund Naturschutz (BN) Ha├čberge am Mittwoch.
Den offiziellen Auftakt bildet ein ÔÇ×Fest f├╝r die Natur“ am Samstag, 22. Mai, in Volkach. Anlass ist der von der Zeitschrift ÔÇ×Geo“ zum sechsten Mal in Deutschland und anderen europ├Ąischen L├Ąndern veranstaltete ÔÇ×Tag der Artenvielfalt“. Unter dem Motto ÔÇ×Der Amazonas beginnt vor der Haust├╝r“ soll verdeutlicht werden, dass nicht nur ferne L├Ąnder und exotische Lebensr├Ąume ├╝ber eine gro├če Artenvielfalt verf├╝gen, sondern dass es auch bei uns eine reiche Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken gibt.
ÔÇ×Wir wollen Menschen daf├╝r begeistern, der Artenvielfalt in ihrer Umgebung nachzugehen“, sagte Mandery vom Bund Naturschutz in Ha├čfurt. Neben Nachtigallen r├╝cken beispielsweise auch Schmetterlinge und Flederm├Ąuse sowie Moose, Flechten oder Pilze in das Blickfeld von Zoologen, Botanikern oder Hobbyforschern. Dazu hat der BN Artenerfassungen an der Volkacher Mainschleife (21./22. Mai) am Untermain bei Alzenau (28./29. Mai), am Obermain bei Bad Staffelstein im Kreis Lichtenfels (18./19. Juni) und am Roten Main bei Creu├čen im Kreis Bayreuth (26./27. Juni) geplant. Dort soll es jeweils ein Rahmenprogramm mit Exkursionen und Ausstellungen geben. Die Hauptveranstaltung des Magazins ÔÇ×Geo“ zum ÔÇ×Tag der Artenvielfalt“ wird am 12. Juni in ├ľsterreich stattfinden.
Im vergangenen Jahr haben sich an der Erfassungsaktion im ÔÇ×Gr├╝nen Band“, dem ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen, an acht Stellen ├╝ber 500 Experten, Freizeitforscher und Schulklassen beteiligt. Dabei wurden mehr als 5200 Arten aufgesp├╝rt

Aufruf zum GeoTag 2004
GEO-Tag der Artenvielfalt 2004 in Franken:
Das Maintal – unser Lebensraum

Liebe Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,
dreimal habe ich bereits einen GEO-Tag der Artenvielfalt mitorganisiert bzw. organi-siert, 2002 und 2003 habe ich dabei mit vielen Experten mehr Arten finden k├Ânnen als irgendwo sonst in Deutschland. Die GEO-Tag-Idee ist f├╝r mich deshalb so faszi-nierend, weil ├╝ber sie eine breite ├ľffentlichkeit mit dem Aspekt der Artenvielfalt mit-ten in Deutschland und der Biodiversit├Ąt allgemein bekannt gemacht werden kann. Dass sich auf Wissen Naturschutz leichter aufbauen l├Ąsst, ist eine alte Weisheit. Nicht von ungef├Ąhr stellen wir immer fest ÔÇ×nur was man kennt, das kann man sch├╝t-zen“. Ich bin also ein Verfechter der Idee und aus diesem Grunde auch daran inte-ressiert f├╝r die Idee unter Ihnen zu werben bzw. Sie daf├╝r zu begeistern. Ich habe eine lange Liste von Mitarbeitern resp. Experten, die bereits 2003 festgestellt haben, dass sie auch 2004 wieder gerne mitsuchen wollten.
Was liegt nun f├╝r 2004 an? F├╝r Samstag, den 12.6.2004 hat GEO die Hauptveran-staltung festgelegt. Sie wird diesmal in ├ľsterreich stattfinden und ÔÇ×Leitli-nien/Migartion“ zum Thema haben. GEO hat mir zugesichert, dass es auch unsere Arbeit in Franken wieder im Begleitheft zur Septemberausgabe 2004 geb├╝hrend be-achten wird. Nach meinen Veranstaltungen in Zeil a. Main und im Gr├╝nen Band m├Âchte ich diesmal zur Zusammenarbeit mit den verschiedensten Gruppen entlang unserer wichtigsten Leitlinie in Franken, entlang des Mains, aufrufen. Ich m├Âchte Sie daher bitten, die GEO-Tag-Idee zu unterst├╝tzen und mit mir nach M├Âglichkeiten zu suchen, wie man diese Idee im Fr├╝hjahr 2004 entlang des Mains umsetzen kann.
Ein zu entwerfender Ideenkatalog, in dem sicher jede Gruppe etwas finden wird, das sie zum GEO-Tag beisteuern kann, wird vorbereitet. Das Spektrum der Veranstal-tungen wird dabei von der reinen Erfassung ├╝ber Exkursionen f├╝r die Bev├Âlkerung bis hin zur Umweltbildung f├╝r Kinder, von Fotoausstellungen bis Filmvorf├╝hrungen und von musikalischen Veranstaltungen bis hin zu Empf├Ąngen reichen k├Ânnen.
Ich meine, die Leitlinie Main und der Naturraum Maintal sind es wert einmal auch in dieser Form geb├╝hrend beachtet zu werden.
Dr. Klaus Mandery
Bund Naturschutz in Bayern e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Landesbund f├╝r Vogelschutz (LBV)
und der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Entomologen (ABE)

weitere aktuelle Informationen zum GeoTag2004 in Franken finden Sie unter:
www.geotagfranken.de

GEO-Tag der Artenvielfalt in der Schlechtsarter Schweiz

am 13./14.6.2003 im/am Gr├╝nen Band
zwischen Behrungen/Rappershausen und Gompertshausen/Alsleben

ausgerichtet von BUND Th├╝ringen und Bund Naturschutz in Bayern;
in Zusammenarbeit mit der Regelschule R├Âmhild, der Hermann-Lietz-Schule Haubinda, dem Schulamt Neuhaus, der Stadt R├Âmhild und dem Landkreis Hildburghausen;
unterst├╝tzt vom Umweltamt Suhl, dem Flurneuordnungsamt Meiningen u. der H├Âheren Naturschutzbeh├Ârde W├╝rzburg;
unter der Schirmherrschaft des th├╝ringischen Umweltministers Dr. Volker Sklenarund finanziell unterst├╝tzt vom Freistaat Th├╝ringen

Zu den Veranstaltungen wird kein Eintritt erhoben
Den Experten kann jederzeit ├╝ber die Schulter geschaut werden

 Hauptveranstaltungsort:
Jugendzentrum Schullandheim Gleichberge

Am Gro├čen Gleichberg, 98631R├Âmhild; Tel.: 036948-20397; Fax: 036948-82277

 Programm

Freitag, 13. Juni 2003

16:00                 Start der Erfassung im/am Gr├╝nen Band
mit einer Elektrobefischung der Milz (Treffpunkt: Kirche in Milz; Jens G├Ârlach)

ab 17:30            Empfang der Experten und Besucher im Kommunikationszentrum, dem Jugendzentrum Gleichberge

ab 19:00            Paralleles Abend- und Nachtprogramm f├╝r Besucher

Exkursionen und Demonstrationen im Bereich des Jugendzentrums Gleichberge (Treffpunkt: Jugendzentrum Gleichberge)

19:00:      Vogelkundliche Wanderung (Norbert Wirsching)
21:00:      Kleins├Ąuger (Jan Fischer)
21:00:      Nachtfalter (Ralf Fiebig, Andreas Heuer, Frank H├╝nefeld, Egon Jungmann u. Dr. Rudolf Thust, angefragt)

Exkursion in Zusammenarbeit mit der Hermann-Lietz-Schule Haubinda (Treffpunkt: Ortsmitte Schlechtsart)

21:00:      Nacht der Flederm├Ąuse in Schlechtsart (Andreas Mehm)
anschl.              Gemeinsames Beisammensein im Jugendzentrum Gleichberge   

Samstag, 14. Juni 2003

ab 5:00              Fortsetzung der Erfassung von V├Âgeln und Kleins├Ąugern und Fortsetzung des Exkursionsprogramms f├╝r Besucher
5:00:      Vogelkundliche Wanderung im Milzgrund (Treffpunkt: Konsultationspunkt im Grenzstreifen an der Stra├če Mendhausen – Irmelshausen; Dr. Alfons Kurz, Hans Schmidt u. Norbert Wirsching)
ab 7:30              Empfang der Experten und Besucher im Jugendzentrum Gleichberge

8:00 – 9:00        Fr├╝hst├╝ck imJugendzentrum Gleichberge
9:00 – 9:30        Er├Âffnungsfeier f├╝r Experten und Besucher im Jugendzentrum Gleichberge

Begr├╝├čung in der Stadt R├Âmhild (stellv. B├╝rgermeisterin Renate Weingarten)
Begr├╝├čung durch den BUND Th├╝ringen (Wigbert Schorcht)
Gru├čwort des Schirmherrn der Veranstaltung, des th├╝ringischen Umweltministers Dr. Volker Sklenar, vorgetragen durch den Vertreter des Landratsamtes Hildburghausen (Roland M├╝ller, Leiter Untere Naturschutzbeh├Ârde)

Hinweise zur Gesamtveranstaltung im Gr├╝nen Band durch die Beauftragte des BUND, Dr. Liana Geidezis
Hinweise zur Organisation durch Dr. Klaus Mandery und Horst Worliczek
Gruppenbild der Experten
 

ab 9:30              Fortsetzung der Erfassung im/am Gr├╝nen Band mit Transport der Besucher und Experten zu den Exkursionspunkten
ab 10:00            Fortsetzung des Exkursionsprogramms f├╝r Besucher
10:00:      Wanderung entlang der Erfassungsstrecke von Behrungen bis Schlechtsart (Treffpunkt: Konsultationspunkt Grenzanlage in den Seeben; Albin G├Âtz u. Alfred Hochstrate)
10:00:      Die Seeben – ein Naturschutzgebiet (Treffpunkt: Konsultationspunkt Grenzanlage in den Seeben; Dr. Rudolf Sienhold)
10:00:      Botanik in der Schlechtsarter Schweiz (Treffpunkt: Konsultationspunkt im Grenzstreifen an der Stra├če Schlechtsart – Trappstadt; Dr. Hans-Joachim Z├╝ndorf)
11:00:      Behrungen – vom Grenzdorf ins Gr├╝ne Band (Treffpunkt: Konsultationspunkt Grenzanlage in den Seeben; Dr. Walther Ru├čwurm)
12:00 – 14:00    Zeitraum f├╝r die Einnahme des Mittagessens im Jugendzentrum Gleichberge
ab 13:30            Fortsetzung des Exkursionsprogramms f├╝r Besucher mit Transport zu den Exkursionspunkten
14:00:          Stadtf├╝hrung R├Âmhild (Treffpunkt: Marktplatz; Hans-Joachim Gelszinnes)
14:00:      Die Landwehr in der Schlechtsarter Schweiz (Treffpunkt: Konsultationspunkt im Grenzstreifen an der Stra├če Schlechtsart – Trappstadt; Wilfried B├╝ttner)
14:00:      Grenzwanderung an der Milz – ein Milzer erz├Ąhlt Erlebnisse und Geschichten von der ehemaligen Zonengrenze (Treffpunkt: Konsultationspunkt im Grenzstreifen an der Stra├če Mendhausen – Irmelshausen; Herr Eppler)
14:00:      Spinnen an der Habichtsburg (Treffpunkt: Konsultationspunkt Grenzanlage in den Seeben; Christian Worliczek)
14:00:      Pflanzen und Tiere im Umfeld der Hermann-Lietz-Schule Haubinda und am Vogelherdskopf (Treffpunkt: Schulgel├Ąnde Haubinda; Antje G├Ąrtner)
14:00:      Auswertung der Elektrobefischung der Milz (Treffpunkt: Konsultationspunkt im Grenzstreifen an der Stra├če Mendhausen – Irmelshausen; Tilo Kummer, Ralf Brettfeld)
14:00:     Wasserorganismen in der Milz (Treffpunkt: Konsultationspunkt im Grenzstreifen an der Stra├če Mendhausen – Irmelshausen; Peter Kr├Ąmer)
ab 14:00            Aktivit├Ąten im/am Jugendzentrum Gleichberge

Sch├╝lerquiz zum Gr├╝nen Band (BUND Th├╝ringen)

Ausstellung zum Gr├╝nen Band (Regelschule R├Âmhild, Flurneuordnungsamt Meiningen)

Naturp├Ądagogik (Frau Su├č, Umweltinfob├╝ro Meiningen)

Demonstration diverser zoologischer Erfassungstechniken (BN Hassberge / Uni W├╝rzburg, bioform – Dr. J├╝rgen Schmidl)

Ausstellungen zur Tier- und Pflanzenwelt (Experten)

BUND-Laden

18:00                 Abschluss der Datenerfassung

18:00                 Life-Schaltung zur zentralen Veranstaltung im Nationalpark Harz mit Pr├Ąsentation der ersten Ergebnisse,
Pressegespr├Ąch

anschl.              Gemeinsamer Grillabend zum Ausklang im Kommunikationszentrum Jugendzentrum Gleichberge

FT 28.06.2002

1714 Arten nachgewiesen
Bund Naturschutz wertet "GEO"-Tag aus

ZEIL. Beim "GEO"-Tag der Artenvielfalt Anfang Juni in Zeil wurden innerhalb von 24 Stunden mehr Arten nachgewiesen, als die Veranstalter erwartet haben. Zu diesem ersten Fazit kommt der Bund Naturschutz, Kreisverband Ha├čberge.
Im Jahr der Biodiversit├Ąt war der Idee gehuldigt worden, der ganzen Welt in einem 24- st├╝ndigen Ausschnitt die Vielfalt bewusst machen, die auf einer begrenzten Fl├Ąche anzutreffen ist. 14 Tage nach dem Ereignis meldet der Organisator Dr. Klaus Mandery vom Bund Naturschutz Ha├čberge einen Zwischenstand bez├╝glich des Datenr├╝ckflusses der beteiligten Experten. Danach sind bereits 1714 Arten aktenkundig - alle an einem Tag, dem "GEO"-Tag der Artenvielfalt - nachgewiesen. Wer hatte sich diese Zahl vorstellen k├Ânnen, wer hatte schon geglaubt, dass man wesentlich mehr als die angestrebten 1000 Arten erreichen w├╝rde?
Nach Artenzahlen geordnet, ├╝berwiegen die 664 "h├Âheren" Pflanzen. Z├Ąhlt man die Moose, Flechten, Pilze und Algen dazu, kommt man auf 851 Pflanzenarten. Zahlenm├Ą├čig ebenfalls m├Ąchtig vertreten sind die Insekten mit insgesamt 609 Arten. Darunter befinden sich 199 Schmetterlingsarten (Tag- und Nachtfalter) und 196 K├Ąferarten. Zu beiden Artengruppen d├╝rfte es noch eine Reihe von Nachmeldungen geben, da viele Arten nur nach der Pr├Ąparation unter dem Binokular zu bestimmen sind. Als interessant wertet der Bund Naturschutz auch die Zahl von 94 Schnecken- und Muschelarten und den Nachweis von 87 Vogelarten.
Totale Fehlanzeige waren die Schlangen. Kein einziges Tier konnte von den Experten gesichtet werden.
Auch die sonst so gut repr├Ąsentierten Bienen und Wespen, von denen aus Zeil bereits 512 Arten bekannt sind, konnten am "GEO"-Tag kaum "bearbeitet" werden: Nur 40 Arten wurden festgestellt. An dieser Tiergruppe l├Ąsst sich nach Einsch├Ątzung des Bundes Naturschutz besonders gut dokumentieren, dass der Tag der Artenvielfalt nur ein Schlaglicht auf die Gesamtartenvielfalt einer Landschaft werfen kann.
Zufrieden und stolz
Nach Vorstellung der Veranstalter soll das Wissen um die Gesamtartenvielfalt in den n├Ąchsten Jahren im Mittelpunkt der Arbeit im Bund Naturschutz Ha├čberge stehen. Das Organisationsteam mit dem Kreisvorsitzenden Mandery sowie den Diplombiologen J├╝rgen Thein aus Ha├čfurt sowie Birgit Binzenh├Âfer und Bernhard Reiser aus Zeil ist mit dem aufgezeigten Ergebnis zufrieden. Und sogar stolz darauf, eine der erfolgreichsten, vielleicht sogar die erfolgreichste Veranstaltung zum vierten "GEO"-Tag der Artenvielfalt in Deutschland in die Tat umgesetzt zu haben.

--- Text des Vorberichtes ---

Was da kreucht und fleucht
 In Zeil findet am 8. Juni "Tag der Artenvielfalt" statt

ZEIL. Einer der prominentesten Bewohner der Stadt Zeil hei├čt Andrena sericata. Das ist eine Sandbiene, und deren bundesweit einziges Vorkommen findet sich in Zeil. Ob es noch mehr Prominenz in der Zeiler Flora und Fauna gibt, wird man am 8. Juni wissen.
An diesem Sonntag findet in Zeil der "Tag der Artenvielfalt" statt, den die Zeitschrift GEO seit 1999 ausschreibt. Schauplatz der Hauptveranstaltung wird am 8. Juni eine "Urwaldinsel" in der Ostsee sein. Dem Bund Naturschutz im Landkreis Ha├čberge ist es gelungen, einen Ableger dieser "gr├Â├čten Feldforschungsaktion Europas" (GEO) in den Landkreis zu bringen. "Und wenn ich nach Artenvielfalt im Landkreis gefragt werde, dann denke ich immer zuerst an Zeil", sagt Dr. Klaus Mandery aus Ebern, der Vorsitzende des Bundes Naturschutz im Landkreis Ha├čberge.
Er stie├č mit seiner Idee ├╝berall auf offene Ohren. Sowohl die ├Ârtlichen Naturschutzgruppen als auch der Landkreis und nicht zuletzt nat├╝rlich die Stadt Zeil zeigten sich aufgeschlossen bis begeistert, berichtet Mandery, der in der Aktion ("ein Fest der Natur") eine Chance sieht, etwas f├╝r den Ruf des Naturschutzes zu tun. "Denn gerade die j├╝ngsten Diskussionen etwa um das Naturschutzgebiet in der Mainaue oder um die FFH-Gebiete haben ja gezeigt, dass Naturschutz negativ behaftet ist", meint der BN-Kreisvorsitzende.
In diese Kerbe hat auch der Zeiler B├╝rgermeister Christoph Winkler wiederholt geschlagen. Nach einem ersten Gespr├Ąch mit Mandery ├╝ber den geplanten Aktionstag zeigte er sich jedoch ├╝berzeugt. "Ich h├Ątte ja nie f├╝r m├Âglich gehalten, was bei uns so alles kreucht und fleucht", sagt der Zeiler B├╝rgermeister im FT-Gespr├Ąch. F├╝r ihn ist der Tag eine gute Gelegenheit zu zeigen "was Zeil zu bieten hat", denn die intakte, vielgestaltige und daher artenreiche Natur rund um Zeil ist f├╝r Winkler auch "ein gutes St├╝ck Lebensqualit├Ąt". Und wenn diese Qualit├Ąt weithin bekannt wird, "kann uns das in Zeil ja nur recht sein."
F├╝r Publizit├Ąt wird gesorgt am "Tag der Artenvielfalt" und auch danach, wie Klaus Mandery weiter berichtet. Rund 50 Naturschutzexperten aus ganz Bayern, darunter hochrangige Forscher unter anderem von der Unversit├Ąt W├╝rzburg, werden am Vorabend des 8. Juni in Zeil eintreffen und nach einer kurzen Einweisung in die Botanik "ausschw├Ąrmen".
W├Ąhrend der Nacht und am n├Ąchsten Tag werden sie in einem festgelegten Forschungsgebiet zwischen Weinbergen und Main nach Arten suchen: gro├če und kleine Tiere, Pflanzen - eben alles, was da kreucht und fleucht. Mandery rechnet damit, dass die "Expedition" in Zeil "an die 1000 Arten" finden wird, und f├╝r den Naturschutzexperten ist nicht auszuschlie├čen, dass sich der geballten Wissenschaft auch die eine oder andere bislang unentdeckte Art "ergibt" - vielleicht bekommt die Sandbiene Andrena sericata prominente Gesellschaft?
gf

Forschern ├╝ber die Schulter schauen
Der “Tag der Artenvielfalt” ist ein ehrgeiziges Forschungsprojekt, auf der anderen Seite aber auch eine Attraktion f├╝r Zuschauer (und Mitmacher).
Die Ergebnisse der Feldforschungsarbeit werden laufend in eine Zentrale ├╝bertragen. Dort k├Ânnen Interessierte jederzeit verfolgen, welche Funde die “Volksz├Ąhlung” in Flora und Fauna liefert.
F├╝r Dr. Klaus Mandery ist auch der Mitmachgedanke wichtig. Er informierte bereits jetzt ├╝ber den Termin, damit sich interssierte Gruppen mit Aktionen an der Forscher-”Rallye” oder am Rahmenprogramm beteiligen k├Ânnen: etwa mit einer Vogelstimmenwanderung.
Der “Tag der Artenvielfalt” wird Zeil auch ├╝berregionale Publizit├Ąt bescheren. So wird die Zeitschrift GEO in gedruckter Form und im Internet ├╝ber den Tag berichten und eigene Text- und Bildberichterstatter nach Zeil schicken.

 

 

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