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Wildkatze

Kleine Sensation!

Wildkatzen junge 01
Wildkatze02

Zwei kurze Filme von Eberhard Ponader über vier “spielende” junge Wildkatzen.
Es handelt sich dabei um den ersten entdeckten Nachwuchs der Wildkatze im Haßwald bei Ebern!!!
Vor allem der 2. Film ist beeindruckend!

Bericht dazu im Fränkischen Tag
vom 04.11.2013

 

Bericht Fränkischer Tag vom 28.11.2012

Haarprobe als Beweis

Artenvielfalt Die Rückkehr der Wildkatze ist nun auch offiziell. An einem Lockstock auf dem Standortübungsplatz in Ebern hinterließ das scheue Tier eine eindeutige „Visitenkarte“

VON UNSERER MITARBEITERIN katharina becht

Wildkatze_Vogt01
Dem Eberner Justus Vogt gelang diese hervorragende Nachtaufnahme einer Wildkatze an einem Lockstock, den der Bund Naturschutz aufgestellt hatte.

Ebern - Aus einer Vermutung ist Gewissheit geworden. Nach etlichen Sichtungen durch Jäger und Polizisten die ja sehr häufig nachts unterwegs sind, gibt es jetzt einen handfesten Beweis dafür, dass es in den Wäldern bei Ebern wenigstens eine echte Wildkatze gibt.

An anderen Orten im Landkreis Haßberge war dem Bund Naturschutz schon früher der Beweis gelungen, dass die Wildkatze in der Region (wieder) heimisch ist. Für den Eberner Raum allerdings stand dieser offizielle Beweis noch aus.
Im Frühjahr fanden Klaus Mandery, Eberhard Ponader und Justus Vogt an einem Lockstock im ehemaligen Übungsgelände Haare. Eigentlich, so erzählt Mandery, dachten er und seine Kollegen, es wären Dachshaare. Denn ein Dachs war ihnen an dieser Stelle schon öfters in die Fotofalle getappt. Doch weit gefehlt. „Jetzt ist das Ergebnis der Analyse aus Frankfurt vom Institut Senckenberg da. Es ist eine Wildkatze“ freut sich Klaus Mandery. Und es ist nicht irgendeine Wildkatze, sondern ein Weibchen, das bereits an zwei weiteren Lockstöcken im Wald zwischen Reutersbrunn und Weißfichtensee seine Haare hinterlassen hat. „Damit können wir mit Gewissheit sagen, dass dieses Tier hier heimisch ist“, erklärt Klaus Mandery.
Zur Wahl des Standortes für den Lockstock verraten die Naturschützer um Mandery Details. Wasser sollte in der Nähe sein, ebenso Höhlen. Wenn das Ganze dann noch im Wald liegt, dann stehen die Chancen gut, an einem der angerauten und mit Baldrian versehenen Holzstöcke tatsächlich Haare einer Wildkatze zu finden. Insofern bot sich der ehemalige Standortübungsplatz geradezu an für den Lockstock. Für die Bestandsüberprüfung im Bereich des so genannten „Pflichtrasters“ gab es eine Förderung; „die EU gibt da erhebliche Gelder aus“, weiß Klaus Mandery.
Die Wildkatze, ein sehr scheuer und ausschließlich nachtaktiver Waldbewohner, galt in Bayern seit den 1920er Jahren als ausgestorben. Mandery mutmaßt, „dass sie dennoch überlebt hat und nicht alle hiesigen Exemplare von der Auswilderung stammen“.
Wenn dem gerade im Falle der Eberner Wildkatze so wäre, wäre das nicht nur umso besser für die Art, sondern auch eine kleine Sensation. „Vor allem, wenn man bedenkt, wie nahe das Gelände hier an der Stadt ist“, meint Mandery.

 

 

 

Vortrag über die Wildkatze

Anfang des 20. Jahrhunderts war die früher in allen größeren Waldgebieten beheimatete Wildkatze durch rücksichtslose menschliche Verfolgung aus Bayern verschwunden. Eine der letzten Wildkatzen wurde im Jahr 1911 im Coburger Raum erlegt. 1885 wurde letztmals eine junge Wildkatze bei Rottenstein in den Haßbergen gefangen.

Seit über 20 Jahren setzt sich der Bund Naturschutz (BN) für die Rückkehr der Wildkatze in Bayerns Wälder ein. In den Zucht- und Auswilderungsgehegen im Vorderen Bayerischen Wald und im Spessart wurden seitdem über 600 Katzen für die Auswilderung vorbereitet. Im Bayerischen Wald, im Steigerwald und v. a. im Spessart wurden die Tiere in ihre neue Heimat entlassen.

Erfreulicherweise kehren die seltenen Raubkatzen auch verstärkt zurück in die Haßberge. Seit Januar 2007 gelangen mehrere sichere Nachweise in den Laubwäldern zwischen Hofheim und Ebern.

Nur gemeinsam können Naturschützer, wie Jäger, Förster, öffentliche und private Waldbesitzer, der Wildkatze den Weg zurück in unsere Wälder bereiten, damit sie bald wieder regelmäßig in den Haßbergen auf Mäusejagd gehen kann

 

Wir laden daher zu einem
Vortragsabend am
1. Dezember 2008, 19.00 Uhr
in den Gasthof Frankenstuben, Ebern
ein.

Dipl.-Biol. Jürgen Thein berichtet über die Biologie und Lebensweise der Wildkatze, das BN-Auswilderungsprojekt, das BUND-Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“, den Einsatz von Baldrian und Gentechnik zum Nachweis der scheuen Waldbewohner und über die für die nächsten Wintermonate geplanten Aktivitäten.

 

 

 

 

 

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