Allgemeines zu Energie und Klimaschutz
in Ebern und Umgebung

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Energiewende ist machbar-
 BUND Naturschutz Ebern bietet eine
Ausstellung zum Mitmachen!

Energieausstellung2016a

Steigende Preise f√ľr Energie und neue Stromtrassen bringen manchen zum Nachdenken, wie er im privaten Umfeld die Energiewende voranbringen kann.
Die Energiewende ist machbar – davon sind Fachleute aus Umweltpolitik und Umwelttechnik √ľberzeugt. Die erforderlichen drei Schritte wie Energieeinsparung, effiziente Energienutzung und F√∂rderung der erneuerbaren Energien stellt die Ausstellung des
BUND Naturschutz in den Mittelpunkt.

Die Ausstellung ist zu den √Ėffnungszeiten
im Servicebereich der Raiffeisen-Volksbank in Ebern
vom 8. Februar bis zum 4. März zu besichtigen.

Das Ausstellungskonzept wurde vom Landesamt f√ľr Umwelt entwickelt und realisiert. Die Besucher haben die M√∂glichkeit sich Tipps zum Energie-sparen und damit oft auch Geldsparen in den eigenen vier W√§nden zu holen.

Lichtfarben und Helligkeit unterschiedlicher Leuchtmittel k√∂nnen in einem umfangreichen Leuchtkoffer und einer Lichtbox getestet werden. Drehscheiben geben Auskunft, welche Einsparpotentiale sich im Haushalt verbergen und Bauherren oder Hausbesitzer k√∂nnen an den verschiedenen Hauswandmodellen sowie einem Gefrierschrank ausprobieren, welchen Effekt eine 3-Scheiben-Verglasung hat. Auch ein Heizungspumpenmodell steht zur Verf√ľgung, an dem der Unterschied zwischen alten und modernen Umw√§lzpumpen demonstriert wird.
Auch wer wissen m√∂chte, wie ein Rotmilan im Umfeld einer Windkraftanlage seine Beute sieht, ist hier richtig. Die Mitmachstation zur Windenergie gibt Einblicke und informiert √ľber die Auswirkungen der Windenergienutzung.

Die BN Ortsgruppe Ebern und die Raiffeisen-Volksbank  laden mit dieser Ausstellung zum Mitmachen und Mitd enken in Sachen Energiewende und Klimaschutz  ein.

Bericht in der Neuen Presse vom 15.02.2016
√ľber die Er√∂ffnung der Ausstellung

 

Auszug aus dem Bericht des FT vom 7.12.2012 zum Vortrag vom 5.12.2012

 Wende trotzt Gegenwind

Heinz Jung vom Bund Naturschutz Bamberg sieht den Kreis Ha√überge auf einem guten Weg. Er warb bei einer Veranstaltung in Ebern daf√ľr, die B√ľrger in die neue kommunale Energiegesellschaft einzubeziehen.

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Heinz Jung,
der Kreisgruppenvorsitzende des Bamberger BN,
pl√§dierte leidenschaftlich f√ľr eine konsequente Energiewende in B√ľrgerhand.

 

 

 

von MANFRED WAGNER

"Am 22. März 2011 gegen Mittag", sagt Heinz Jung, "war ein historischer Tag: Erstmals in der Geschichte Deutschlands gab es mehr Solarstrom im Netz als Atomstrom!".

Der Energieexperte aus Bamberg, der jahrelang Leiter der Hauptschule (heute Mittelschule) in Ebern war, warnte bei seinem gut besuchten Vortrag beim Bund Naturschutz (BN) in Ebern
vor der Macht der Stromkonzerne. Jung, der Kreisgruppenvorsitzende des Bamberger BN, brach eine Lanze f√ľrs Energiesparen durch W√§rmed√§mmung oder effektivere Heizungsanlagen und warb f√ľr den massenhaften Einsatz von Elektroautos, deren Batterien als riesiger Strompuffer genutzt werden k√∂nne.

Obwohl das, was Jung vortrug, nicht wirklich revolutionär war, erntete er begeisterten Zuspruch. Der Schulleiter kritisierte die Zielvorgaben der Bundesregierung als halbherzig.

Gr√ľnde f√ľr hohen Strompreis
An der Strompreiserh√∂hung, analysierte er, seien nicht die erneuerbaren Energien schuld, sondern zum einen das Profitstreben der Konzerne, zum anderen die Tatsache, dass ca. 1500 energieintensive Unternehmen in Deutschland nur eine verminderte Umlage bezahlen m√ľssen oder gleich ganz befreit sind.

Der Referent bezweifelte, ob das Hochspannungsnetz wirklich um Tausende von Kilometern erweitert werden muss. Dagegen spreche, dass allerorten, also dezentral, die durch Sonne, Wind und Wasser erzeugte Energiemenge gesteigert wird.

Was dar√ľber hinaus noch transportiert werden m√ľsse, k√∂nne man technisch durch Methanisierung ins engmaschig vorhandene Erdgasnetz einspeisen, befand Jung
 

Landkreis auf gutem Weg

Viele Kommunen, zu denen er auch den Ha√übergkreis z√§hlte, bef√§nden sich energiepolitisch auf einem guten Weg, lobte der Kreisgruppenvorsitzende des Bamberger BN bei einem anschlie√üenden Gespr√§ch. Die j√ľngste Entscheidung f√ľr eine Energiegesellschaft sieht er sehr positiv, mahnt jedoch eine m√∂glichst breite B√ľrgerbeteiligung an. √Ąu√üerst wichtig sei n√§mlich, dass nicht Gro√üinvestoren oder Konzerne das Sagen haben, sondern die Bev√∂lkerung und die Kommunen.
 

"Die Menschen auf dem Land", f√ľhrte er weiter aus, "werden sich nur dann in gro√üer Zahl finanziell einbringen, wenn die organisatorischen Strukturen passen". Man m√ľsse aufpassen, dass diese nicht nur wirtschaftlich, sondern auch m√∂glichst einfach, nachvollziehbar und transparent gestaltet seien. Diese Kritik teilte der anwesende Kreisrat Rainer Baumg√§rtner von der √ĖDP und der Eberner BN-Vorsitzende Harald Amon stellte fest: "Die Energiewende ist zwar in aller Munde, aber noch lange nicht gelaufen".

Naturschutzgebiete als Standort möglich
Das Argument kleinerer Gemeinden, dass Windr√§der die Landschaft verschandeln, l√§sst Jung nicht gelten. Er h√§lt die Abstandsfl√§chen zur Wohnbebauung f√ľr ausreichend. Auch Naturschutzgebiete w√§ren als Standort m√∂glich, stellte er fest. Lediglich dort, wo wirklich markante Landschaftspunkte ber√ľhrt w√§ren oder wo es zu einer erheblichen Gef√§hrdung von Tierarten wie Greifv√∂geln oder Flederm√§usen komme, sollte man auf die modernen Windm√ľhlen verzichten. Zum Thema Biogasanlage nimmt der Natursch√ľtzer ebenfalls Stellung. Diese seien zur organischen Resteverwertung v√∂llig in Ordnung, befand er. Er lehnt sie dann ab, wenn dadurch gro√üfl√§chige landwirtschaftliche Nutzfl√§chen in Mais-Monokulturen verwandelt werden.

.......


 

"Energiewende in Bayern - Chance oder Mogelpackung?"

Die Bund Naturschutz Kreisgruppe Ha√überge und die BN-Ortsgruppe Ebern luden am 08.02.12 zu einer Information und Diskussion √ľber die eingeleitete Energiewende in Bayern ein.

Dr. Herbert Barthel, der BN-Referent f√ľr Energie- und Klimaschutz, skizzierte die Position des Bundes Naturschutz: Die Kernschmelzen von Tschernobyl und Fukushima mit vielen Toten und gro√üfl√§chig unbewohnbar gewordenen Landstrichen sowie die bisher weltweit ergebnislose Suche nach einem sicheren Endlager h√§tten mehr als deutlich gezeigt, dass die Gefahren des Betriebs von Atomkraftwerken unverantwortlich hoch sind. Die Forderung des BN ist ‚ÄěAtomausstieg sofort – ohne schuldhaftes Z√∂gern“. Im Energiekonzept ‚ÄěBayern Innovativ“ vom Mai 2011 fehlt ein konsequenter Ansatz zu Energiesparen und Energieeffizienz als wichtigste S√§ulen der Energiewende in Bayern , so die Kritik des Bund Naturschutz .
Dezentrale kommunale Energiepolitik

Die Energiewende muss nach Ansicht der Natursch√ľtzer in drei parallelen Schritten erfolgen.

Schritt 1 umfasst das Energiesparen, d. h. das Sparen von Strom, Heizenergie und Treibstoff.

Schritt 2 fordert die Steigerung der Energie-Effizienz der Anlagen. Die Kraftw√§rmekopplung mit der Nutzung der Abw√§rme als Heizw√§rme muss k√ľnftig ein “Muss” sein.

Schritt 3 ist der engagierte Ausbau der erneuerbaren Energien. Wind, Sonne, Wasser, Biomasse, Geothermie bieten ein breites Spektrum der Energiegewinnung, wobei auf den Ausbau der Windkraft, die in Bayern bisher nur ein k√ľmmerliches Schattendasein fristet, k√ľnftig das gr√∂√üte Augenmerk zu richten ist. Die Windstromerzeugung muss in Bayern um den Faktor 10 gesteigert werden, von derzeit 400 kleinen Windr√§dern auf etwa 2500 gro√üe Windr√§der. Der Naturschutz wird sich bei der Suche nach geeigneten Standorten f√ľr Windkraftanlagen aktiv beteiligen.

Alle interessierten B√ľrger und auch die politisch Verantwortlichen waren zu dieser Veranstaltung eingeladen.
Der Vorsitzende der BN-KG-Ha√überge Dr. Klaus Mandery zeigte sich √ľber die Anwesenheit von B√ľrgermeister Robert Herrmann sehr erfreut.

Atom-Ausstieg selber machen - durch Wechsel zu √Ėkostromanbieter
Infostand am 09.04.2011 von 10-14 Uhr
beim Tegut-Einkaufsmarkt

Mit einem Stromwechsel kann jeder Energiepolitik betreiben.

Am kommenden Samstag von 10 bis 14 Uhr k√∂nnen sich B√ľrger √ľber die M√∂glichkeiten des Wechsels zu einem √Ėko-Stromanbieters an einem Info-Stand beim Tegut-Einkaufsmarkt in Ebern informieren.
Erneuerbare Energien sind derzeit in aller Munde. Ihr Anteil erh√∂ht sich von Jahr zu Jahr. Je mehr B√ľrger sich entscheiden, Ihren Strom aus Wasserkraft, Biomasse, Windkraft und Sonnenenergie zu beziehen, umso mehr kann deren Ausbau beschleunigt werden, um in naher Zukunft auf Atomkraft und langfristig auch auf die klimasch√§dliche Kohle verzichten zu k√∂nnen.
Auch die katholische und evangelische Kirche ruft alle B√ľrger bei der Wahl des Stromtarifs auf erneuerbare Energietr√§ger umzustellen.
Mit einem Stromwechsel kann jeder Energiepolitik betreiben.
Mitglieder des BN erläutern die Unterschiede der Stromanbieter und bieten gleichzeitig einen Kosten-Vergleich an. Der BN empfiehlt, dass die letzte Strom-Jahresabrechnung mitgebracht wird.

 

FT 08.08.2007 Rentweinsdorf- Auszug aus Marktgemeinderatssitzung
Gelblicht
“Einstimmig beschloss das Gremium, dass insgesamt etwas mehr als 100 Stra√üenlampen im Kernort Rentweinsdorf und in Lind von Wei√ü- auf Gelblicht umger√ľstet werden. Das kostet die Gemeinde rund 9000 Euro. Doch lassen sich damit laut Eon 1700 Euro j√§hrlich an Stromkosten sparen. Bei den √ľbrigen Leuchten im Gemeindegebiet mit Wei√ülicht (Peitschenleuchten) ist die Umstellung dem Schreiben von Eon zufolge technisch nicht m√∂glich.”

Hinweis BN: Wir haben bereits vor √ľber 10 Jahren bei unseren Stellungnahmen zu Bebauungspl√§nen auf Nutzung des Gelblichtes hingewiesen!

Ebern, 21. Mai 2007
Klimaschutz vor Ortdas war das Thema der Begehung des Bund Naturschutz Ebern von drei zukunftsfähigen klimafreundlichen Heizanlagen.

Die Besichtigung brachte die erfreuliche Erkenntnis, dass schon viele B√ľrger und Einrichtungen in Ebern mit Eigeninitiative im Kleinen schon etwas f√ľr den weltweiten Klimaschutz tun.

Im neuen Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ) des Diakonischen Werkes erläuterte Heimleiter Peter Pratsch die Hackschnitzelheizanlage.
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Bei der Projektierung der Anlage wurden die Mitarbeiter einbezogen. Von diesen wurde auch die Idee eingebracht, statt einer bei den reinen Investitionskosten g√ľnstigeren Gasheizung, eine √∂kologische, und auf lange Sicht auch kosteng√ľnstigere Anlage f√ľr die Erzeugung von Heizw√§rme und warmen Brauchwasser zu errichten. Der positive Effekt verst√§rkt sich noch dadurch, dass gleichzeitig auch Arbeitspl√§tze f√ľr psychisch kranke Menschen geschaffen werden konnten. Die Anlage ist f√ľr 120 Kilowatt ausgelegt und ben√∂tigt ca. 350 cbm Holzhackschnitzel.
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Dies entspricht etwa 50.000 Liter Heiz√∂l. Die ben√∂tigte Menge ist abh√§ngig von dem Trocknungsgrad und der Art des Holzes. Es m√ľssen jedoch keine dicken St√§mme sein, um daraus Hackschnitzel zu machen. Vielmehr k√∂nnte z.B. auch das im Anlagenring der Stadt Ebern anfallende Schnittgut problemlos geh√§ckselt werden. F√ľr eine optimale Verbrennung sollte die Feuchtigkeit des Holzes nicht √ľber 30% betragen, damit die gr√∂√üte Energieausbeute erreicht wird und der Ofen nicht versottet. Die bisher angefallene sehr geringe Menge an Holzasche wird kompostiert.
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Die Anlage l√§uft problemlos und kann jederzeit von einem Hausmeister bedient werden. Mehrere der Mitarbeiter des Heimes, welche die Hackschnitzelheizung in der Praxis kennen gelernt haben, √ľberlegen sich im eigenen Haus selbst eine solche einzubauen. Am effektivsten f√ľr Privatleute w√§re es, wenn sich mehrere Nachbarn zusammenschlie√üen und eine gemeinsame Anlage mit einer einzigen Lagerst√§tte f√ľr die Hackschnitzel errichten, denn das teuerste ist der Bau der Lagerst√§tte. Das Diakonische Werk beabsichtigt auf Grund der guten Erfahrungen auch auf dem Zeilberg eine 110-KW-Hackschnitzelheizung zu errichten, ‚Äěweil es Sinn macht“, wie es Peter Pratsch formulierte.

Nach der Besichtigung der Heizanlage im SPZ begaben sich die Teilnehmer zu einer Information √ľber die Pelletheizung im Privathaus vom BN-Vorstandsmitglied Peter Hartmann.
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 Die Bestellung der Pellets erfolgt kosteng√ľnstig in einer Sammelbestellung mit anderen Besitzern von Pelletheizanlagen. Die Wirtschaftlichkeit der Pelletheizung ist stark abh√§ngig von den jeweiligen Preisen f√ľr die Pellets. Die Betreuung dieser √∂kologischen 15-KW-Anlage ist ebenfalls relativ problemlos. T√§glich wird eine Pellet-Ration automatisch aus dem neben dem Heizraum liegenden Lagerraum angesaugt und in den 45 kg fassenden F√ľlltrichter eingef√ľllt. Im Sommer liefern zus√§tzlich sechs qm Flachkollektoren hei√ües Brauchwasser.

Als weitere Anlage wurde das bereits 10 Jahre alte Block-Heiz-Kraft-Werk (BHKW) in den Frankenstuben besichtigt.
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Gastwirt J√ľrgen Stahl erl√§uterte fachkundig und mit Engagement seine die Energie am besten ausnutzende Anlage. Die 19-KW-Anlage ist ‚Äěw√§rmegesteuert“, dies bedeutet, immer wenn W√§rme f√ľr Brauchwasser oder Heizw√§rme ben√∂tigt wird, springt der Motor -
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ein normaler mit Erdgas betriebener Automotor – an und liefert die erforderliche W√§rme und erzeugt gleichzeitig Strom, welcher in das Netz eingespeist wird. Das BHKW hat sich bereits nach 6 Jahren amortisiert und ist inzwischen √ľber 42.000 Stunden ohne gr√∂√üere Reparaturen in Betrieb gewesen.
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Als optimale Erg√§nzung befinden sich auf dem Dach noch Photovoltaikmodule zur Stromerzeugung. J√ľrgen Stahl stellte dabei heraus, dass die √∂kologische Komponente eines BHKWs vor allem darin liegt, dass die bei den gro√üen Kraftwerken anfallenden gro√üen √úbertragungsverluste von 70% bei der Kraft-W√§rme-Kopplung v√∂llig wegfallen.

Harald Amon, der 1. Vorsitzende des BN Ebern, stellte zum Schluss der Begehung fest, dass die besichtigten Anlagen beispielgebend f√ľr die auch in Ebern vorhandenen M√∂glichkeiten sind, Heizanlagen klimafreundlich zu betreiben.

 

FT 15.03.2007 ‚Äě Energie-Wechsel ist schnell m√∂glich“ 

Pl√§doyer   Der Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell aus Hammelburg zeigte bei einer Veranstaltung des Gr√ľnen-Kreisverbandes und des Bund Naturschutz in Ebern M√∂glichkeiten auf, sich von fossilen Brennstoffen zu verabschieden.
VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED Ralf Kestel

Ebern - Die Kehrtwende in der Energiepolitik im Rund-umSchlag propagierte der Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell von B√ľndnis90/Die Gr√ľnen bei einer Veranstaltung des Kreisverbandes der Gr√ľnen und des Bund Naturschutz am Dienstagabend in den Frankenstuben. Dem Umwelt-Experten aus Hammelburg reichen Appelle und Vorschl√§ge zur Energie-Einsparung nicht aus. Er zeigte detailliert Wege auf, wie der Ausstieg aus der Atomenergie sowie der Verbrennung fossiler Energietr√§ger und der Umstieg auf erneuerbare Energie gelingen kann. Und dies nicht in ferner Zukunft, sondern binnen weniger Monate, womit der CO2-Aussto√ü drastisch gesenkt werden k√∂nnte.
‚ÄěErd√∂l, Erdgas und Kohle sind die schlimmsten Klimazerst√∂rer“, stellte Fell in seinem √ľber einst√ľndigen Vortrag fest, den BN-Kreisvorsitzender Dr. Klaus Mandery ‚Äěh√∂chst motiviert und hochkomprimiert“ fand. Mandery: ‚ÄěDas hat mich ermuntert, engagiert weiter zu machen.“
Am Beispiel anderer Landkreise in Bayern, wie Bad T√∂lz-Wolfratshausen, hatte Fell daf√ľr pl√§diert, auch ‚ÄěEbern auf erneuerbare Energie umzustellen“ und sei es √ľber eine B√ľrgerstiftung. Vorbildlich fand er dabei die Solarzellen auf dem Dach des Veranstaltungsortes oder die Energiesparlampen im Saal.
Kreis zahlt mehr f√ľr Energie
Auch Gr√ľnen-Kreisr√§tin Rita St√§blein hat schon ein Umdenken ausgemacht: ‚ÄěSeit im Kreishaushalt die Energiepreise davongaloppieren, gibt es neue Initiativen.“
Mit vielen Schaubildern und Statistiken untermauerte der Gr√ľnen-MdB seine Ausf√ľhrungen, sein Credo indes fasste er in eine einfache Aussage: ‚ÄěTun sie selber etwas: Solarzellen auf die D√§cher, d√§mmen sie ihre H√§user, wechseln sie den Stromlieferanten.“
Am eigenen Vorbild f√ľgte er noch ein Mosaiksteinchen dazu: ‚ÄěWir brauchen das elektrische Autos. Das hat null CO2-Emissionen.“
Dass einer aus der ‚Äěgro√üen Politik Tipps gibt, was man im Kleinen tun kann, um den Klima-Kollaps abzuwenden“, hatte Mandery erhofft. Fell f√ľhlte sich nach eigener Beschreibung einst wie ‚Äěder Mahner in der W√ľste“, aber jetzt helfe es nicht mehr, den Kopf in den Sand zu stecken.
Seit Ende der 80er Jahre sei klar, dass ‚Äěwir auf etwas zusteuern, das uns die Lebensgrundlagen unter den F√ľ√üen weg zieht. Dies mit einer Schnelligkeit und Dramatik, die keiner geahnt hat.“
Die einzige Chance des Gegensteuern liegt nach Fells √úberzeugung in der Nutzung erneuerbarer Energien. ‚ÄěBundeskanzlerin Merkel nimmt den Begriff h√§ufiger in den Mund als ihr Vorg√§nger Schr√∂der.“ Aber das seien nur Lippenbekenntnisse, so lange Gesetzesinitiativen wie beim Biogas-Einspeise-Gesetz abgeb√ľgelt werden.
 ‚ÄěPflanzen wachsen nach, Erd√∂lfelder aber nicht“, stellte Fell fest und zeigte anhand verschiedener Statistiken, welche Wachstums-Branchen sich auf den Feldern der erneuerbaren Energien auftun, wo schon tausende neuer Arbeitspl√§tze geschaffen worden seien.
Fell ging auf den steigenden √Ėlpreis ein. ‚ÄěWir befinden uns schon in der Verknappungsphase, auch wenn die Konzerne dies verneinen. Denn die Preise steigen, die Herstellungskosten aber nicht, weswegen noch hohe Gewinnmitnahmen erreicht werden sollen.“ Jeder, der jetzt noch seine Wohnung mit Erd√∂l heize, befinde sich auf dem Holzweg. Nicht anders sei die Situation beim Heiz√∂l, dessen Preis sich um das Dreifache verteuert habe. ‚ÄěDa steckt sozialer Sprengstoff drin.“
 Auch in der Atomkraft sah der Hammelburger Abgeordnete keine Alternative.
‚ÄěDie Naturgesetze sind unerbitterlich und richten sich nicht nach menschlichen Kompromissen.“
MdB Hans-Josef Fell

Deren Gefahr habe er erst bei einem Besuch in Tschernobyl vor Augen gef√ľhrt bekommen. ‚ÄěIn Schweden waren wir sieben Minuten vor der gleichen Katastrophe.“ Uran sei er knappste aller Rohstoffe. ‚ÄěEs ist ein v√∂lliger Quatsch, auf Atomkraft zu setzen.“ Als Ersatz bot MdB Fell acht Alternativen an, mit denen sich die Grundlast des Energiebedarfs decken lasse. ‚ÄěWer etwas anderes behauptet, beleidigt unsere Ingenieure.“
Der Schwenk gelinge schneller als von vielen prophezeit √ľber die Nutzung von Fotovoltaik, Solarthermie, Biomasse, Umgebungsw√§rme, Windkraft, Wasserkraft, Gezeiten-Nutzung mund Geothermie.
 Allein durch Nutzung alter M√ľhlenrechte lasse sich durch die Wasserkraft ein Kraftwerk einsparen. ‚Äě1930 gab es zehn Mal so viele M√ľhlen an bayerischen Fl√ľssen, aber auch zehn Mal so viele Fische. M√ľhlen sind mit dem Naturschutz vereinbar, denn sie sind kein Fisch-H√§ckselmaschinen.“
 Dass im Bereich der erneuerbaren Energien schon Erfolge gelungen sind, machte Fell an der Tatsache fest, dass es in Bayern schon mehr Fotovoltaik-Anlage gibt als in den USA oder Japan und dass Windr√§der zum Exportschlager wurden.
 Hans-Josef Fell schw√§rmte vom ‚ÄěFotovoltaik-Wunder“ und von der Erfolgsgeschichte der Holzpellet-Anlagen.“

 

NP 13.10.2006 SENIORENTREFFEN DER PFARREI
Energie sparen zahlt sich aus
UNTERPREPPACH/REUTERSBRUNN
Der Seniorenkreis der Pfarrei Unterpreppach hatte zu seinem Monatstreffen in Reutersbrunn einen fachkundigen Referenten zu Gast, nämlich den kirchlichen Umwelt- und Energieberater Christof Bärhausen aus der Nähe von Schweinfurt.
Seine Empfehlungen zu dem Thema: ‚ÄěSparfaktor Energie - im Umgang mit Wasser, Strom, Heizung" richteten sich nicht allein auf die finanziellen Einsparm√∂glichkeiten, sondern auch auf die Bewahrung unserer Sch√∂pfung, der Umwelt, unseres Lebensraumes, denn nach neueren wissenschaftlichen Untersuchungen gilt: ‚Äě90 Prozent unserer Umweltprobleme sind Energieprobleme". Deshalb m√ľsse die Devise gelten: Energisch sparen zukunftsf√§hig leben!
Der Seniorenkreis-Leiter Bruno Deublein freute sich eingangs, dass rund 35 Frauen und M√§nner der Einladung gefolgt waren, erstmals in die fast komplett renovierte ehemalige Schule in Reutersbrunn. Hohe Anerkennung verdiene die Investition der Stadt Ebern und die von Ortsbewohnern erbrachten enormen Eigenleistungen, die sich f√ľr √∂rtliche Gemeinschaften vielf√§ltig auszahlen werden. Hier l√§sst sich gut tagen, diskutieren, Kaffee-Trinken usw.
F√ľr den Hauptteil dieses Seniorentreffens, die Informationen zum Energiesparen in vielf√§ltiger Form, demonstrierte der Fachmann neben seinen deutlichen Worten mit Hilfe moderner Technik auf Leinwand, zun√§chst die progressive Entwicklung des Energieverbrauches seit einigen Generationen und dazu die bescheidene ‚ÄěNachhaltigkeit" der g√§ngigsten Energietr√§ger. Deutlich wurde dabei, dass bei weiterer ‚ÄěGro√üz√ľgigkeit" und ‚ÄěGedankenlosigkeit" im Energiebereich recht bald ein ‚ÄěKollaps" drohen wird. Und das darf auch der √§lteren Generation nicht ‚Äěegal" sein, sondern m√ľsse ‚Äěwachr√ľtteln!"
Hinsichtlich der Strom-Sparm√∂glichkeiten verwies B√§rhausen auf eine lange Liste von Haushaltsger√§ten und -gegenst√§nden, die bei √ľberlegtem Einsatz beachtliches Sparpotenzial in sich bergen. √Ąhnliche Spar-Potenziale erkannte der Referent im Bereich Heizung/W√§rme, wobei er Richtwerte nannte f√ľr bedarfsgerechtes Heizen in den unterschiedlichen R√§umen (allein die Raumtemperatur um ein Grad absenken erspart sechs bis zehn Prozent Heizenergie), daneben sollte die Heizungsreglung optimiert werden, alte Thermostate erneuert, die Heizung regelm√§√üig gewartet, die Heizungspumpen auf kleinste Leistung gestellt und nat√ľrlich die W√§rmed√§mmung an der gesamten Anlage sowie am Au√üen-Mauerwerk gute Werte aufweisen, denn ‚Äěgut ged√§mmt ist halb geheizt!"
Gute Trinkwasser-Sparm√∂glichkeiten bieten sich beim Duschen statt Baden, oder bei der Regenwasser-Nutzung f√ľr die Gartenbew√§sserung - sowie f√ľr WC und Waschmaschine; man sollte auch nicht ‚Äěunter laufendem Wasserhahn sp√ľlen, waschen, Z√§hne putzen.
√Ąhnliche √úberlegungen stellte B√§rhausen hinsichtlich der Mobilit√§t im Alltag und in der Freizeit in den Raum: Kurze Strecken zu Fu√ü oder per Rad zur√ľcklegen, wo es geht Fahrgemeinschaften bilden, hohe Geschwindigkeiten vermeiden, Freizeitverhalten √ľberdenken, wenn m√∂glich auf Bahn- oder Buslinien umsteigen.
Schließlich könne die Umwelt auch beachtlich geschont werden, wenn möglichst viel Abfall vermieden wird (Mehrweg statt Einweg, Jute statt Plastik, Akkus statt Einmai-Batterien, keine Alu-Verpackungen). Die letzten Empfehlungen des Referenten richteten sich auf die Ernährung: Lieber Produkte aus der eigenen Region oder beim Fair-Handel einkaufen! on

FT 13.10.2005 Klimawandel fordert immer mehr Opfer
...  “Unverm√∂gen des Menschen”
“ Es gibt keine Naturkatastrophen, sondern nur unnat√ľrliche Katastrophen, die entstehen durch das Unverm√∂gen des Menschen, mit extremen Naturereignissen umzugehen. ”
Der Bonner Experte Janos Bogardi zur Rolle des Menschen bei der Risikominimierung. Dem mangelnden Risikobewusstsein komme dabei eine Schl√ľsselrolle zu.

FT 14.10.2005 Steigender Energieverbrauch
Angesichts des weltweit steigenden Energieverbrauchs rechnet die √Ėl- und Gasindustrie mit einem Investitionsbedarfs von j√§hrlich zus√§tzlich 160 Milliarden Euro. Im Jahr 2030 werde der Prim√§renergieverbrauch um 50 Prozent h√∂her liegen als jetzt, den Bedarf m√ľssten vor allem √Ėl und Gas decken, sagte der Deutschlandchef des weltgr√∂ssten √Ėlkonzerns EXXonMobil, Gernot Kalkoffen, in D√ľsseldorf.

FT 01.08.2005 √Ėlkonzerne machen gigantische Gewinne
Der enorme Anstieg der √Ėl- und Erdgaspreise hat die Gewinne der gro√üen √Ėlkonzerne in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf astronomische H√∂hen getrieben. Die globalen Branchenf√ľhrer wie Exxon-Mobil, BP und Royal-Dutch-Shell haben ihre Milliardengewinne weiter drastisch erh√∂ht.
So legte
Exxon-Mobil im Januar-Juli-Abschnitt um 38 Prozent auf 15,5 Milliarden Dollar zu,
BP um etwas 32 Prozent auf 12,2 Mrd. Dollar und
Royal-Dutch-Shell um rund 39 Prozent auf 11,9 Mrd. Dollar.

Schnappauf: Freistaat und Bund Naturschutz starten Klimaschutz-Initiative

Unter dem Motto 'Klima sach√ľtzen - Energie sparen - Geld sparen' rund ein Dutzend konkrete Umsetzungsma√ünahmen vereinbart.

M√ľnchen, 14. Juli 2005 - Bayern macht Tempo beim Klimaschutz, erkl√§rten Umweltminister Werner Schnappauf und Wirtschaftsminister Otto Wiesheu nach dem klimapolitischen Spitzengespr√§ch, an dem als Vertreter des Bund Naturschutzes (BN) Prof. Hubert Weiger, Doris Tropper, Sebastian Sch√∂nauer und Richard Mergner sowie Umwelt-Staatssekret√§rin Emilia M√ľller und Vertreter des Landwirtschafts- und Innenministeriums teilgenommen haben. Auf rund ein Dutzend konkreter Klimaschutz-Ma√ünahmen zur weiteren Umsetzung des Klimaschutzb√ľndnisses verst√§ndigte man sich. Im Mittelpunkt stehen dabei Energieeinsparung und die energetische Altbau-Sanierung. Schnappauf: 'Freistaat und BN vereinbarten eine landesweite Klimaschutz- und
Energiespar-Initiative unter dem Motto ''Klima sch√ľtzen - Energie sparen - Geld sparen''.
Denn Energiesparen ist der beste Klimaschutz. Je mehr fossile Energie eingespart wird, desto weniger klimasch√§dliches CO2 gelangt in die Atmosph√§re.' Wiesheu betonte, dass der Pakt bei der Bauwirtschaft und beim Handwerk neue Chancen er√∂ffne. Weiger wies darauf hin, dass angesichts der weiter steigenden Energiepreise Investitionen in Energiespartechnik, W√§rmed√§mmung und erneuerbare Energien die beste Zukunftsvorsorge f√ľr den B√ľrger und die √∂ffentliche Hand sind. Wenn √∂ffentliche Geb√§ude von Staat und Gemeinden vorbildlich saniert werden, sei dies ein zentraler Beitrag zum Umweltschutz und zur Konsolidierung der Haushalte.
Die Initiative richtet sich vor allem an Haus- und Wohnungsbesitzer, um diese √ľber baulichen W√§rmeschutz, Altbausanierung und Modernisierung von Heizung- und Warmwasseranlagen zu informieren. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, soll in staatlichen Geb√§uden der Energieverbrauch beschleunigt reduziert werden: Die hundert gr√∂√üten Energieverbraucher werden im Contractingverfahren saniert.
Der Bund Naturschutz wird in Seminaren den einschl√§gigen Gewerbesparten an Vorzeigebeispielen zeigen, wie Klimaschutz und Kosteneinsparung zu kombinieren sind .'Wenn es gelingt, den Leuten klar zu machen, dass Klimaschutz wirklich Geld spart, haben wir gewonnen', so Schnappauf. Deshalb sind Leuchtturm-Projekte so wichtig: Beispielsweise das in Reichenschwand bei dem der Energieverbrauch eines Schulgeb√§udes aus den 60er Jahren durch W√§rmesanierung halbiert und mit einer Hackschnitzelheizung der CO2-Aussto√ü nahezu auf Null gebracht wurde. Oder die energetische Sanierung eines 6-Familienhauses aus den 30er Jahren in der N√ľrnberger S√ľdstadt, wodurch der Heiz√∂lbedarf von rund 20 Liter auf 3 Liter pro Quadratmeter Wohnfl√§che reduziert wurde.
Um noch mehr Klimaschutz-Ansporn zu geben, will Schnappauf einen ''Champions League''-Wettbewerb ins Leben rufen. Alle bayerischen Kommunen sind aufgerufen, im Wettstreit ihren Energiespar-Meister zu ermitteln: Als Troph√§e lockt der European Energy Award. Das Umweltministerium wird au√üer Konkurrenz selber mitmachen. Alle Dienstgeb√§ude im Gesch√§ftsbereich werden dahingehend √ľberpr√ľft, ob sie f√ľr die Installation von Fotovoltaikanlagen geeignet sind. Schnappauf: 'Klimaschutz ist Zukunftsvorsorge und gleichzeitig gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der Wirtschaft, Staat und Kommunen ebenso gefordert sind wie jeder einzelne B√ľrger.' Der Bund Naturschutz sieht auch bei der Energieeinsparung im Verkehrsbereich noch gro√üen Handlungsbedarf, wozu weitere Gespr√§che vereinbart wurden.
Die Bayerische Staatsregierung und der Bund Naturschutz haben am 21. Oktober 2004 ein Klimaschutzb√ľndnis geschlossen mit dem gemeinsamen Ziel, den CO2-Aussto√ü in Bayern konsequent zu verringern. Schnappauf: 'Zwar liegt Bayern bereits heute mit einem Pro-Kopf-Aussto√ü von j√§hrlich rund 7 Tonnen CO2 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 10 Tonnen. Hierbei wollen und d√ľrfen wir angesichts der dr√§ngenden Probleme aber nicht stehen bleiben. Bayern setzt sich zum Ziel, sich international an der Spitze der Industriel√§nder zu positionieren'. Staatsregierung und Bund Naturschutz sind sich einig, dass die CO2-Emissionen im Sinne einer nachhaltigen Klimaschutzpolitik √ľber das Jahr 2010 hinaus weiter reduziert werden m√ľssen. Deshalb sollen m√∂glichst viele gesellschaftliche Gruppen f√ľr gemeinsame Klimaschutzanstrengungen sensibilisiert und motiviert werden.

Redaktionelle Hinweise:
Die Maßnahmen im Einzelnen (verantwortlich ist - je nach Maßnahme - das Umwelt-, Wirtschafts-, Innen- oder Landwirtschaftsministerium bzw. der Bund Naturschutz in Bayern):
- Gemeinsame Studie zur Identifikation wirtschaftlich g√ľnstiger Ma√ünahmen in der energetischen Geb√§udesanierung
- Entwicklung einer Kommunikationsstrategie f√ľr eine bayerische Werbekampagne ''Energetische Geb√§udesanierung
- Entwicklung einer Internetplattform der Klima-Allianz
- Projekt ''Energiespar-Initialberatung durch das bayerische Kaminkehrerhandwerk''
- Pilotprojekt ''Einf√ľhrung des European Energy Award in Bayern''
- Verhandlungen mit weiteren Akteuren zur Erweiterung der Klima-Allianz (Kirchen, komm. Spitzenverbände, Sportverbände, Umweltverbände)
- Regionale Informationsveranstaltungen zum kommunalen Energiemanagement und energetischer Gebäudesanierung
- Gemeinsame Erarbeitung eines Sofortmaßnahmenpakets zur Energieeinsparung im Bereich staatlicher Liegenschaften (Beispiel ''Pilotmaßnahme Energiemanagement'')
- √úberpr√ľfung aller Dienstgeb√§ude des Umwelt-Ressorts hinsichtlich deren Eignung f√ľr Fotovoltaikanlagen
- Ausarbeitung eines Energiepakets f√ľr den neuen Umweltpakt im Bereich Handwerk
- Seminarveranstaltungen des Bund Naturschutzes zum Ausbau der dezentralen Kraft-W√§rme-Kopplung f√ľr einschl√§gige Gewerbesparten
- Erarbeitung einer gemeinsamen Strategie, unabhängige Energieberatung auf Gemeinde- und Landkreisebene weiterzuentwickeln
- Unterst√ľtzung zweier Energiemodellregionen in Nord- und S√ľdbayern durch Beratung, √Ėffentlichkeitsarbeit und logistische Hilfe

Der Wortlaut der Vereinbarung ist im Internet unter www.bund-naturschutz.de abrufbar.

FT 05.05.2005 Haßfurt Neues Baugebiet
..... , k√∂nnte auch s√ľdlich des Osterfeldweges ein kleines “√Ėko-Baugebiet” Blockheizkraftwerk f√ľr Nahw√§rme, verst√§rkter Dachbegr√ľnung und Solarnutzung entstehen, wenn die Eigner zustimmen. Das Stadtwerk wil noch einen Kostenvergleich darstellen.

FT 04.05.2005 Eltmann Stadtrat - Energiebilanz
.... Energiebericht zu städtischen Einrichtungen
 

27.01.2005 Versicherungskosten und Klimawandel
Auszug aus einem Schreiben einer Versicherung an einen Kunden:
Stichwort: Klimawandel
Vertragsergänzung Ihrer Verbundenen Wohngebäudeversicherung
Sehr geehrter Herr ...,
die Wetterextreme nehmen zu: Ob Orkan Lothar 1999 oder die j√ľngsten verheerenden Hagelst√ľrme - Wissenschaftler best√§tigen, dass solche Unwetter in Zukunft nicht nur st√§rker, sondern vor allem viel unberechenbarer auftreten werden.
Bis heute konnten wir Ihnen Versicherungsschutz bieten, der keine Regelung f√ľr eine ver√§nderte Risikosituation enth√§lt. Doch der Klimawandel ist f√ľr alle Versicherer - also auch f√ľr uns  - ein Problem
. ......

FT 14.10.2004 Aussage zur weltweiten Klimaveränderung
Die weltweiten Klimaveränderungen sind nach Einschätzung des Popmusikers Sting gefährlicher als der Terrorismus.
Ich habe mehr Angst vor der globalen Welterw√§rmung als vor El Kaida , um ehrlich zu sein”, sagte Sting in einem Interview. Er glaube zwar, dass der Einfluss eines “Haufens langhaariger Fanatiker” gef√§hrlich sei. “Aber gef√§hrden sie uns mehr als ein Hurrikan, der jedes Jahr Florida heimsucht? So etwas gef√§hrdet uns alle.”

NP 23.04.2004 Pfarrweisach Gemeinderat
.... Das Stromversorgungsunternehmen E.ON wird nun doch in Rabelsdorf einen Versuch mit dimmbaren Stra√üenleuchten √ľber ein Jahr durchf√ľhren. W√§hrend in der vergangenen Sitzung die Gemeinde noch daf√ľr h√§tte bezahlen m√ľssen und der Gemeinderat das Vorhaben nicht genehmigt hatte, machte die E.ON mittlerweile einen R√ľckzieher und bot der Gemeinde das Versuchprojekt kostenlos an. Bei einer Gegenstimme wurde der Beschluss vom 19. M√§rz aufgehoben und der von B√ľrgermeister Martin vorgetragene Versuch beschlossen. Ein Vertrag werde der Gemeinde in den n√§chsten Tagen nachgereicht. Gemeinderat Werner Hauck berichtete von einem Versuch mit der E.ON in Kraisdorf, wo bei Zwillingsstra√üenleuchten eine R√∂hre ausgeschaltet worden war. So k√∂nnten in der Stunde 1,2 Kilowatt Strom eingespart werden. “Ich habe keinen B√ľrger geh√∂rt, der was gesagt hat, dass es dunkler geworden ist”, kommentierte Hauck den Versuch. .....
 

FT 06.03.2004 
Experte sucht Einsparchancen 
Pfarrweisacher Gemeinderat sucht Energie-Einsparpotenziale 
PFARRWEISACH. Die Gemeinde will sparen, aber nicht um jeden Preis. Aus dieser √úberlegung heraus hatte B√ľrgermeister Hermann Martin Norbert Stuck von der Fa. EcoConTec in M√ľnchaurach (bei Herzogenaurach), zur Gemeinderatssitzung am Donnerstag eingeladen. Diese Firma ist spezialisiert auf die Energie-Verbrauchsoptimierung in Gemeinden. Mit einem so genannten EnergieCheck – dessen Herz ein Computerprogramm ist – wird der Energieverbrauch von √∂ffentlichen Einrichtungen und Bauh√∂fen erfasst und auf Einsparm√∂glichkeiten hin untersucht. Stuck zeigte anhand seiner Folien, dass EcoConTec schon vielfach erfolgreich gearbeitet hat, pr√§sentierte die einzelnen M√∂glichkeiten der Energieeinsparung und erl√§uterte die m√∂glichen Angebote.
Die Kernaussage dieser Pr√§sentation: ‚ÄěDie Investitionen f√ľr die Optimierung der technischen Anlagen werden aus den Einsparungen beim Energieverbrauch finanziert“.
Das klingt verlockend und soll im kleinen Rahmen auf Machbarkeit √ľberpr√ľft werden. Stuck erh√§lt s√§mtliche technische Daten vom Schwimmbad in Kraisdorf und den Abwasserpumpen in der Gemeinde. Daraus erstellt die Firma zum Nulltarif einen groben EnergieCheck und wird dem Gemeinderat die Ergebnisse innerhalb von 60 Tagen √ľbergeben
.........

FT 19.07.2003
 SCHULZENTRUM HASSFURT hat 20 000 Euro an Energie eingespart
Weitere Durchf√ľhrung des Projektes macht allerdings eine Anpassung n√∂tig
Bereits seit 1998 besteht am Schulzentrum in Ha√üfurt das Energiesparprojekt. An einer gro√üen Schule mit nahezu 2500 Sch√ľlern und 300 Lehrern sicherlich kein leichtes Unterfangen Energie einzusparen.
HASSFURT    - So wurde schnell auf einen Spareffekt beim Wasser verzichtet, zu schwierig war es; eine Basis zu finden und vor allem den Wasserverbrauch zu beeinflussen. Was verblieb waren Strom und Heizung. doch auch beim Stromverbrauch √§nderte sich im Schuljahr 2001/2002 die Grundlage.
Die Aufstellung von Schulcontainern, die elektrisch beheizt wurden, Wassereinbr√ľche, die starke Elektrogebl√§se forderten, die Installation von vielen Computern und Raumerweiterungen lie√üen keinen Vergleich zwischen alt und neu mehr √ľbrig. So verblieb nur noch die Heizung. Doch auch hier wird k√ľnftig eine genaue Rechnung versagt sein. Der Grund: Das neue Blockheizwerk, das speziell wegen Energieeinsparung gebaut wurde und das auch noch Strom erzeugt, der in das Netz der Stadtwerke einflie√üt.
Deshalb wurde am Mittwoch der Energiesparpreis in seiner jetzigen Form zum letzten Mal vergeben. Zudem sei die Frage erlaubt, ob die Luft aus dem Wettbewerb ist, oder ob die Schulen von Veranstaltungen erdr√ľckt werden. Denn zu der Feier, die in einer idyllischen Ecke des Pausenhofes abgehalten wurde, kamen weder Vertreter der Grundschule noch der Realschule. Auch die eigentlichen Energiesparer, die Sch√ľler, waren nur in kleinen Abordnungen erschienen.
Dabei galt es eine Energieeinsparung von nahezu 20.000 ‚ā¨ zu feiern, was sich f√ľr das Schulzentrum mit exakt 9.898,34 Euro auszahlt. Das ist die Summe, die der Zweckverband den Schulen als Pr√§mie zur Verf√ľgung stellt. Rektor Egbert Schmid von der Hauptschule verwies in seiner Begr√ľ√üung auf neue Richtlinien in den Lehrpl√§nen: ,,Sch√ľler sollen selbst Umweltziele planen und umsetzen".
In Ha√üfurt wird dies bereits erfolgreich seit dem Jahre 2002 praktiziert. An der Hauptschule mit zus√§tzlichen Energiemanagern, die es in allen Klassen gibt. Sie kontrollieren sogar die Lehrer und schalten ihnen den Overheadprojektor ab. Rainer Marquardt (Regiomontanus-Gymnasium) und Berthold L√∂ser (Hauptschule) erl√§uterten nochmals das Projekt und gingen auf die Verteilung der Pr√§mie ein.
Sonderpr√§mien erhielten die drei Hausmeister (300 Euro), Sch√ľlerlnnencafe (100 Euro), das BIZ (250 Euro), die Mittagsbetreuung (100 Euro), das Sch√ľlercafe ‚ÄěCouch“ (100  Euro). 2522,34 Euro gehen f√ľr die allgemeine Schulhofgestaltung an alle Schulen des Zentrums. Der Rest von 6155 Euro wird entsprechend der Sch√ľlerzahlen aufgeteilt: Das Gymnasium erh√§lt 2887,50 Euro, die Realschule 1560 Euro, die Hauptschule 1177,50 Euro und die Grundschule 530 Euro.
Auch der Gesch√§ftsf√ľhrer des Schulzweckverbandes, Horst Hofmann, freute sich √ľber die Sparma√ünahmen. Untermalt wurde die Feier vom Chor der Hauptschule unter Leitung von Walter Richter.
Einen besonderen Gag gab es zum Abschluss: In der einst von der Pr√§mie angeschafften Spiegel-Parabolsch√ľssel wurden mit Sonnenenergie ,,Wienerli" hei√ü gemacht, die nat√ľrlich den Sch√ľlern besonders gut mundeten.

Einen “Energiesparvertrag” unterzeichneten stv. Schulverbandsvorsitzender Willi Sendelbeck, Grundschulrektor Manfred Zimmer und Schulverbandsvorsitzender Robert Herrmann im Beisein von Eberner Grundsch√ľlern und den Lehrkr√§ften Birgit Stehr (links) und Karin R√ľdiger (rechts). Ziel des Vertrages ist es, durch sorgsamen Umgang mit Energie eingespartes Geld je zur H√§lfte zwischen den Grundschulen und dem Schulverband aufzuteilen.

NP 11.04.2003

Grundschulen Ebern und Rentweinsdorf
Energie und damit bares Geld sparen

EBERN - Sie m√ľssen nicht frieren und k√ľnftig auch nicht bei Kerzenlicht dem Unterricht folgen: Dennoch wollen die Sch√ľlerinnen und Sch√ľler der Grundschulen Ebern und Rentweinsdorf kr√§ftig Heiz- und Stromkosten einsparen. Ein entsprechendes Projekt hat am Anfang dieses Jahres begonnen. Neben einer finanziellen Einsparung an Energiekosten ist es vor allem aber das Ziel, die M√§dchen und Jungen und Lehrkr√§fte f√ľr einen bewussten und sorgsamen Umgang mit Energie zu sensibilisieren.
Am Donnerstagvormittag setzten deshalb Schulverbandsvorsitzender Robert Herrmann und der stellvertretende Schulverbandsvorsitzende Willi Sendelbeck sowie Grundschulrektor Manfred Zimmer ihre Unterschriften unter einen ¬ęEnergiesparvertrag¬Ľ. Dadurch wird zugesichert, dass das durch die vielf√§ltigen Ma√ünahmen heuer eingesparte Geld je zur H√§lfte zwischen dem Schulverband und den Grundschulen aufgeteilt wird. Als Vergleichszahlen werden die Energiekosten der beiden Schulen aus dem Jahr 2002 heran gezogen.
B√ľrgermeister Robert Herrmann lobte in seinem Dienstzimmer im VG-Geb√§ude die Idee der Grundschule, sich f√ľr Energieeinsparung und damit f√ľr Umweltschutz einzusetzen. Das sei im Sinne der lokalen Agenda21. Vor allem diene ein solches Projekt dazu, das Bewusstsein der Sch√ľlerinnen und Sch√ľler f√ľr Energiesparma√ünahmen zu st√§rken. Und Rektor Manfred Zimmer ging sogar ein St√ľck weiter: Auch die Lehrer k√∂nnten dadurch angespornt werden.
Viele Ideen
M√§dchen und Buben der Grundschule Ebern stellten den beiden Schulverbandsvertretern schlie√ülich einige Ma√ünahmen vor, womit in den Schulen versucht wird, Energie zu sparen. Das f√§ngt schon beim L√ľften der Klassenzimmer an. Kurz soll gel√ľftet, dabei aber alle Fenster ge√∂ffnet werden. Das spart mehr Energie, als ein Fenster √ľber einen l√§ngeren Zeitraum gekippt zu lassen, w√§hrend die Heizung l√§uft. Zudem, so die Sch√ľler, m√ľsse auch w√§hrend des Unterrichts nicht in den G√§ngen geheizt werden.

Weitere Einsparungsm√∂glichkeiten sehen die Sch√ľler beim Strom. So muss nicht den ganzen Tag √ľber im Klassenzimmer das Licht brennen. Auch in den Fluren k√∂nnen die Lampen w√§hrend des Unterrichts abgeschaltet werden. ¬ęMan kann vieles machen, wenn man nur ein wenig darauf achtet¬Ľ, best√§tigte B√ľrgermeister Robert Herrmann die Ideen der Grundsch√ľler. Und er wies darauf hin, dass das Bewusstsein f√ľr Energiesparen schon im Kindesalter gest√§rkt werden m√ľsse, ¬ędenn was H√§nschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr¬Ľ.

Ein Lob sprach Grundschullehrerin und Umweltbeauftragte Birgit Stehr Rektor Manfred Zimmer aus. Er habe immer ein offenes Ohr, wenn es um die Umsetzung von Umweltschutz- oder Energiesparmaßnahmen gehe.

Wie hoch die Energiekosten in den beiden Schulen im vergangenen Jahr waren, konnten die Verantwortlichen am Donnerstag nicht mitteilen. Birgit Stehr jedenfalls w√ľrde sich freuen, wenn eventuell bis zu f√ľnf Prozent des Energiebedarfs vom Vorjahr eingespart w√ľrden. B√ľrgermeister Willi Sendelbeck machte sich derweil schon ganz andere Gedanken und scherzte:.¬ęWas sollen wir nur mit dem vielen Geld anfangen?¬Ľmic

NP 21.07.2003
6. LICHTENFELSER SONNENTAGE 
So spannend kann Energiesparen sein
Wie kann ich Energie sparen? Diese Frage beantworteten am vergangenen Samstag rund 20 Informationsst√§nde bei den sechsten Lichtenfelser Sonnentagen auf dem Gel√§nde des Landratsamtes. Parallel informierte der ¬ęAktionstag Kompetenzwesen¬Ľ √ľber Gesundheit und Veterin√§rwesen.

LICHTENFELS - Laut Statistik der Energie-Agentur Oberfranken kann in einem effizienten Haushalt 216 Euro und 1440 Kilowattstunden (kWh) bei einem Strompreis von 15 Cent pro kWh eingespart werden. Bei dieser √ľberzeugenden Statistik lohnte es sich f√ľr den Verbraucher bei den verschiedenen Angeboten bei den ¬ęLichtenfelser Sonnentagen¬Ľ genauer hinzuschauen.
Größten Teils waren auf den Lichtenfelser Sonnentagen Рganz klar Рdie Solaranbieter vertreten. Sie boten verschiedene Attraktionen, um die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zu ziehen. So standen nicht nur die Kleinen, sondern auch die ganz Großen vor dem Spielzeugflieger mit solar betriebenen Propellern.
Manch einer schl√ľrfte einen Solarcaf√© oder bestaunte den vor sich hin blubbernden Whirlpool. Und wer einfach so zwischen den St√§nden hindurch schlenderte, der konnte den vorbeid√ľsenden Elektroroller kaum √ľbersehen. Erst einmal zum Anbieter gelockt, bekam der Interessent alle Informationen, die er haben wollte.
Aber nicht nur f√ľr Solarenergie wurde geworben. Auch √ľber kontrollierte Rauml√ľftung, das Regenspeichersystem, energiesparendes Bauen oder die W√§rmepumpe konnte man sich ausf√ľhrlich beraten lassen.
Letztere gab es in Deutschland schon seit dem Jahre 1932, sie wurde aber dann von der preisg√ľnstigeren, aber Umwelt belastenden √Ėlheizung verdr√§ngt. Jetzt ist sie wieder im Kommen und besticht nicht nur mit ihrer Langlebigkeit (mindestens 18 Jahre), sondern auch mit ihrer Effizienz.
Bei 20 Prozent Energie bringt die Wärmepumpe nämlich 80 Prozent Leistung. Und diese Heizart hat sich auch schon bewährt: die älteste, noch intakte Wärmepumpe Europas bringt eine wonnige Temperatur in die Räume des Luzerner Rathaus.
Wer sich f√ľr den umweltbewussten Energieverbrauch entscheidet, kann sich finanzielle Unterst√ľtzung holen, denn f√ľr die Systeme gibt es F√∂rdergelder. Kreditinstitute wie der Raiffeisen Volksbank und die Kreissparkasse Lichtenfels erl√§uterten dazu verschiedene Programme und Beispiele.
Ab 12 Uhr informierten Fachleute den Verbraucher zum Thema Energiesparen. Die Spannbreite reichte vom ¬ęenergieeffizienten Haushalt¬Ľ √ľber das ¬ęZweiteinkommen Strom aus Sonne¬Ľ bis hin zur ¬ęModernisierung von Heizungsanlagen¬Ľ. Aber nicht nur Einzelverbraucher konnten die Informationen der Sonnentage nutzen. Elektroh√§ndlern wurde angeboten, bei der Energie-Agenda Oberfranken Infomaterial anzufordern, um Kunden besser beraten zu k√∂nnen.
Wem die Technik nicht genug ist, der kann auch noch anders Energie sparen. Fahrrad statt Auto lautet die Devise des Agenda-Arbeitskreises Mobilit√§t und Verkehr. Wer sich von der Statistik ¬ę50 Prozent aller Pkw-Fahrten sind unter f√ľnf Kilometer¬Ľ und den Mitarbeitern √ľberzeugen lie√ü, doch den Drahtesel aus dem Schuppen zu holen, der konnte gleich Radwanderkarten und Brosch√ľren mit der Deutschen Bahn mit nach Hause nehmen.
F√ľr die Kinder aus Weismain hatte die Veranstaltung einen ganz besondere √úberraschung parat: Sie bekamen f√ľr ihren Wasserspielplatz der Umweltstation ein Wasserrad von der Kreissparkasse Lichtenfels geschenkt.
Parallel zu den Sonnentagen fand aus dem Landratsamtgel√§nde auch der ¬ęAktionstag Kompetenzzentrum¬Ľ f√ľr Gesundheits- und Veterin√§rwesen statt. Wer also schon immer mal seine H√∂r- oder Augenleistung testen wollte, konnte dies hier tun. Zur Belohnung gab es bei ¬ęguter F√ľhrung¬Ľ Luftballons oder Jojos.
¬ęBe Hard, Drink Soft¬Ľ lautete die Devise der Kampagne f√ľr bewussteren Alkoholkonsum bei Jugendlichen. Hierbei wurden bestimmte Situationen wie Schwangerschaft, Medikamenteneinnahme, Arbeit oder Autofahren fokussiert. Die Zeckengefahr war ebenfalls ein Brennpunkt.
Sowohl √ľber einen √§rztlichen Berater als auch √ľber Schautafeln konnte sich der Besucher schlau machen √ľber die kleinen Tierchen und ihre T√ľcken. Auch √ľber andere medizinische Themen wie Tuberkulose, Osteoporose oder Gesundheit auf Reisen konnten sich Interessenten informieren.
Neben der lehrreichen Kost wurde den Besuchern Speis und Trank angeboten. Da konnte man verschiedene ACE-S√§fte unter die Lupe nehmen, oder sich einfach von leckeren Fr√ľchtecocktails verw√∂hnen lassen. Allein die Namen ¬ęTropicana¬Ľ oder ¬ęPolynesischer Eiswein¬Ľ lie√üen die S√ľdsee n√§her r√ľcken.
Zur St√§rkung wurden neben Bratw√ľrsten und Steaks auch Waffeln und Kuchen aus Dinkelmehl angeboten. Zubereitet wurden die s√ľ√üen Gen√ľsse von einem Arbeitskreis der Agenda 21. Ziel ist es bei diesem Zusammenschluss, mit der Natur so umzugehen, dass sie f√ľr die Nachwelt erhalten bleibt. So wurde zum Beispiel Honig aus der Region und eine Getreideausstellung angeboten.
Bei gesundheitlichen Veranstaltung und kulinarischen Angeboten, darf nat√ľrlich eine Ern√§hrungsberatung nicht fehlen. Wer wollte, konnte also seine Essweise auf den Pr√ľfstand stellen.
Nicht nur um das menschliche Wohl ging es, denn ein Wagen mit ¬ęQualit√§tsfutter f√ľr alle Tiere¬Ľ stand den Besuchern zur Verf√ľgung. Um Tiere ging es auch am Stand des Veterin√§ramtes. Da konnten Schaben und W√ľrmer begutachtet werden, die die Meisten in den eigenen vier W√§nden lieber nicht entdecken w√ľrden, oder Bakterienkulturen auf N√§hrb√∂den bestaunt werden. Und wer die vergr√∂√üerte Bakterienspur anschaute, die ein K√§fer hinterl√§sst, der konnte sich auch vorstellen, wie ein Marmeladenbr√∂tchen nach dem Spaziergang einer Fliege aussieht.
Faszinierend waren auch die Ausstellungsst√ľcke wie etwa siamesische Schweinezwillinge, ein Fuchs oder eine Wildschweinfamilie. Den Rahmen bildete der Stand, in dem es um den Fleischbeschau ging.
Bei diesem Vorgang wird auf verschiedene Auff√§lligkeiten geachtet, wie zum Beispiel Trichinen (Schmarotzende Fadenw√ľrmer). Die Bilanz des letzten Jahres ist erfreulich: Kein Tierprodukt unserer Gegend zeigte Auff√§lligkeiten.
Auch lebende Tiere galt es zu beobachten. Im Streichelzoo brachten ein Schaf mit zwei Lämmern, eine Ziege und viele kleine Häschen Besucherherzen zum Schmelzen.
Genauesten be√§ugt wurde das Treiben auf dem Gel√§nde von einer Kamera, die hoch oben an einem Ballon befestigt wurde. Das Gef√§hrt mit 3,50 Metern Durchmesser schwebte an Seilen befestigt 50 Meter √ľber dem Boden und schoss gestochen scharfe Bilder.deni 

NP 11.07.2002

REGIERUNG VON UNTERFRANKEN INFORMIERT
Beitrag zum Klimaschutz
CO¬≤-Minderungsprogramm f√ľr kommunale Liegenschaften / Vorbildfunktion

Der Freistaat Bayern unterst√ľtzt im Rahmen des F√∂rderschwerpunktes ,,CO2-Minderungsprogramm f√ľr kommunale Liegenschaften" bayeri¬≠sche Kommunen bei der Durchf√ľhrung von Ma√ünahmen, die eine Reduzierung des C02-Aussto√ües ihrer Lie¬≠genschaften zum Ziel haben. Die F√∂rderung wird aus Mit¬≠teln des Allgemeinen Umweltfonds finanziert, der aus Privatisierungserl√∂sen eingerichtet wurde.
EBERN-W√úRZBURG - ,,Durch Ma√ünahmen im kommunalen Ge¬≠b√§udebestand kann ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz,  zur Ressourcenscho¬≠nung und zur Vermeidung von Luftschadstoff-Emissionen ge¬≠leistet werden. Dar√ľber hinaus werden die laufenden Energiekosten gesenkt und Arbeitspl√§t¬≠ze in lokalen Handwerksbetrie¬≠ben gesichert", kommentiert Regierungspr√§sident Dr. Paul Beinhofer die Vorteile dieses F√∂rder¬≠programms.
,,Obwohl die Kommunen in ihrem eigenen Geb√§udebestand nur ca. 2 bis 5 % der lokalen C02-Emissionen verursachen, hat die Reduktion der Emissio¬≠nen in diesem Bereich eine wichtige Vorbildfunktion f√ľr den B√ľrger", so der Regierungs¬≠pr√§sident weiten
Die F√∂rderung soll dazu bei¬≠tragen, die C02-Emissionen √∂f¬≠fentlicher Geb√§ude in Bayern weiter zu verringern. Sie soll helfen, bestehende L√ľcken zwi¬≠schen der Erstellung von Energiesparkonzepten und deren praktischer Umsetzung sowie Weiterentwicklung und Verbreitung erfolgreicher Ma√ünahmen zu schlie√üen.
Gef√∂rdert werden insbeson¬≠dere Ma√ünahmen zur Ermitt¬≠lung und Vorbereitung konkre¬≠ter C02-Minderungsma√ünah-men, aber auch die Umsetzung derartiger Ma√ünahmen in Demonstrationsvorhaben und Pi¬≠lotprojekten.   Zuwendungen werden in H√∂he von bis zu 50 Prozent der zuwendungsf√§higen Aufwendungen bis zu einem Betrag von maximal 30000 Euro gew√§hrt, je nach Art der F√∂rderma√ünahmen.
Förderanträge im Internet
Bewilligungsbeh√∂rde ist das Bayerische  Staatsministerium f√ľr  Landesentwicklung  und Umweltfragen. Die seit Mai 2002 ge√§nderten F√∂rdergrund¬≠s√§tze und F√∂rderantr√§ge k√∂nnen im    Internet     unter http://www.umweltministerium.bayern.de/bereiche/klima/foerder/htm abgerufen werden.
Ausk√ľnfte zur Antragstellung erteilt des weiteren die Regie¬≠rung von Unterfranken (Telefon 0931/3801268, Herr Gerbig) oder der Projekttr√§ger, die BIFA GmbH (Bayerisches Institut f√ľr Angewandte Umweltforschung und -technik), Am Mittleren Moos 46, 86167 Augsburg, Tel: 0821-7000122).
Um Synergieeffekte zu nut¬≠zen, erg√§nzt die F√∂rderung be¬≠reits bestehende Programme der Bayerischen  Staatsregierung (z.B. ,,Bayerisches Programm Ra¬≠tionellere  Energiegewinnung und -verwendung", ,,F√∂rderschwerpunkt Kommunale Ener¬≠gieeinsparkonzepte",  ,,Bayeri¬≠sches Programm zur verst√§rkten Nutzung erneuerbarer Ener¬≠gien") in bisher nicht erfassten Bereichen.
Die F√∂rderung ist ,damit ein weiterer Baustein f√ľr ein durchg√§ngiges ,,kommunales Klima-Schutz-Management" im Sinne der AGENDA 21.
Das F√∂rderprogramm ist Teil der bayerischen Klimaschutz¬≠strategie. Danach sollen bei¬≠spielsweise die Gesamt-Emissio¬≠nen des Treibhausgases C02 im Freistaat bis 2010 von 92 Millio¬≠nen Tonnen (1998) auf einen Wert von 80 Millionen Tonnen zur√ľckgef√ľhrt werden.
Derzeit nutzen in Bayern 111 Kommunen das ,,C02-Minderungsprogramm f√ľr kommuna¬≠le Liegenschaften"

 

FT 25.06.2001
Haßfurt setzt auf Erdgas und Solarenergie

Stadtwerk informierte bei einem "Tag der offenen T√ľre" √ľber sein umfangreiches Angebot - "Naturstrom"

HASSFURT. √úber mangelndes Publikumsinteresse brauchte sich das Stadtwerk Ha√üfurt bei seinem "Tag der offenen T√ľre" am Samstag nicht zu beklagen. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich vor allem √ľber alternative Energien zu informieren.

Im Mittelpunkt stand die Erdgasversorgung. Aber auch das Angebot, "Naturstrom" zu beziehen, sowie der Internet-Service des Haßfurter Stadtwerks fanden Interesse.

Das Stadtwerk Ha√üfurt hatte als zentrales Thema f√ľr seinen "Tag der offenen T√ľre" die Versorgung der Bev√∂lkerung mit Erdgas gew√§hlt. Der Grund daf√ľr war, dass die Ha√üfurter seit 20 Jahren auf diese Energiequelle zur√ľckgreifen k√∂nnen. Stadtwerk-Leiter Norbert Z√∂sch wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich Erdgas einer immer gr√∂√üerer Akzeptanz in der Bev√∂lkerung erfreue. Den Grund daf√ľr sieht er in der "sauberen" Energie, dem geringen Platzbedarf, weil kein Tankraum n√∂tig ist, und nicht zuletzt in dem g√ľnstigen Preis- Leistungsverh√§ltnis. Stolz verwies der Leiter des Stadtwerks Ha√üfurt darauf, dass in den Neubaugebieten Ha√üfurts 90 Prozent der Wohneinheiten an die Ergasversorgung angeschlossen sind.

Zahlreiche Firmen informierten die Besucher beim "Tag der offenen T√ľre" in Ausstellungen √ľber moderne Heiztechniken sowie den Einsatz von Erdgas und Sonnenkollektoren zur Wassererw√§rmung. Stets wurde darauf verwiesen, dass diese Energien weitaus kosteng√ľnstiger und sauberer sind als herk√∂mmliche Energietr√§ger.

Erdgas-Autos vorgestellt

In diesen Rahmen passte auch eine Ausstellung von Autos, die mit Ergas angetrieben werden k√∂nnen. Angepriesen wurden die Pkw mit dem Slogan "100 Kilometer f√ľr nur acht Mark". Das ist weniger als der halbe Preis, der f√ľr ein benzinbetriebenes Auto anfallen w√ľrde. Hingewiesen wurde darauf, das erdgasbetriebene Autos rund 450 Kilometer mit einer "Tankf√ľllung" schaffen und die Hersteller die Technologie weiter verbessern.

Norbert Z√∂sch, bem√§ngelte, dass viele Tankstellen noch kein Erdgas f√ľr die Kraftfahrzeug-Bef√ľllung vorr√§tig halten. Aus diesem Grund will das Stadtwerk Ha√üfurt nach seinen Worten bis Ende des Jahres auf seinem Betriebsgel√§nde eine Erdgas-Tankstelle f√ľr Kraftfahrzeuge einrichten.

Ein interessantes Angebot unterbreitet in diesem Zusammenhang ein Erdgas-Versorgungsunternehmen, das Erdgas-Tankstellen in Bamberg, Schweinfurt, Coburg und Kulmbach unterh√§lt. Die Firma stellt beim Kauf eines erdgasbetriebenen Autos dem Besitzer 1200 Kilogramm Erdgas kostenlos zur Verf√ľgung; das entspricht einer Fahrleistung von rund 20000 Kilometern.

Interesse zeigten die Besucher auch an der Solartankstelle, die auf dem Betriebsgel√§nde des Stadtwerks seit mehreren Jahren √ľber eine Photovoltaikanlage betrieben wird. Hier k√∂nnen Autos mit Elektro-Antrieb kostenlos aufgeladen werden. Norbert Z√∂sch sagte dazu: "Wir haben viele Kunden, die diese M√∂glichkeit nutzen und ihre Elektro-Autos hier aufladen. In Zusammenarbeit mit der Agenda21 beabsichtigt das Stadtwerk, auch am Bahnhof in Ha√üfurt baldm√∂glichst eine Solartankstelle zum Aufladen von Elektro-Fahrzeugen einzurichten".

Des Weiteren wurde beim "Tag der offenen T√ľrs" intensiv auf die M√∂glichkeit der Lieferung von "Naturstrom" aufmerksam gemacht. Naturstrom ist Strom, der zu hundert Prozent aus regenerativen oder alternativen Energien wie Wind, Wasser, Solar oder Biomasse gewonnen wird. Durch ein Umwelt-Zertifikat kann sich der Abnehmer sicher sein, dass "sein" Strom aus diesen Energieformen gewonnen wird.

Ebenso zeigten die Besucher reges Interesse zum Thema "Rund ums Internet", einem weiteren Service des Stadtwerks Haßfurt. Das Stadtwerk tritt unter dem Namen "Schnell- im-Netz-GmbH" selbst als Provider auf.

Aus 17 Metern Höhe

Bereichert war der informative "Tag der offenen T√ľre" mit allerlei Abwechslung und Unterhaltsamem. So konnten Besucher aus einer Kran-Gondel aus 17 Metern H√∂he einen Blick √ľber die D√§cher Ha√üfurts werfen oder bei einer Tombola als ersten Preis eine Hei√üluft- Ballonfahrt f√ľr zwei Personen oder ein Wochenende mit einem erdgasbetriebenen Auto gewinnen. F√ľr Kinder fand ein Luftballon-Wettbewerb statt, und eine H√ľpfburg wurde kr√§ftig strapaziert. Die Kinder des st√§dtischen Kindergartens aus Ha√üfurt begeisterten mit einem einstudiertem Spiel zum Thema Umwelt. Sie f√ľhrten auch eine eigene Tombola durch.

Wer mehr zu den Themen Erdgas, elektro- oder erdgasbetriebene Autos, erneuerbare Energie und "Naturstrom", Solarstrom oder Internetangebot wissen will, kann sich √ľber die Homepage des Stadtwerks Ha√üfurt unter www.stwhas.de oder unter www.erdgasfahrzeuge.de (√ľber ergasbetriebene Fahrzeuge) weiter informieren.
ab

 

FT 29.05.2001

"Energie"-Ausstellung in Haßfurter Berufsschule

HASSFURT. "Anschaulich machen", so Oberstudiendirektor Christoph Stumpf, Informationen geben und Hintergr√ľnde aufzeigen - darum geht es der Heinrich-Thein-Berufsschule mit einer Ausstellung zum Thema Energie, die am Montag er√∂ffnet worden ist und noch bis zum 1. Juni zu sehen sein wird.

von Jochen Bopp

Der engagierte Lehrer Hans Langer hat mit einigen Mitstreitern und Unterst√ľtzung von Firmen, des Ha√üfurter Stadtwerks, des Schulzentrums und des Landratsamtes eine anschauliche Ausstellung im lichtdurchfluteten Foyer des Berufsschul-Neubaues an der Goethestra√üe und im Freigel√§nde zusammengestellt und ein didaktisches Konzept entwickelt. Hier l√§sst es sich nachvollziehen, wie heftig man sich abstrampeln muss, um auf einem Fahrrad "lumpige" 100 Watt zu erzeugen, und ob man es √ľberhaupt schafft, Wasser zum Kochen zu bringen. Im Modell einer Solar-WasserstoffAnlage mit Brennstoffzelle wird unter anderem dargestellt, wie mit Hilfe der Sonneneinstrahlung Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zerlegt, der Wasserstoff gespeichert und bei Bedarf durch die neuerliche Fusion Strom erzeugt wird. Die Ausstellung wird von den Klassen der Berufsschule die ganze Woche √ľber besucht werden. Sie steht aber auch allen anderen Schulen zur Verf√ľgung sowie interessierten B√ľrgerinnen und B√ľrgern. Sie werden von pensionierten Lehrkr√§ften der Berufsschule durch die Ausstellung von 8 bis 16 Uhr gef√ľhrt.

Zur Ausstellungser√∂ffnung konnte der Obmann der Gr√ľnen/B√ľndnis-90-Fraktion f√ľr Bildung und Forschung im Deutschen Bundestag, der Schweinfurter Abgeordnete Hans-Josef Fell, gewonnen werden. In einem eindrucksvollen Kurzreferat vor Sch√ľlern und Lehrkr√§ften und Beh√∂rdenvertretern machte er deutlich, dass die Menschheit ohne konsequentes Energiesparen und vor allem ohne den Einsatz von erneuerbaren Energien nicht √ľberleben kann.

Anhand wissenschaftlicher Grafiken belegte er, wie die √Ėlfunde in den letzten Jahren global dramatisch zur√ľckgegangen sind. Das Erd√∂l-F√∂rdermaximum sei in nicht einmal f√ľnf Jahren erreicht. Das dann sinkende Angebot werde zu einem drastischen Anstieg der Preise f√ľhren. Ignorieren der begrenzt vorhandenen Mengen, der Erdgas-Preisanstieg um das Siebenfache und die gleichzeitige Deckelung des Strompreises h√§tten in Kalifornien bereits zur Pleite gro√üer Stromkonzerne und zu Stromabschaltungen gef√ľhrt. Dass US-Pr√§sident Bush dennoch das Abkommen von Kyoto torpediere und stattdessen fossile Energietr√§ger in Alaska gewinnen will, h√§lt Fell f√ľr "unsinnig, weil die Welt keine gro√üen Vorkommen mehr hat". Der Kampf um Rohstoffe werde zu Kriegen f√ľhren wie in Tschetschenien, meinte Fell, der √ľberzeugt ist, dass Bush mit seiner Politik in absehbarer Zeit scheitern werde.

F√ľr atomare Energiegewinnung seien die Gefahren zu gro√ü, ganz abgesehen von den ebenfalls zur Neige gehenden Uranvorkommen und den riesigen Problemen der Entsorgung. Wie man stattdessen hohen Energieverbrauch ohne Komfortverlust vermeiden k√∂nne, zeigte der Abgeordnete anhand von zahlreichen M√∂glichkeiten auf wie W√§rmed√§mmung, Winterg√§rten, Photovoltaikanlagen, dem Einsatz von Biomasse, nachwachsenden Rohstoffen, Solaranlagen, Wasser- und Windkraft.

Die Welt k√∂nnte sich bis 2040 vollst√§ndig von den fossilen Energietr√§gern verabschiedet haben, ist Fell √ľberzeugt. Das bundesdeutsche Gesetz f√ľr Erneuerbare Energien habe zum Ziel, die Bezugsquellen (heute sieben Prozent) zu verdoppeln. Dadurch werde ein "schnelles, rasantes Wachstum" auf diesem Gebiet erreicht, einhergehend mit Massenfertigungen und billigerer Erzeugung der Anlagen. Kraftwerke zur Nutzung der Erdw√§rme oder Biomassekraftwerke seien zudem erst in der Entwicklung. In zehn Jahren jedenfalls, so Fell, sei der Atomausstieg m√∂glich. Und dies sei die wichtigste Arbeitsbeschaffungsma√ünahme. Denn im Einsatz erneuerbarer Energiequellen sieht der Abgeordnete "massenhaft neue Arbeitspl√§tze". Er meint "wir stehen nicht vor einer Klimakatastrophe, sondern sind mitten drin" und setzt auf die Jugend, die dieses begreifen werde.

Energiesparma√ünahmen im Landkreis, wie Hackschnitzelheizungen in Eltmann oder bald am Schulzentrum in Ha√üfurt, Photovoltaikanlagen oder anderes w√ľrden f√ľr sich genommen vielleicht f√ľr den Klimaschutz insgesamt wenig bewirken, sagte stellvertretender Landrat Heinz Kr√∂nert. Die √∂ffentliche Hand m√ľsse hier jedoch Vorreiter sein.